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Dwight Howard gelang gegen die Cavaliers sein 35. Double-Double der Saison © getty

Orlando besiegt im Topspiel des Ostens LeBron James und die Cavaliers. Shaquille O'Neal überholt einen Hall-of-Famer in der ewigen Bestenliste.

Von Rainer Nachtwey

München/Orlando - Die All-Star-Nominierungen haben nicht nur Jameer Nelson und Rashard Lewis Flügel verliehen, sondern den gesamten Orlando Magic.

Die Truppe aus Florida setzte sich im Topspiel der Eastern Conference gegen die Cleveland Cavaliers mit 99:88 durch.

Überragend auf dem Parkett waren die drei Auswahlspieler der Magic. Dwight Howard führte das Feld mit 22 Punkten und 18 Rebounds an, Nelson und Lewis kamen auf 18 bzw. 19 Zähler.

"Ich hatte ein wenig Bammel, als die Nominierungen bekanntgegeben wurden. Aber es ist schön, zu wissen, was die Trainer von einem halten", sagte Aufbauspieler Nelson. "Man hört zwar immer wieder Mal: 'Du hast es verdient, ein All-Star zu sein, du spielst eine Saison wie ein All-Star'. Aber jetzt habe ich es schwarz auf weiß."

Erster Erfolg über Top Two

Mit dem ersten Sieg über einen der beiden Topfavoriten des Ostens - Boston und Cleveland - treten die Magic aus dem Schatten der beiden scheinbar übermächtigen Gegner. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Trotz des All-Star-Hypes ist Nelson die Aufregung um die Magic gar nicht willkommen. "Ich hoffe, dass wir weiterhin unter dem Radar fliegen", sagte der Point Guard. "Wichtig ist, dass wir am Ende der Saison unsere Ziele erreichen."

James sauer auf Referees

Bei den Cavs war LeBron James mit 23 Punkten 8 Assists und 8 Rebounds Alleinunterhalter. Doch der Superstar war weniger mit seinen Mitspielern unzufrieden, viel mehr brachten ihn die Schiedsrichter in Rage.

"Ich bleibe ruhig und werde nichts dazu sagen", hielt sich James zurück. "Aber es kann schon frustrierend sein, wenn du die ganze Zeit einen mitbekommst und die Refs dann nichts pfeifen."

Brown versteht Welt nicht mehr

Was die Referees dann allerdings pfiffen, waren technische Fouls ? und zwar gegen die Cavaliers. So erhielten Coach Mike Brown und Point Guard Mo Williams jeweils ein technisches, weil sie zu viel meckerten.

"Es kann nicht sein, dass die Regeln mal so und mal so ausgelegt werden", echauffierte sich Brown. "Das war ein körperlich betontes Spiel. Es ist schon traurig mitanzusehen, wenn jemand wie LeBron sooft zum Korb zieht, dann aber nur sechs Mal an die Freiwurflinie darf."

Magic überragend von der Dreierlinie

Während sich die Cavaliers auf das Meckern konzentrierten, starteten die Magic Ende des zweiten Viertels eine Aufholjagd, der den Zehn-Punkte-Rückstand bis zur Pause auf einen Zähler zum 55:56 schmelzen ließ.

In den letzten zwölf Minuten legten die Magic dann mit ihren gefürchteten Würfen jenseits der Dreierlinie los. Innerhalb von sechs Minuten bauten Anthony Johnson, Lewis, Nelson, Mickael Pietrus und Hedo Türkoglu mit ihren Dreiern und Würfen aus der Mitteldistanz ihre 79:72-Führung auf 97:74 aus.

Am Ende standen elf erfolgreiche Dreier bei 31 Versuchen auf dem Spielberichtsbogen.

Selbstvertrauen macht den Unterschied

"Wir haben gegen Boston (Spielbericht) nicht gut gespielt", sagte Howard, der sich immer wieder zwei oder sogar drei Gegenspielern gegenüber sah und dadurch den Schützen von Außen viel Raum bot.

"Aber heute haben wir unser Spiel durchgezogen. Wir sind mit viel Selbstvertrauen aufgetreten, und das ist auch das, was wir gegen Topteams machen müssen."

Phoenix Suns - San Antonio Spurs 104:114

Manu Ginobili hat den 14 Trainern der Western Conference gezeigt, dass sie einen Fehler gemacht haben, ihn nicht für das All-Star Game zu nominieren. Der Argentinier führte seine San Antonio Spurs zu einem 114:104-Auswärtssieg bei den Phoenix Suns. Ginobili verwandelte dabei alle 18 Versuche von der Freiwurflinie.

Die beiden All-Stars Tony Parker und Tim Duncan steuerten zudem 26 bzw. 20 Zähler zum Erfolg bei.

Bei den Suns zeigte "Oldie" Grant Hill mit 20 Punkten eine ansprechende Leistung. Amare Stoudemire war mit 28 Zählern Phoenix' bester Werfer.

Shaq überholt "The Dream"

Für Shaquille O'Neal und Steve Nash war die Partie trotz der Niederlage etwas Besonderes. Das Duo verbesserte sich in den ewigen Bestenlisten.

Shaq erzielte 13 Punkte und verdrängte mit 26.947 Zählern Hakeem "The Dream" Olajuwon in der Punkteliste von Rang sechs, Nashs 18 Assists ließen ihn in der Statistik den elften Platz einnehmen. Mit 7161 Vorlagen überholte er seinen Trainer Terry Porter und nimmt nun Rang elf ein.

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