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Joakim Noah (r.) war von Nowitzki ganz besonders beeindruckt. © getty

Wieder ist es Nowitzki. Der Superstar spielt überragenden Basketball und besiegt und lässt die Mavericks am Ende knapp jubeln.

Von Dustin Werk

München - Wieder einmal legten die Dallas Mavericks ihr Glück in die Hände ihres Superstars.

Und Dirk Nowitzki enttäuschte sie nicht.

Mit Jason Terry verletzt draußen und Josh Howard wegen Foulproblemen lange auf der Bank, übernahm "Dirkules" nach holprigem Start das Kommando und erlegte die Bulls fast im Alleingang.

Nach Ende des115:114- Erfolg nach Verlängerung schwärmten nicht nur die eigenen Fans vom MVP.

Dirk trifft nichts

In der ersten Halbzeit lief nicht viel zusammen für den All-Star der Mavs. Nur einer der ersten neun Versuche fand auch den Korb. Dennoch hielt Dallas den Anschluss und beendete das erste Viertel mit 20:24.

Kurz vor der Pause dann der Schock. Jason Terry kann sich selbst nicht erklären, wie es passierte, aber der zweitbeste Scorer der Mavs brach sich einen Knochen in der Hand und fällt für eine unbestimmte Zeit aus.

"Er hatte beinahe Tränen in den Augen, so sehr kümmert er sich", erzählte Nowitzki über Terry.

"Wir haben ihm gesagt, dass wir dieses Spiel für ihn gewinnen. Er ist der beste sechste Mann in der NBA und wir werden ihn schmerzlich vermissen."

"Unglaubliche Leistung"

Da auch Josh Howard früh in arge Foulprobleme geriet und lange auf der Bank sitzen musste, sprang Nowitzki in die Bresche. Bis dahin hatte er nur fünf seiner 15 Würfe verwandelt.

Sein Trainer Rick Carlisle sagte nach dem Spiel: "Unglaubliche Leistung. Er ist geduldig geblieben und seine Würfe waren phänomenal."

Die Bulls versuchten mit vielen taktischen Varianten und Mitteln Nowitzki zu bremsen, aber dieser war an einfach nicht zu stoppen.

"Deswegen ist er ein Superstar", sagte Bulls-Coach Vinny Del Negro.

Barea gut dabei

Unterstützt wurde Dirk von Jose Barea. Der kleine Puerto Ricaner machte wichtige Körbe und kam am Ende als zweitbester Maverick auf zwanzig Punkte.

Nowitzki beendete die erste Halbzeit mit sechs Punkten in Serie. Zur Pause stand es 48:50.

Spannung kurz vor Schluss

Mit 2:48 auf der Uhr lag Dallas noch mit 90:95 hinten, aber Jason Kidd sorgte mit seinen ersten Punkten im Spiel 13 Sekunden vor Schluss mit einem Dreier für den 97:97 Ausgleich.

Der letzte Wurf von Rookie Derek Rose hüpfte ein paar Mal auf dem Ring, entschied sich aber nicht durch das Netz zu fallen.

Nowitzki-Time in der Verlängerung

In der Verlängerung traf Nowitzki gleich die ersten drei Jumper für die Texaner.

Die Mavs vergrößerten den Vorspung auf 111:105. Die Bulls verkürzten jedoch noch auf 113:111, aber ein eiskalter Nowitzki verwandelte mit knapp zwei Sekunden noch zu spielen die entscheidenden zwei Freiwürfe.

Der abschließende Dreier von Tyurs Thomas war demnach nur noch Ergebniskorrektur.

30. Saisonsieg

Mit 14 Punkten allein in der Verlängerung sicherte Nowitzki den Mavericks den 30. Saisonsieg. Am Ende standen 16 von 34 getroffene Würfe und elf von elf Freiwürfe auf seinem Konto. Zudem fischte er neun Rebounds und blockte drei Würfe.

Auf Seiten der Bulls waren Ben Gordon mit 28 und Tyrus Thomas mit 23 Punkten die erfolgreichsten Korbjäger.

Noah zeigt sich beeindruckt

Besonders ein Gegenspieler zeigte sich nach der Partie beeindruckt:

"Es war verrückt", verzweifelte Joakim Noah, einer von vielen Bulls, die versuchten Nowitzki zu verteidigen.

"Er verfehlt neun von zehn, dann trifft er zehn schwere Würfe in Folge. Ich habe bei einigen Würfen gedacht, niemals geht der rein."

Nowitzki selbst hatte auch noch eine Erkärung parat.

"Ich musste einfach aggressiv bleiben und meinen Wurf suchen, vor allem mit Terry verletzt draußen."

Für die Mavericks geht am Dienstag zu Hause gegen die Sacramento Kings weiter.

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