

Dirkules wirkungslos: "Es sieht grauenvoll aus"
Von Barnabas Szoecs
München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben ihre Negativserie auch vor eigenem Publikum nicht stoppen können und gegen Denver ihr fünftes NBA-Saisonspiel in Folge verloren.
Das 85:106 (37:45) war bereits die 18. Pleite für die Texaner im 30. Liga-Spiel - und Dirk Nowitzkis erste Heimschlappe nach seiner langen Verletzungspause. ( DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)
Der noch nicht hundertprozentig fitte Würzburger, dem Dallas-Coach Rick Carlisle vor der Partie zwischen 18 und 30 Minuten Einsatzzeit zumuten wollte, kam gegen die Nuggets letztlich auf 18 - und unterirdische fünf Punkte.
Seine letzten sechs Versuche aus dem Feld vergab Nowitzki allesamt. Das letzte Viertel verfolgte der 34-Jährige bei seinem dritten Saisonauftritt nach seiner Rückkehr von der Mavericks-Bank. ( SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)
"Ich war zu langsam"
"Ich war zu langsam", kommentierte der Deutsche seine Leistung, wohl wissend um seine fehlende Spielpraxis: "Ich hätte keine Kraft in meinem Sprungwurf. Das letzte Quäntchen fehlt noch."
Für Dallas steht damit die schlechteste Serie seit fast zwei Jahren zu Buche. Im Januar 2011 hatten die Mavs sechs Spiele nacheinander verloren. (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)
Mayo mit 15 Punkten
Der Champion von 2011 muss als Zwölfter der Western Conference mehr denn je um die Playoffs zittern.
Als bester Schütze der Gastgeber entpuppte sich O.J. Mayo mit 15 Punkten. Nowitzkis Nationalmannschaftskollege Chris Kaman folgte mit zwölf Zählern.
"Es sieht grauenvoll aus"
Dass Nowitzki bei seinem Comeback im American Airlines Center mit stehenden Ovationen des Publikums empfangen wurde, dürfte nur ein schwacher Trost gewesen sein. (DIASHOW: Die Bilder der 9. Woche)
Dennoch: Seiner Topform kommt Nowitzki immer näher - trotz der aktuellen Mini-Misere: "Dies sind meine ersten Spiele seit länger Zeit. Es sieht alles ziemlich grauenvoll aus. Aber ich muss weiter kämpfen und im Training hart arbeiten. Dann werde ich wieder meine Form finden."
Gallinari brennt Feuerwerk ab
Bestens in Form hingegen zeigte sich in Dallas Nuggets-Forward Danilo Gallinari.
Dem Italiener gelangen 39 Punkte und somit das beste NBA-Spiel seiner Karriere. Allein 21 Zähler steuerte er mit Drei-Punkte-Würfen bei. Kollege Andre Iguodala kam auf 20 Punkte.
Teamübergreifend versenkte Denver zwölf seiner 28 Versuche aus der Distanz - knapp 43 Prozent.
Miserable Mavs-Trefferquote
Ganz anders sah es bei Dallas aus: Allein Mayo vergab vier von fünf Dreierversuchen, Vince Carter sogar fünf von sechs.
Insgesamt traf Dallas nur 20 Prozent seiner Dreier, auch die magere Trefferquote von 37,5 Prozent aus dem Feld erklärt die blasse Darbietung.
Entsprechend resümierte Nuggets-Coach George Karl nach dem Spiel treffend: "Unsere Würfe sind ziemlich gut gekommen. Iguodala sind mehrere Würfe vor Ablauf der Uhr gelungen, die Dallas schwer zugesetzt haben."
Keine Chance unter dem Brett
Auch die miserable Rebound-Quote der Mavericks spiegelt deren Saisonverlauf schonungslos wider: Nur 43 Rebounds standen nach der Partie für Dallas zu Buche, die Nuggets räumten 60 Mal unter dem Brett ab.
Alleine Denver-Forward Kenneth Faried kam auf 19 Rebounds. Zusammen mit elf Punkten machte er das Double-Double perfekt.
Carlisle: "Wir können es schaffen"
"Mit simplem Reden wird das Problem nicht gelöst", sagte Carlisle: "Aber ich weiß, wir können es schaffen."
Doch das größte Problem für die Mavs bleibt der Rückstand ihres Leaders Dirk Nowitzki. "Für ihn war es heute zu viel", verteidigte Carlisle den Superstar: "Wir hatten zwei Spiele in zwei Tagen, dennoch humpelt Dirk nicht oder Ahnliches. Aber er kann uns momentan nicht das geben, was alle von ihm erwarten."