vergrößernverkleinern
Nowitzki führte die Mavericks nur in seinen ersten zwei NBA-Spielzeiten nicht in die Playoffs © getty

Die Wechselgerüchte bei den Dallas Mavericks werden lauter: Auch Dirk Nowitzki ist sich seines Arbeitsplatzes nicht sicher.

Dallas - Die sportliche Krise hat bei den Dallas Mavericks die Diskussion um einen möglichen Transfer von Dirk Nowitzki wiederbelebt.

Weil der gebürtige Franke im Sommer 2010 eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag nutzen könnte, um zu einem Titelaspiranten zu wechseln, werden in Texas Gerüchte um einen Wechsel immer lauter.

Nowitzki, der nach wie vor ein Karrierende in Dallas bevorzugt, gibt sich hinsichtlich der Möglichkeit eines schnellen Transfers keinen Illusionen hin: Als Steve Nash und Michael Finley abgegeben wurden, sagten viele, dass ich unantastbar wäre. Ich glaube nicht daran."

"Dann wären sie dumm"

"Wenn die Mavericks morgen Kobe Bryant verpflichten können, wären sie dumm, es nicht zu tun", führte der Franke aus.

Bis zum 19. Februar dürfen in der National Basketball Association (NBA) Spieler transferiert werden. Bisher galt Nowitzki als "Franchise Player", ein Spieler mit soviel Wert für seinen Verein, dass eine Abgabe einem sportlichen Offenbarungseid gleich käme.

Doch nach einer bisher bestenfalls durchwachsenen Saison - Dallas rangiert zur Saisonhalbzeit im Westen mit 24 Siegen und 18 Niederlagen auf Rang neun (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen) und damit nicht auf einem Play-off-Platz - dürfte auch Mavs-Besitzer Mark Cuban ins Grübeln kommen.

Cuban stellt sich quer

Einen Platz in der Startformation für das Allstar-Game am 15. Februar in Phoenix gab es für Nowitzki jedenfalls nicht. Bei der Internetabstimmung der Fans 58321(DIASHOW: Das sind die Starter) belegte der Würzburger mit 1.107.926 Stimmen den sechsten Platz bei den Forwards der Western Conference.

Noch am Dienstag, bevor die Mavericks beim 99:133 in Milwaukee ihre höchste Pleite seit sieben Jahren kassierten (Spielbericht), hatte Cuban allerdings einen Trade seines Topscorers ausgeschlossen.

Auch seinen zweitbesten Forward möchte er nicht abgeben: "Wir werden auch Josh Howard nicht für Shawn Marion wegtauschen."

Im nächsten Jahr kein Gegenwert

Ein Nowitzki-Transfer zum jetzigen Zeitpunkt macht dennoch Sinn, weil Dallas bei einem Tausch zwei oder drei junge Hoffnungsträger erhalten würde.

Macht Nowitzki von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch, ginge der Verein im nächsten Jahr leer aus.

Dennoch hat der deutsche Superstar die Hoffnung auf einen Umschwung vor der Partie bei den Detroit Pistons in der Nacht auf Samstag (1 Uhr LIVESCORES) nicht aufgegeben. "Vielleicht kann schon eine einzige Änderung im Team das Momentum verändern. Wir werden sehen, was bis zum 19. Februar passiert. Wenn sich nichts tut, ziehen wir mit dem, was wir haben, in den Krieg", wird Nowitzki auf der Internetseite "NBA.com" zitiert.

"Mein Herz und meine Seele"

Obwohl Insider munkeln, dass Nowitzki und einige seiner Mannschaftskameraden von der Arbeit des neuen Trainers Rick Carlisle nicht gerade überschwänglich begeistert sind, unterstrich der wertvollste NBA-Spieler des Jahres 2007 einmal mehr seine Prioritäten:

"Ich möchte nach wie vor einen Titel mit den Mavericks gewinnen. Wenn ich wechsle und bei einem anderen Klub Meister werde, wäre es nicht dasselbe, weil ich die letzten zehn Jahre mein Herz und meine Seele in Dallas gelassen habe."

Neuer Vertrag, kleines Gehalt?

So könnte jenes Szenario Wirklichkeit werden, das seit Wochen in Dallas gehandelt wird.

Nowitzki kündigt seinen Vertrag und unterschreibt anschließend für kleineres Geld, um den Mavericks bessere finanzielle Möglichkeiten für interessante Neuverpflichtungen zu geben.

Die Wirtschaftskrise könnte den Texanern dabei zur Seite stehen. Falls die Zuschauerzahlen und Sponsorengelder der kriselnden US-Industrie in den kommenden Monaten sinken, müssen nach Lage der Dinge einige der Teams aus dem Hinterland gute Spieler abgeben.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel