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Wachablösung: Jason Kidd (l.) steht diesmal nicht im All-Star Game, Devin Harris debütiert © getty

Statt Jason Kidd rückt Devin Harris, den Dallas im Trade abgab, ins All-Star Game. Bei den Guards im Westen entstehen Härtefälle.

Von Michael Spandern

München - Die Fans wählen die Starter nach ihren Vorlieben, die Trainer sind gehalten, die Reservisten im All-Star Game nach deren sportlicher Klasse zu bestimmen. Spieler aus ihrem eigenen Team dürfen sie daher nicht nominieren.

Umso trefflicher lässt sich nach der Nominierung der Reservisten streiten, ob sie zu Recht zum 58. All-Star Game nach Phoenix reisen - aber wohl kaum über Dirk Nowitzki, dessen Durchschnittswerte (25,7 Punkte, 8,4 Rebounds, 2,3 Assists) nahe an seiner MVP-Saison 2006/07 sind.

Neben dem Würzburger (Artikel: Nowitzki - Der Grenzfall) kommen als All-Stars der Western Conference die Guards Brandon Roy, Chauncey Billups und Tony Parker, die Forwards Pau Gasol und David West sowie Center-Dino Shaquille O'Neal von der Bank.

Erstmals drei Magic-Akteure

Von den Fans waren Kobe Bryant, Chris Paul, Tim Duncan, Amare Stoudemire und Yao Ming im Online-Voting als Starter bestimmt worden. 58321(DIASHOW: Das sind die Starter)

Im Osten sind es die Guards Joe Johnson, Jameer Nelson und Devin Harris sowie die Forwards Danny Granger, Paul Pierce, Chris Bosh und Rashard Lewis, welche die Starter Allen Iverson, Dwayne Wade, LeBron James, Kevin Garnett und Dwight Howard begleiten.

Mit Center-Superman Howard, der erstmals die Drei-Millionen-Marke an Fan-Stimmen geknackt hatte, Nelson und Lewis stehen erstmals drei Spieler der Orlando Magic in einem All-Star Game. Die Vorjahresfinalisten Boston Celtics und Los Angeles Lakers stellen mit Garnett und Pierce bzw. Bryant und Gasol jeweils zwei Spieler. 61424(DIASHOW: All-Star Game - Die zweite Wahl)

Überangebot von Spitzen-Guards

Das gilt auch für den Gastgeber Phoenix Suns, der sich neben Stoudemire auf Showman O'Neal freut, der nach der Zwangspause im vorigen Jahr zu seinem 15. Auftritt als All-Star kommt.

Dafür trifft es seinen Vorlagengeber Steve Nash, hart: Der zweimalige Liga-MVP fällt dem Überangebot an hervorragenden Guards im Westen zum Opfer.

So ergeht es auch Olympiasieger Deron Williams (Utah Jazz), Manu Ginobili (San Antonio Spurs), Tracy McGrady (Houston Rockets) und Nowitzkis Teamkollegen Jason Kidd, der nach neun Teilnahmen wieder zuschauen muss.

Gescheitert - trotz Millionen Fans

McGrady, der von den Fans 1.678.516 Stimmen erhalten hatte, ist der beliebteste Spieler, der zum Zuschauen verdammt ist, und neben Olympiasiegern Vince Carter (1,239,613) und Carmelo Anthony (1.337.519) einer von drei Nicht-Berücksichtigten mit mehr als einer Million Stimmen.

Bei Anthony ist dies erstaunlich, lieferte er doch nicht nur seinen Teil zum Gold der USA in Peking, sondern auch zur Spitzenposition der Denver Nuggets in der Northwest Division.

Stattdessen kommt jedoch der pflegeleichtere David West von den New Orleans Hornets zu seiner zweiten Nominierung.

Debüt für einen Ex-Maverick

Ebenso fehlt der amtierende Rookie of the Year: Doch bei Kevin Durant, momentan sechstbester Scorer der NBA (24,8 Punkte pro Spiel) fällt die rabenschwarze 11:35-Bilanz seiner Oklahoma Thunder ins Gewicht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Im Osten, wo überraschend kein zweiter Center neben Howard nominiert wurde, hat sich Danny Granger von den Indiana Pacers seinen ersten Auftritt im All-Star Game verdient. Er erzielt 25,8 Punkte pro Spiel und ist ein Kandidat auf den Titel des meistverbesserten Spielers.

Neben Granger debütieren New Jerseys Devin Harris, der bis Februar 2008 bei den Dallas Mavericks unter Vertrag stand, sowie Orlandos Jameer Nelson.

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