vergrößernverkleinern
James (l.) und Bryant erzielten dieses Jahr im Madison Square Garden mehr als 50 Punkte © getty

Im Duell der beiden Superstars siegt der kranke Kobe und bricht mit seinen Lakers eine beeindrucke Serie der Cleveland Cavaliers.

Von Dustin Werk

München - Der lang erwartete Show-Down zwischen MVP Kobe Bryant und Superstar LeBron James konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen.

James verlor nicht nur mit seinen Cleveland Cavaliers erstmals ein Heimspiel in dieser Saison, sondern er spielte auch weit unter seinen Möglichkeiten und zog gegen seinen kranken Widersacher Kobe Bryant den Kürzeren.

James traf nur schwache fünf seiner 20 Versuche aus dem Feld.

Bryant spielt krank

Vor dem Spiel musste sich Kobe Bryant noch übergeben und während des Spiels litt er unter Schüttelfrost.

Mit Bryant geschwächt, trumpfte Lamar Odom groß auf. Der Forward kam am Ende auf 28 Punkte. Zudem fischte Odom 17 Rebounds, davon sieben auf der offensiven Seite.

"Das war eines seiner besten Spiele für uns", schwärmte Lakers-Coach Phil Jackson. "Er hatte ja schon einige spektakuläre Spiele, aber dieses war absolut umwerfend. Er hat sein ganzes Repertoire gezeigt."

Odom überragt

Nach dem Spiel zeigte sich Odom ganz als Teamspieler: "Ich spiele nicht für die Statistik. Es geht mir nur ums Gewinnen."

Odom war im dritten Viertel nicht zu stoppen. Die Lakers gewannen das Viertel mit 31:16, dabei erzielte Odom mit 15 Punkten fast so viel wie die gesamten Cavaliers.

Los Angeles machte somit aus einem zehn Punkte Halbzeit-Rückstand eine 82:77-Führung zu Beginn des letzten Abschnitts.

Es war erst das vierte Mal in dieser Saison, dass ein Team in Cleveland mit einer Führung ins vierte Viertel ging. Aber anders als die drei Mannschaften zuvor, brachte Los Angeles unterstützt vom guten Pau Gasol das Spiel auch erfolgreich zu Ende.

Gasol legt nach

Der Spanier und Bryant erhöhten die Führung zwischenzeitig auf zehn Punkte bevor die Cavaliers noch mal auf 89:93 herankamen.

Ein Fade-Away-Jumper von Bryant und ein Freiwurf von Gasol brachten die Lakers wieder mit 96:89 in Front, als der große Videowürfel, wie ein symbolisches Zeichen für die Cavaliers und ihre Fans, plötzlich schwarz wurde und ausfiel.

Gasol ließ fünf weitere Punkte folgen und setzte ein Ausrufezeichen hinter die starke Leistung der Lakers in der letzten Woche. Am Ende steht ein 101:91 für die Gäste aus dem Westen.

Mit der Niederlage geht die beeindruckende Heimserie der Cavs zu Ende.

Nach 23 Siegen in Folge in der heimischen Quicken Loans Arena, mussten die Cavaliers erstmals das Feld als Verlierer verlassen: "Ich wollte nicht, dass es passiert", sagte James. " Aber jetzt bin ich froh, dass es zu Ende ist."

LeBron mit Assists

James möchte diesen Abend wahrscheinlich am liebsten schnell vergessen. Er traf zwar nur fünf seiner 20 Versuche, aber immerhin setzte er mit zwölf Assists seine Mitspieler in Szene.

Die Niederlage gegen Kobe Bryant wird ihn wohl erheblich schmerzen. Selbst ein grippekranker Kobe Bryant erzielte mehr Punkte als James.

Der MVP hielt 34 Minuten durch und erzielte immerhin noch 19 Zähler. In der Halbzeit erhielt Bryant gar eine Infusion, um wieder auf die Beine zu kommen.

Profiteur von James' Vorlagen war Center Zydrunas Ilgauskas, der 22 Punkte beisteuerte.

Schwarze Woche für Cavs

Für Cleveland geht eine eher enttäuschende Woche zu Ende.

Erst wurde Point Guard Mo Williams nicht für das All-Star Spiel nachnominiert, dann "klaute" die NBA "King James" noch das historische Triple-Double im New Yorker Madison Square Garden nach dem bei der Videoaufzeichnung festgestellt wurde, dass ihm ein Rebound zu viel angerechnet wurde.

Zur Krönung wurde gestern ihre Heimserie beendet.

Die Lakers hingegen vollendeten ihre Auswärtsreise, auf der sie mit sechs Siegen ungeschlagen blieben. Zudem machen sie sich einen Namen als "Serien-Killer".

Weihnachten brachen sie die Serie von 19 Siegen in Folgen der Celtics. Letzte Woche in Boston fügten sie ihnen die erste Niederlage nach zwölf Siegen in Folge zu und jetzt haben sie die Heimserie der Cavaliers geknackt.

Und das ohne ihre Center Andrew Bynum, der gleich beim ersten Auswärtsspiel der Reise in Memphis mit einer Knieverletzung ausfiel.

zum Forum - jetzt mitdiskutieren!

zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel