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Carmelo Anthony (M.) stammt aus Brooklyn und kam 2011 aus Denver Nach New York © getty

In New York gibt es für San Antonio nichts zu holen. Jackson verletzt sich bei einer kuriosen Aktion. Die Wolves verlieren Love.

Von Eric Böhm

München - Nach zwei Niederlagen in Folge haben die New York Knicks im Ost-West-Gipfel ein Ausrufezeichen gesetzt.

Der Zweitplatzierte der Eastern Conference schlug die San Antonio Spurs 100:83 (42:40) und beendete die sieben Spiele andauernde Siegesserie der Texaner.

Superstar Carmelo Anthony war mit 23 Punkten und acht Rebounds der herausragende Akteur (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

"Sie wollten mit aus dem Spiel nehmen, aber wir haben den Ball sehr gut bewegt und unsere offenen Würfe versenkt. Jeder hat seinen Job gemacht", bilanzierte Anthony.

Melo auf Ewings Spuren

"Melo" ist erst der sechste Spieler in der langen Knicks-Geschichte, der in 20 aufeinanderfolgenden Partien mindestens 20 Punkte sammelte. Zuletzt gelang dies Amare Stoudemire (2010/2011) und Legende Patrick Ewing (1989/1990).

J. R. Smith steuerte 20 Zähler bei und fügte damit seiner Bewerbung zum besten Sixth Man der Saison ein weiteres Argument hinzu. Zuvor hatte er in vier Spielen in Folge jeweils 25 Punkte markiert ( 657192 DIASHOW: Die Bilder der 10. Woche ).

"J.R. hat unglaubliche Sachen drauf. Er ist von Natur aus ein Freak", schwärmte Center Tyson Chandler, der mit 10 Zählern und 14 Rebounds sein gewohntes Double-Double lieferte.

"Habe es kommen sehen"

Einen 15:2-Lauf zu Beginn des Schlussabschnitts brachte den Knicks den entscheidenden 82:62-Vorsprung. Insgesamt schenkten sie den Spurs zwölf Dreier ein.

Bei den Gästen lief im Angriff nicht viel zusammen. Gary Neal (12), Tony Parker und Tim Duncan (beide 11) waren die besten Schützen, blieben aber deutlich unter ihren Möglichkeiten.

"Ich habe es kommen sehen. Bei uns war nucht genug Benzin im Tank. Ihre Verteidigung war gut, dann haben sie auch noch angefangen von außen zu treffen. Das war zu viel", bilanzierte Trainer Gregg Popovich.

[kaltura id="0_wp0by5zg" class="full_size" title="Spurs Star st rzt ber Kellnerin"]

Kuriose Verletzung bei Jackson

Nach der Energieleistung am Tag zuvor in Milwaukee (117:110-Erfolg) waren die Routiniers einfach nicht frisch genug.

Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Guard Stephen Jackson am Knöchel. Er stolperte nach einem Wurf an der Seitenlinie über eine Kellnerin, die offenbar gerade die Bestellung von New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg aufnahm.

Während "Captain Jack" sich nach dem Spiel nicht äußern wollte, wollte auch Popovich zu der Aktion oder der Verletzung nicht Stellung nehmen.

Stoudemire macht Fortschritte

San Antonio (26 Siege - 9 Niederlagen) fiel im Westen hinter die L.A. Clippers auf Rang drei zurück (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Bei den Knicks müssen zwar weiter auf Point Guard Raymond Felton (Fingerbruch) verzichten, dafür lieferte der 35-Jährige Rookie Pablo Prigioni (6 Punkte, 9 Assists) eine gute Vorstellung.

Amare Stoudemire tastet sich langsam an seine Topform heran. Im zweiten Saisonspiel nach seiner Knie-OP im vergangenen Jahr sammelte der Power Forward zehn Zähler.

"Wir haben dem Team einen Zusammenschnitt vom Saisonbeginn gezeigt. Damals waren wir die Nummer eins in Abwehr und Angriff. Das hat sich heute ausgezahlt", sagte Coach Mike Woodson.

SPORT1 fasst weitere Partien aus der NBA zusammen:

Denver Nuggets - Minnesota Timberwolves 97:101

Die Minnesota Timberwolves gewannen bei den Denver Nuggets mit 101:97 (47:43), verloren aber ihren All-Star Kevin Love.

Der Power Forward (12 Zähler, 17 Rebounds) zog sich im dritten Viertel eine Fingerprellung an jener rechten Hand zu, die im Oktober operiert werden musste - eine genaue diagnose steht noch aus.

"Kevin sagte, er könne spielen, aber nicht werfen. Da sind wir kein Risiko eingegangen. Das Team hat ihn großartig ersetzt", erklärte Coach Rick Adelman.

In dem extrem ausgeglichenen Team überzeugten besonders die Spielmacher Alex Schwed (17 Punkte) und J.J. Barea. Der Mavericks-Meister von 2011 erzielte zwölf seiner 17 Zähler im letzten Viertel.

Karl sauer

Die Nuggets hatten in Center Kosta Koufos (16 Punkte, 7 Rebounds, 4 Steals) und Aufbauspieler Ty Lawson (16) ihre erfolgreichsten Werfer (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Wir waren heute sehr schläfrig. Minnesota spielte manchmal ohne Love fast noch besser. Dieses Spiel war genauso wichtig, wie das gegen die Clippers", haderte Denvers Trainer George Karl.

Seine Mannschaft hatte zwei Tage zuvor die lange Erfolgsserie der Kalifornier (17 Spiele) gebrochen und war mit den Gedanken offenbar nicht bei den T-Wolves.

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