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Jason Terry sorgte mit seinen beiden spektakulären Aktionen für eine tobende Halle © getty

Dirk Nowitzki landet bei Dallas' internen Scorerwertung gegen Portland nur auf Rang vier. Jason Kidd überholt eine NBA-Legende.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Die Brandrede von Rick Carlisle zeigt Wirkung: Die Dallas Mavericks sind nach der scharfen Kritik des Trainers auf einem Höhenflug.

Gegen die Portland Trail Blazers feierten die Mavericks den vierten Sieg in Serie seit jenen harschen Worten ihres Trainers. Beim 104:99 erzielten sie dabei zum vierten Mal über 100 Punkte und hielten den Gegner unter jener Grenze.

"Wir glauben an uns selbst. Wir glauben, dass wir Spiele sowohl im Angriff als auch über die Verteidigung gewinnen können", sagte der von Carlisle in die Pflicht genommene Jason Kidd.

"Wir spielen im Moment auf einem sehr hohen Level und haben jede Menge Spaß da draußen", beschrieb der Point Guard das Erfolgsrezept gegen die Trail Blazers.

Geschlossene Mannschaftsleistung

Mit zehn Assists und sieben Rebounds und sieben Punkte hatte der Spielmacher der Mavericks großen Anteil am Sieg seiner Mannschaft. "Jason hat den Jungs Selbstvertrauen eingeimpft, selbst als es mal nicht so gut gelaufen ist", lobte auch Carlisle den 35-Jährigen.

Doch es war nicht Kidd allein, der überzeugte. Es war die gesamte Mannschaft.

Josh Howard führte mit 23 Punkten die interne Scorerwertung der Mavericks an. 15 seiner 23 Zähler erzielte der Small Forward dabei in den ersten 15 Minuten. Dirk Nowitzki musste sich hinter Jason Terry (20 Zähler) und Brandon Bass (19) diesmal mit 16 Punkten zufrieden geben. Allerdings schnappte sich der Würzburger noch elf Rebounds.

Antoine Wright war mit elf Zählern der fünfte Mavericks-Akteur, der zweistellig punktete.

Terry lässt Halle toben

Vor allem nach Howards starker Phase und mit Beginn des zweiten Viertels legten die Mavericks zu. Aus einem 27:29 nach den ersten zwölf Minuten drehten sie eine 57:45-Pausenführung.

Allerdings kamen die Trail Blazers sieben Minuten vor Schluss noch einmal auf 81:86 heran.

Doch dann sorgte Terry mit zwei wichtigen Aktionen wieder für einen komfortableren Vorsprung. Erst bediente er Kidd für einen offenen Dreier, anschließend blockte er Jerryd Bayless? Dreier-Versuch und verwandelte Kidds Pass im Fastbreak mit einem Korbleger.

Die Halle tobte.

Trail Blazers holen auf

Wer allerdings dachte, die Partie wäre entschieden, hatte sich getäuscht. Zwar führten die Mavs 27 Sekunden vor End der Partie immer noch mit neun Punkten, doch dann nahm Carlisle seine Stars Nowitzki, Howard und Kidd vom Court.

Zwei schnelle Dreier von Brandon Roy, der mit 26 Punkten Topscorer der Partie war, brachte die Trail Blazers zehn Sekunden vor Schluss auf drei Zähler heran. Carlisle reagierte umgehend und schickte seine drei Starspieler wieder aufs Spielfeld. Mit vier verwandelten Freiwürfen machten Terry und Nowitzki dann den Sack zu.

Nowitzkis "Lieblingsgegner" wartet

"Ich habe die drei rausgenommen, damit sie ein paar zusätzliche Minuten zum Verschnaufen haben", sagte Carlisle vor dem anstehenden Auswärtsspiel in Utah. Denn bereits in der Nacht auf Freitag (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) folgt das Duell in Salt Lake City mit den Jazz. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

An die letzten beiden dürfte Nowitzki weniger gute Erinnerungen haben. Beim Auftritt Ende der vergangenen Saison war er nach einem Foul an Andrei Kirilenko von der Liga für ein Spiel gesperrt worden und hatte auch nach dem Aufeinandertreffen im Dezember wegen eines Ellbogenchecks gegen Matt Harpring eine Sperre von einer Partie abbrummen müssen.

"Wir haben ein starkes Spiel abgeliefert", zeigte sich Carlisle zufrieden, "das Einzige, was mir nicht gefallen hat, ist unser Auftreten in der Verteidigung in den letzten 25 Sekunden."

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