

Trotz Pleite: Nowitzki fühlt sich zehnmal besser
Von Florian Pertsch
München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben auch gegen die San Antonio Spurs keinen Sieg eingefahren und kassierten durch das 86:111 (45:57) die sechste Niederlage in Folge.
Im Texas Derby setzten sich die Oldies der Spurs überlegen durch und gewannen ihre fünfte Partie hintereinander.
Superstar Dirk Nowitzki wurde erneut nur als Bankspieler eingesetzt und kam für Dallas in 23 Minuten auf acht Punkte und fünf Rebounds.
"Dirkules" weiter ohne Wurfglück
Besonders der Start ins Spiel verlief für den NBA-Champion des Jahres 2011 bitter (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).
Nowitzki schnappte sich den Ball in der eigenen Hälfte, dribbelte über das ganze Feld zur gegnerischen Dreierlinie und drückte wie in den guten alten Zeiten eiskalt ab ( SERVICE: Der Nowitzki-Watch).
Der einzige Unterschied: der Distanzwurf kam nicht mal bis zum Ring - Airball.
"Ist noch nicht der Alte"
"Ich habe mich zehnmal besser gefühlt, auch wenn ich es nicht zeigen konnte", sagte Nowitzki: "Ich habe mich viel besser bewegt, nur mein Wurf hat noch nicht funktioniert."
"Er ist noch nicht der alte Dirk Nowitzki", befand Spurs-Coach Gregg Popovich: "Er ist einer besten Spieler, den dieser Sport je gesehen hat, aber er braucht eben noch Zeit. Für eine Mannschaft ist es nie leicht, wenn so ein wichtiger Spieler lange verletzt ist und dann mitten in der Saison zurück kommt."
Carlisle nimmt Team in die Pflicht
Coach Rick Carlisle versprach unterdessen, Nowitzki langsam aufzubauen, auch wenn Dallas seinen Führungsspieler derzeit dringend brauche: "Solange Dirk von der Bank kommt, müssen wir Leute finden, die die Stellung halten und uns auch mal in Führung bringen."
Bester Werfer der Mavs war diesmal Spielmacher Darren Collison, der auf 18 Zähler und acht Assists kam ( DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).
Mayo weiterhin mit katastrophaler Quote
Elton Brand steuerte als Bankspieler mit 14 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double bei. O.J. Mayo erwischte einen rabenschwarzen Tag und traf nur vier seiner 14 Wurfversuche (8 Punkte).
Der Mavs-Topscorer blieb zum dritten Mal in vier Spielen unter zehn Punkten und wurde gegen die Spurs bei zwei Dreipunktwürfen von Danny Green geblockt.
Bei der Mannschaft von Spurs-Trainer Popovich sorgte einmal mehr die alte Garde für den Erfolg (DIASHOW: Die Bilder der 9. Woche).
Spielmacher Tony Parker erzielte 21 Punkte und verteilte neun Assists, Tim Duncan lieferte mit 18 Punkten und zehn Rebounds sein 16. Double-Double der Saison ab.
Parker lobt Teamleistung
"Die Konzentration des Teams war beeindruckend, gerade nachdem wir Dallas zuletzt deutlich geschlagen haben. Das Passspiel war gut, die Wurfauswahl ebenfalls, und die Defense war großartig", lobte Parker die Leistung der Spurs.
Manu Ginobili unterstützte seine Kollegen als Bankspieler mit 20 Zählern und sorgte vor allem in den entscheidenden Phasen der Partie für Punkte.
Mitte des dritten Viertels kam Dallas auf fünf Zähler heran, doch der Argentinier drückte gnadenlos hinter der Dreierlinie ab und beendete die Aufholjagd der Mavs.
Ginobili zeigt keine Nerven
"Wir spielen momentan sehr konstant und haben ihnen keinen Lauf gegönnt. Ihre Dreipunktwürfe sind heute nicht gefallen", analysierte Ginobili, der auch zum Ende des zweiten und dritten Abschnitts die Würfe in letzter Sekunde verwandelte.
Der 35-jährige Guard traf mit seinem Hinweis auf Dallas' Distanzwurfschwäche einen wunden Punkt, denn lediglich einer der 16 Versuche fand sein Ziel.
Dallas verliert Anschluss
Durch den Sieg bleiben die Spurs mit einer Bilanz von 24 Siegen bei acht Niederlagen den Los Angeles Clippers und den Oklahoma City Thunder in der Western Conference als Drittplatzierte dicht auf den Fersen.
Dallas hingegen verliert mit der 19. Niederlage bei nur zwölf Siegen den Anschluss an das Mittelfeld im Westen. Als nächstes müssen die Mavericks beim schlechtesten Team der NBA, den Washington Wizards (Mittwoch, ab 0 Uhr LIVESCORES) , antreten.