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Der Neuzugang der Bucks, Keith Bogans (l.) kann Rip Hamilton nicht stoppen © getty

Rip Hamilton und Ramon Sessions sorgen für eine historische Nacht in Milwaukee. Denver erlebt in New Jersey eine derbe Pleite.

Von Dustin Werk

München - Die Partie zwischen den Detroit Pistons und Milwaukee Bucks sollte eine denkwürdige werden.

Richard Hamilton stellte dabei einen Klubrekord für Detroit auf und auch Bucks-Point-Guard Ramon Sessions sorgte beim 126:121-Sieg der Pistons nach Verlängerung für eine Karriere-Bestleistung.

Bei der knappen Partie waren auch Allen Iverson mit 27 Punkten und vor allem Rasheed Wallace (ebenfalls 27 Zähler) sehr treffsicher.

Rekord von Hamilton

Der Mann des Abends war dennoch "Rip" Hamilton: Der Shooting Guard hat sich langsam an die Rolle des sechsten Mannes bei den Pistons gewöhnt.

Gegen die Bucks schenkte er 38 Punkte ein und stelle damit einen neuen Punkte-Rekord auf. Noch nie hat ein Einwechselspieler der Pistons so viele Punkte erzielt.

Hamilton, der zu Saisonbeginn in der Starting Five stand, hat sich mittlerweile mit seiner neuen Rolle angefreundet:

"Der Fakt, dass ich jetzt von der Bank komme, lässt mir keine Zeit zum Warmwerden. Ich muss jetzt heiß auf das Feld kommen."

Großen Anteil hatte auch Power Forward Wallace. Er traf sieben von zehn Drei-Punkte-Würfe und beendete das Spiel ebenfalls mit 27 Punkten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Er war heiß"

Iverson analysierte nach dem zweiten Sieg in Folge: "Wir haben mitbekommen, dass Rip ein heißes Händchen hatte. Wir mussten ihm nur den Ball geben."

Am Ende traf Hamilton 15 seiner 25 Würfe und alle seine sechs Freiwürfe.

"Als die Bucks versuchten Rip seinen Wurf zu nehmen, konnten wir durch mich und die Big Mans nach dem Pick and Roll punkten", sagte "The Answer"

In der Tat waren Hamilton und Iverson für 15 der 17 Punkte in der Overtime verantwortlich.

Siegchange verworfen

Dabei hatte Hamilton schon die Möglichkeit das Spiel nach den regulären 48 Minuten beim Stand von 109:109 zu beenden, aber sein offener Jumper kreiste um den Ring und sprang doch noch heraus.

Zuvor vergab Milwaukees Sessions einen seiner zwei Freiwürfe zur möglichen Führung.

Dennoch stellte er mit 44 Punkten eine Karrierebestleistung auf.

"Mir wäre ein Sieg lieber gewesen, als meine anstelle meiner Karrierebestleistung", gab sich der 22-Jährige enttäuscht. Hamilton hatte aber warme Worte für den Unterlegenden: "Er war großartig. 44 Punkte von einem Point Guard gegen uns ist verrückt."

Bei 121:124 hatte Buck Richard Jefferson mit einem Dreier aus der Ecke die Möglichkeit das Spiel auszugleichen, aber sein Wurf sprang vom Ring und zwei Freiwürfe besiegelten das Spiel.

New Jersey Nets - Denver Nuggets 114:70

In New Jersey setzte es für die Denver Nuggets ein Debakel. Die 70:114- Pleite bedeute die höchste Niederlage seit April 1997.

"Manchmal kommt man einen Schritt zu spät. Heute waren wir zwei Schritte zu spät", versuchte Nuggets-Coach George Karl die Klatsche zu erklären.thema

Bester Spieler der Gastgeber war Devin Harris mit 28 Zählern und fünf Assists. Auf Seiten der Nuggets war Carmelo Anthony mit nur 15 Punkten bester Scorer.

Insgesamt trafen die Nuggets nur 26 ihrer 73 Versuche aus dem Feld, was einer unterirdischen Quote von 35, 6 % entspricht.

Die Nets halten mit einer Bilanz von 24:27 den achten und letzten Playoff-Platz im Osten. Denver bleibt mit 34:17 weiter auf dem dritten Rang im Westen.

Die Weiteren Ergebnisse:

Atlanta Hawks - Los Angeles Clippers 97:121

Beste Werfer: Joe Johnson, Marvin Williams 17 Punkte - Al Thornton 31 Punkte

Philadelphia 76ers - Miami Heat 94:84

Beste Werfer - Andre Miller, Marreese Speights 15 Punkte - Dwyane Wade 21 Punkte

Memphis Grizzlies - Toronto Raptors 78:70

Beste Werfer: Hakim Warrick, O.J. Mayo 16 Punkte - Jose Calderon 18 Punkte

Houston Rockets - Minnesota Timberwolves 107:90

Beste Werfer: Yao Ming 30 Punkte - Al Jefferson 36 Punkte

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