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Zweitbester Aktiver in dieser Kategorie ist übrigens Dirk Nowitzki mit 20,9 Millionen Dollar. Allerdings hatte der Würzburger vor zwei Jahren einen Maximal-Vertrag ausgeschlossen, damit die Dallas Mavericks noch Geld in andere Spieler investieren können
Der Würzburger Dirk Nowitzki spielt seit 1998 in der NBA für die Dallas Mavericks © imago

Auch Nowitzkis Comeback in der Startformation bringt keinen Erfolg. Gegen die Hornets stellen die Mavs eine Negativ-Serie ein.

Von Hardy Heuer

München/Dallas - Es war der nächste Dämpfer für die Dallas Mavericks:

Gegen die New Orleans Hornets haben die Mavs in eigener Halle die zweite Niederlage in Folge kassiert, das 96:99 (47:40) war zudem die zehnte Overtime-Pleite in Serie.

Dies passierte zuvor in der NBA nur den Atlanta Hawks, Golden State Warriors und Minnesota Timberwolves.

Da half auch das Comeback in der Starting Five von Dirk Nowitzki nicht, der es in 34 Minuten Spielzeit auf 20 Punkte und 6 Rebounds brachte. Reservist Vince Carter unterstützte ihn mit 17 Zählern und 5 Rebounds.

Auf Seiten der Hornets glänzte Point Guard Greivis Vasquez mit 25 Punkten, 9 Assists und 7 Rebounds. (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)

Gordon entscheidet die Partie

Matchwinner der Partie aber war Hornets-Guard Eric Gordon, der wie Nowitzki sein Comeback in der Startformation gegeben hatte. ( 657192 DIASHOW: Die Bilder der 10. Woche )

4,7 Sekunden vor Schluss hatte Gordon New Orleans mit einem Drei-Punkte-Spiel den Sieg gerettet. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Auf der anderen Seite vergab Carter schließlich vor 20.338 Zuschauern mit einem verschossenen Dreier in letzter Sekunde die Chance auf eine zweite Overtime.

"Es gibt einem viel Selbstvertrauen, wenn einem in der Overtime so etwas gelingt", erklärte Gordon.

Nowitzki schwächelt

Zuvor verpasste es Nowitzki 18 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit an der Freiwurflinie, den Sack vorzeitig zuzumachen. Er traf nur einen seiner beiden Freiwürfe. (SERVICE: Der Nowitzki-Watch)

"Offensichtlich bin ich noch nicht soweit. Es ist weiterhin ein Prozess", erklärte Nowitzki:

"Vor allem, wenn du 30 Minuten spielen musst und jedes Mal am Ball gefordert bist. Aber ich arbeite hart, um solche engen Spiele wieder entscheiden zu können." (EXKLUSIV: Dirk Nowitzki im Interview)

[kaltura id="0_icfjkt5w" class="full_size" title="Nowitzki vergibt Siegchance f r die Mavs"]

Cuban kritisiert Schiedsrichter

Bitter waren für Dallas vor allem die Schlusssekunden der Verlängerung. Erst hatte Gordon geschickt das Foul gegen Darren Collison gezogen und gleichzeitig den Ball im Korb untergebracht. Den anschließenden Freiwurf versenkte er zum 99:96.

Dann brachte eine Schiedsrichterentscheidung Mavs-Besitzer Mark Cuban zum Toben. Dallas-Guard O.J. Mayo setzte zum Dreier an und wurde von Gordon bedrängt.

Der Hornets-Guard spielte den Ball mit dem Fuß. Die Unparteiischen entschieden auf Fuß-Spiel, anstatt auf Foul. So gab es für die Mavs nur Einwurf statt drei Freiwürfe - für Cuban zu viel des Guten.

Nach der Partie griff er die Schiedsrichter an. "Ich entschuldige mich bei den NBA-Fans. Ich versuche seit 13 Jahren die Schiedsrichter zu belehren und bin kläglich gescheitert. Irgendwelche Vorschläge? Ich brauche Hilfe!", twitterte Cuban.

Nowitzki ist frustriert

"Es ist frustrierend und enttäuschend", ärgerte sich Nowitzki: "Aber wir müssen weiter kämpfen."

Durch die 21. Niederlage im 34. Spiel erlebten die Mavericks einen erneuten Rückschlag im Kampf um einen Platz in den Playoffs und liegen momentan im Westen nur auf dem zwölften Platz.

Carlisle gibt die Hoffnung nicht auf

Nun stehen drei schwierige Auswärtspartien bei den Utah Jazz, den Los Angeles Clippers und den Sacramento Kings an.

"Ich glaube weiterhin an diese Mannschaft, und ich mag diese Jungs sehr", sagte Mavs-Trainer Rick Carlisle und versuchte seinem Team Hoffnung zu machen:

"Es ist momentan eine schwere Zeit für uns. Es ist wichtig, dass wir zusammenhalten und uns da rauskämpfen."