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Kevin Durant (l.) wurde 2010 zum MVP der Weltmeisterschaft gewählt © getty

Oklahoma Citys Topscorer wird gegen Brooklyn zum ersten Mal in seiner Karriere vom Platz gestellt. Curry schießt die Clippers ab.

Von Eric Böhm

München - Die Brooklyn Nets haben beim Vize-Meister ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Gegen die Oklahoma City Thunder setzte sich die Truppe von Interimscoach P.J. Carlesimo mit 110:93 (61:45) durch und beendete die zwölf Spiele andauernde Siegesserie der Gastgeber.

Die Entscheidung war gefallen, als Thunder-Star Kevin Durant wegen Meckerns zum ersten Mal in seiner Karriere des Feldes verwiesen wurde.

"Ich habe nach einem Foul nur gesagt, dass es eine schlechte Entscheidung war. Ich war frustriert und emotional, aber die schmeißen dich eben heutzutage sehr schnell raus", sagte Durant.

Nets mit furiosem Endspurt

Vorher hatte der dreimalige NBA-Tospcorer sein Team mit 27 Punkten nach einem 23-Zähler-Rückstand im zweiten Viertel ins Spiel zurückgebracht.

Kevin Martin schaffte sogar den 85:85-Ausgleich, ehe Brooklyn zurückschlug. Dank eines 23:9-Laufes in den Schlussminuten gelang den Nets der ersehnte Big Point ( 657192 DIASHOW: Die Bilder der 10. Woche ).

"Aus irgendwelchen Gründen hatten wir in San Antonio nicht dieses Feuer. Daraus haben wir gelernt. Heute war es da", lobte Calesimo.

Brandrede zeigt Wirkung

Der 63-Jährige, der einst durch Latrell Spreewells Würgegriff berühmt wurde, hatte sein Team nach der Klatsche bei den Spurs mächtig zusammengefaltet.

"Das hat geholfen. Wir brauchten diesen Weckruf. Es hat sich auf das Spiel übertragen. Wir haben gut verteidigt und den Ball laufen lassen", sagte All-Star Joe Johnson (33 Punkte).

Für Carlesimo war es ein besonders süßer Erfolg. 2008 war er nach dem Umzug aus Seattle von den Thunder als Cheftrainer entlassen worden.

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Wallace bringt Feuer

Neben Johnson waren Deron Williams (19 Zähler, 13 Assists) und Center Brook Lopez (25 Punkte) die Matchwinner der Gäste (SERVICE: Die Tagesbesten).

Für den Coach war aber die Rückkehr des Flügelspielers Gerald Wallace entscheidend. Der Routinier musste zuletzt wegen einer Knieprellung pausieren.

"Gerald ist ein Monster. Er reißt das Team mit seiner Leidenschaft mit. Ohne ihn tun wir uns sehr schwer", sagte Carlesimo.

Durant hadert

Trotz ihrer dritten Heimniederlage verteidigten die Thunder (24 Siege - 7 Niederlagen) ihren Spitzenplatz in der Western Conference. Die Nets (17:15) sind im Osten Siebter (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Olympiasieger Russell Westbrook sammelte 26 Zähler und zehn Assists. Insgesamt 19 Ballverluste plagten Oklahoma City.

"Wir haben das Spiel nicht im Angriff verloren. Wir haben keine Defense gespielt, dann kannst du nicht gewinnen", haderte Durant.

SPORT1 fasst weitere Partien aus der NBA zusammen:

Boston Celtics - Memphis Grizzlies 83:93

Die Memphis Grizzlies verpassten den Boston Celtics beim 93:83 (50:41) die vierte Niederlage in Folge.

Point Guard Mike Conley Jr. zeigte dank 23 Punkten und sechs Assists eine starke Leistung. Er stellte Bostons Spielmacher Rajon Rondo (11 Zähler, 10 Assists) klar in den Schatten.

"Es gibt kein schöneres Gefühl, als bei einem Team zu gewinnen, mit dem du den Titel geholt hast", freute sich Grizzlies-Guard Tony Allen (15 Zähler) - 2008 wurde er mit den Celtics Meister.

Bradley ist zurück

Memphis kontrollierte die Partie spätestens ab dem zweiten Viertel und ließ die Celtics nicht mehr herankommen.

Immerhin gab Bostons lange verletzter Guard Avery Bradley sein Saisondebüt. Dafür rückte Ex-Maverick Jason Terry (8 Punkte) wieder in seine angestammte Rolle des Sixth Man.

"Was auch immer bei uns falsch läuft, es wird sich nicht an einem Tag korrigieren lassen", sagte Trainer Doc Rivers. Nur Kapitän Paul Pierce (17 Zähler) überzeugte.

Golden State Warriors - Los Angeles Clippers 115:94

Nach zuvor 17 Siegen in Serie kassierten die Los Angeles Clippers mit dem 94:115 (49:61) bei den Golden State Warriors die zweite Pleite hintereinander.

Steph Curry (28 Punkte) und David Lee (24 Zähler, 12 Rebounds) waren die besten Schützen der Warriors. Bei den Gästen erreichte einzig Chris Paul (23) eine gute Ausbeute.

"Meine beiden Jungs müssen All-Stars werden. Ansonsten verstehe ich die Welt nicht", sagte Warriors-Coach Mark Jackson - seit 1997 wartet Golden State auf eine solche Auszeichnung.

Sterling-Schock lähmt Clippers

Die Clippers litten auch unter dem plötzlichen Tod des Sohnes ihres Eigentümers Donald Sterling. Der 32-jährige Scott Sterling starb am Dienstag offenbar an einer Überdosis Drogen.

"Das hat natürlich alle geschockt. Es war, als wären wir gegen eine Wand gelaufen. Sie waren in allen Bereichen besser", sagte Blake Griffin (nur 10 Punkte).