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Spaßvögel: 147-Kilo-Mann Shaquille O'Neal und der 34 kg leichtere Amare Stoudemire © getty

Die Phoenix Suns denken offenbar daran, die All-Stars wegzutauschen. Stoudemire hat sich mit einem Trade wohl schon angefreundet.

Von Michael Spandern

München - Die Phoenix Suns planen genau ein Jahr, nachdem sie Shaquille O'Neal im Tausch für Shawn Marion aus Miami holten, den nächsten großen Trade.

Das titellose Team aus Arizona, das seit Charles Barkleys Zeiten 1993 nicht mehr in den NBA-Finals stand, hat Shaq und seinen anderen All-Star Amare Stoudemire quer durch die Lande feilgeboten, wie "ESPN" aus den Chefetagen von NBA-Teams erfuhr.

Obwohl die Quellen des Sportnetzwerkes nicht von einem unmittelbar anstehenden Deal ausgehen, wächst in der Liga der Glaube daran, dass die Suns zumindest einen ihrer Big Men vor Ende des Transferfensters am 19. Februar wegtauschen.

"Wo ich auch hingehe?"

Amare Stoudemire, der dank 1.460.429 Stimmen der Fans als Starter in sein viertes All-Star Game geht 58321(DIASHOW: Das sind die Starter), hat sich mit einem eventuellen Abgang offenbar schon angefreundet.

"Ich weiß ganz sicher, wo ich auch hingehe, werden wir definitiv in den Playoffs ein Wörtchen mitreden. Ich bringe eine Menge Qualität mit", zitiert "The Arizona Republic" den 26-jährigen Forward.

Angeblich wären die Suns aber nur zu einem Trade bereit, wenn sie einen Spieler mit einem nicht zu hoch dotierten, auslaufenden Vertrag und ein Talent oder einen Draftpick bekommen.

Mindestens drei Ost-Teams angesprochen

"ESPN"-Experte Chad Ford berichtet unter Berufung auf den General Manager eines Suns-Konkurrenten, dass Phoenix in der kommenden Saison 40 Millionen Dollar weniger Gehalt zahlen möchte.

Stoudemire verdient 2009/10 über 16 Millionen, Shaq exakt 20 Millionen Dollar. Der zweimalige MVP Steve Nash kommt da mit 13,13 Millionen deutlich günstiger.

Nähere Gespräche soll es mit den Chicago Bulls, Miami Heat, Detroit Pistons und Portland Trail Blazers gegeben haben.

Vier "Bullen" als Gegenwert?

Das stärkste Interesse haben demnach die Bulls und die Heat gezeigt. Miami könnte für Stoudemire den nur noch in dieser Saison unter Vertrag stehenden Shawn Marion zurückgeben und ihren aktuellen Nummer-2-Draftpick Michael Beasley dazulegen.

Die Bulls, so spekuliert Chad Ford, würden für Amare gern die talentierten Tyrus Thomas, Thabo Sefolosha und Cedric Simmons sowie den reboundstarken Haudegen Drew Gooden hergeben.

Die Dallas Mavericks gelten eher als Kandidat, sich O'Neal zu angeln. Dafür könnten sie den alternden Jason Kidd, dessen Vertrag ausläuft, abgeben und Jason Terry als Spielmacher aufstellen. Während das für die Mavs 2009/10 äußerst teuer wird, könnten die Suns Kidd einfach entlassen.

Mit Nowitzki ein Titelkandidat

Obwohl Cuban einen Trade von Dirk Nowitzki ("Ich bin nicht unantastbar") wiederholt ausgeschlossen hat, wäre ein solcher machbar und könnte die Suns, die vor dem 115:105-Sieg gegen Golden State acht ihrer vergangenen zwölf Partien verloren und aus den Playoff-Rängen rutschten, prompt in einen Titelkandidaten verwandeln. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

Als Tauschobjekt aus Phoenix kämen Stoudemire und Rookie-Center Robin Lopez in Frage, die die Mavs unter dem Korb verstärken würden.

Allerdings wäre der Sparplan der Suns ad absurdum geführt: Statt das Gehaltsbudget zu kürzen, müssten sie fast 1,4 Millionen Dollar mehr zahlen.

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