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Shaquille O'Neal wurde 1992 von den Orlando Magic an erster Stelle gedraftet © getty

Shaquille O'Neal beweist gegen die Washington Wizards, dass er noch immer eine Macht unter dem Korb ist.

Von Rainer Nachtwey

München/Washington - Seinen bis 2010 gültigen Vertrag wolle er noch erfüllen, ehe er seine Basketball-Sneakers an den Nagel hängen wolle, hatte Shaquille O?Neal zu Saisonbeginn angekündigt.

Doch solange wird der 36 Jahre alte Center der Phoenix Suns weiterhin für Schrecken unter den Körben vorbreiten. Dies bekamen nun auch die Washington Wizards zu spüren.

Mit 29 Punkten, acht Rebounds und drei Blocks überrollte er den Hauptstadtklub beim 103:87 fast im Alleingang und sorgte zudem für viel Show: Er küsste Caron Butler auf die Glatze, feierte einen Dunk zu ausgelassen und erhielt dafür ein technisches Foul.

So gut wie seit zwei Jahren nicht mehr

Nach dem Spiel stieß Shaq eine Drohung aus, die die Konkurrenz erzittern lässt. "Ich fühle mich, als könnte ich noch weitere drei, vier Jahre spielen", sagte O'Neal.

"Meinen neuen Ärzte und Physiotherapeuten wenden neue Methoden an, wodurch ich mich richtig gut fühle. Rechts, links, rauf, runter, laufen springen, dunken, zu lange am Ring hängen und technische kassieren, alles funktioniert wunderbar. Ich habe mich seit zwei Jahren nicht mehr so gut gefühlt", sprudelte es aus dem 36-Jährigen heraus.

Nicht mein Stil

Zudem scheint Shaq seine große Schwäche - die Freiwürfe - abgestellt zu haben. Gegen die Wizards verwandelte er neun seiner zehn Versuche von der Linie.

"Ich habe zu Saisonbeginn immer wieder zu hören bekommen, 'er ist nicht in bester Verfassung', aber das ist auch nicht mein Stil", sagte O'Neal. "Ich fange immer erst mit 60 Prozent an und ende bei 100. Es gibt viel zu viele, die mit 100 Prozent eine Saison beginnen, aber es dann nicht halten können."

Shaq walzt Gegenspieler platt

Nicht zu Halten war er von seinen Washingtoner Gegenspielern. Andray Blatche überrollte er im Stile einer Dampfwalze und der Washingtoner Center musste nach einem Zusammenprall mit O'Neal verletzt die Partie beenden. Rookie JaVale McGee war schon allein aufgrund seiner Gestalt keine ernsthafte Gegenwehr für den Koloss.

"Das ist ein Spiel für Männer, aber wir haben klein beigegeben", brachte es Wizards-Forward Antawn Jamison auf den Punkt. "Wir hatten großen Kampfgeist angekündigt, aber nicht eingehalten. Shaq hat das eiskalt ausgenutzt."

Schlechtestes Team der Liga

Für die Wizards geht eine Seuchensaison weiter. Im 46. Spiel war es bereits die 35. Niederlage.

Nach dem Sieg der Oklahoma City Thunder über die New Jersey Nets (Roundup) nimmt Washington mit einer Bilanz von 9:35 den letzten Platz aller NBA-Teams ein. Zwar konnte sich Interimscoach Ed Tapscott wieder auf seine Starspieler Butler und Jamison verlassen, sie erzielten 28 bzw. 27 Punkte, doch es fehlte an Unterstützung.

"Sie können nicht noch mehr Last auf ihre Schultern laden", sagte der Nachfolger des entlassenen Eddie Jordan. "Im letzten Viertel haben sie alles allein gemacht. Da muss ihnen auch mal wer zur Seite stehen."

Suns vor den Mavericks

Die Suns, für die Amare Stoudemire 22 Punkte sowie 15 Rebounds und Steve Nash 14 Zähler und 15 Assists beisteuerte, sind in der Pacific Divison mit einer Bilanz von 25:18 hinter den Los Angeles Lakers Zweiter.

In der Western Conference rangieren als Siebter einen Platz vor den Dallas Mavericks (25:19). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

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