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Kobe Bryant wurde 2000, 2001 und 2002 mit den Los Angeles Lakers Meister © getty

Die L.A. Lakers gewinnen das Spitzenspiel im Westen deutlich. Phoenix stoppt seine Pleitenserie, Houston siegt ohne Yao Ming.

Von Martin Hoffmann

München - Das Gipfeltreffen der Western Conference ist eine überraschend einseitige Angelegenheit geworden.

Die Los Angeles Lakers triumphierten mit 99:85 deutlich über die San Antonio Spurs - in einer Partie, die schon früh entschieden war.

Nachdem die Lakers zur Halbzeit mit 51:45 vorn lagen, verwandelten Kobe Bryant und Derek Fisher zum Start des dritten Durchgangs zwei Dreier.

Nachdem Andrew Bynum noch zwei Freiwürfe nachlegte, war die Vorentscheidung bereits gefallen.

Bryant kann sich ausruhen

Ein weiterer Blitzstart im vierten Viertel - die Lakers schafften hier eine 10:2-Serie - besiegelte endgültig den 35. Saisonsieg der Lakers (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

All-Star-Starter Bryant 58321(DIASHOW: Das sind die Starter) , der mit 22 Punkten bester Werfer seines Teams war, brauchte sich im Schlussdurchgang nicht mehr von der Bank zu erheben.

Die Lakers überzeugten vor allem defensiv, sie ließen bei San Antonio lediglich eine Trefferquote von 37,5 Prozent zu.

Ersatzmann als Schlüssel

Ein weiterer Faktor, den sowohl Bryant als auch Coach Phil Jackson heraushoben, war die Rückkehr des pfeilschnellen Backup-Spielmachers Jordan Farmar nach einer Knieverletzung.

"Er hat uns sehr gefehlt", meinte Bryant: "Er ist der Motor unseres zweiten Anzugs, mit seiner Rückkehr laufen wir wieder auf allen Zylindern."

Jackson erklärte ebenfalls, dass er Farmars Vorzüge schwer vermisst hatte: "Dieser Tempowechsel in unserem Spiel hat uns gefehlt."

Jackson dementiert Rücktrittsgerüchte

Eine weitere gute Nachricht für die Lakers verkündete Jackson vor dem Spiel, indem er das Gerücht aus der Welt schaffte, er plane nach der kommenden Saison seinen Rücktritt.

"Alles ist, wie es immer war", erklärte der Star-Coach. Soll heißen: Jackson hat keinen definitiven Plan für sein Karriereende und denkt in der Hinsicht weiter von Saison zu Saison.

Phoenix stoppt Pleitenserie

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge - darunter ein blamables 76:98 in Charlotte - haben bei den Phoenix Suns die Alarmglocken geschrillt.

Vor dem Duell gegen die Atlanta Hawks ist Teambesitzer Robert Sarver zu den Suns geflogen, um das Training zu begutachten und an einer Mannschaftssitzung teilzunehmen.

Der daraus entstandene Druck hat Phoenix offenbar geholfen: Mit einem 104:99-Erfolg beendeten die Suns ihre Pleitenserie.

Double-Doubles für Nash und Shaq

"Vielleicht hatten die Jungs einfach keine Lust mehr zu verlieren", befand Spielmacher Steve Nash: "Wir waren entschlossener, kämpferischer. Es fühlte sich nach einem großen Spiel an - und so mag ich das."

Nash gelang mit 14 Punkten und 13 Assists ein Double-Double, ebenso Center-Altmeister Shaquille O'Neal mit 19 Zählern und elf Rebounds.

Bester Werfer der Suns war Amare Stoudemire mit 23 Punkten.

Rockets verkraften Yaos Ausfall

Das Verletzungspech ist für die Houston Rockets in dieser Saison ein treuer Begleiter.

Vor dem Gastspiel in Detroit erwischte es auch den Mann, der bisher die geringste Anfälligkeit gezeigt hat: Yao Ming.

Der chinesische Center musste mit einer Blessur am rechten Knie passen. Doch seine Teamkollegen kompensierten den schmerzhaften Ausfall und rangen die Pistons mit 108:115 nieder.

Artest überzeugt bei Comeback

Den entscheidenden Beitrag leistete Ron Artest, der nach sieben Spielen Zwangspause sein Comeback feierte.

Artest schaffte 24 Punkte - drei entscheidende davon in den letzten 14 Sekunden von der Freiwurflinie.

Aber auch Yaos Ersatzmann Luis Scola machte mit 21 Punkten einen guten Job.

Pistons in der Krise

Die Pistons kommen derweil nicht aus der Krise: Seit der Rückkehr von Schlüsselakteur Richard Hamilton haben sie sechs von acht Spielen verloren.

Gegen Houston war Detroit keineswegs schlecht: Die Wurfquote der Pistons lag bei 56 Prozent, sie leisteten sich auch nur fünf Turnovers.

Aber den Pistons wurde ein verkorkstes erstes Viertel zum Verhängnis, in dem sie 39 Punkte der Rockets zuließen.

"Es macht uns krank", brachte Antonio McDyess die Stimmung in seinem Team auf den Punkt.

Weitere Ergebnisse: Toronto - Sacramento 113:97, Indiana - Charlotte 98:93, Minnesota - Chicago 109:108 n.V., Denver - Utah 117:97, Golden State - L.A. Clippers 107:92

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