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Josh Howard ist ein mögliches Tausch-Objekt für die Mavericks © getty

Die Verletzung von Jason Terry wirft Dallas zurück. Kurz vor der Trade-Deadline stehen den Mavs einige Optionen zur Verfügung.

Von Dustin Werk

München - Die nächsten Tage bis zur Trade-Deadline am 19. Februar werden für die Dallas Mavericks entscheidend sein.

Nachdem sich Jason Terry im Spiel gegen die Chicago Bulls (zum Spielbericht) einen Knochen in seiner linken Hand brach, herrscht Sorge in Dallas.

Noch steht nicht genau fest, wie lange der Shooting Guard ausfallen wird. Ike Diogu von den Golden State Warriors erlitt diese Saison eine sehr ähnliche Verletzung und fehlte seinem Team sechs Wochen.

Das wäre vielleicht zu lang im Kampf um die Playoffs. Bereits in der Nacht zum Mittwoch geht es gegen die Sacramento Kings (2.30 Uhr LIVESCORES) für die Mavs weiter.

Intern kompensieren

Ob die Verantwortlichen bei den Mavericks noch vor der Trade-Deadline einen Deal einfädeln werden, bleibt abzuwarten.

Coach Rick Carlisle will in den nächsten Spiele erst einmal versuchen, Terrys Ausfall intern zu kompensieren.

Zum einen muss Josh Howard wieder an seine Form aus seinem All-Star-Jahr in der vorletzten Saison anknüpfen, zum anderen steht mit Antoine Wright, Gerald Green, Devean George, James Singleton und dem während der Saison verpflichteten Matt Carroll reichlich Ersatz zur Verfügung.

Nur wird keiner von diesen Kandidaten in der Lage sein, die 20 Punkte zu erzielen, die Terry dieses Jahr im Schnitt wirft.

"Stack" is back

Eine doppelte Waffe haben die Mavs aber noch in der Hinterhand: Jerry Stackhouse steht kurz vor seinem Comeback.

Drei Monate fiel der 34-Jährige wegen einer Fußverletzung aus. Mit 18,5 Punkten hat "Stack" einen guten Karriereschnitt und bereits bewiesen, dass er punkten kann. Allerdings kehrt mit ihm auch ein gewisses Trade-Potenzial zurück in den Kader.

Hoffnungsträger Barea

Die Hoffnungen ruhen zudem auf dem kleinen quirligen Puerto Ricaner Jose Barea.

Nach Terrys Verletzung gegen die Bulls sprang Barea während des Spiels in die Bresche und erzielte 20 Punkte. Bereits mehrmals deutete Barea an, viele Punkte beisteuern zu können, allerdings selten auf konstanter Basis.

Können die Mavericks den Ausfall nicht intern kompensieren, bleibt den Mavs eine andere Option.

Namen werden gehandelt

Immer wieder werden mögliche Trade-Kandidaten in Dallas gehandelt.

Der am häufigsten genannte Name ist dabei Josh Howard. Von Verletzungen geplagt spielt der Forward derzeit unter seinen Möglichkeiten.

Sollte der 28-Jährige in den kommenden Spielen vor der Trade-Deadline nicht überzeugen, werden Donnie Nelson, der President of Basketball Operations, und Carlisle ernsthaft nach Tauschpartnern suchen.

Marbury in NY auf der Tribüne

In New York sitzt Stephon Marbury nur auf der Tribüne. Durch sein Gehalt von 20 Millionen Dollar pro Jahr müssten die Mavs gleich zwei gut verdienende Spieler abgeben. Howard und Stackhouse würden dies kompensieren.

Allerdings ist es unwahrscheinlich, da "Starbury" seit langer Zeit nicht mehr gespielt hat und Dallas somit kurzfristig kaum helfen wird können.

Phoenix gibt O'Neal ab

Phoenix scheint bereit zu sein Shaquille O'Neal zu traden (zum Artikel). Um ihn nach Dallas zu holen, müsste Point Guard Jason Kidd gehen. Zusätzlich wäre ein Trade, der Erick Dampier und Steve Nash einschließt, möglich.

Mit "Shaq" am Brett, wäre der Verlust an der Drei-Punkte-Linie von Terry nur noch halb so wild.

Für die Suns wäre der Tausch deshalb attraktiv, weil Kidds Vertrag im Sommer ausläuft und so 21 Millionen Dollar Gehalt wegfallen würden.

Deal mit Bobcats

Während der Saison wurde auch der Raymond Felton von den Charlotte Bobcats gehandelt.

Der Point Guard spielt eine gute Saison mit 6,7 Assists pro Spiel. Kommt Stackhouse auf die Beine, wäre dieser sicherlich ein interessanter Mann für die jungen Bobcats.

Marion aus Miami

Shawn Marion spielt bei den Miami Heat zwar als Small Forward, aber zusammen mit Josh Howard würde er für die nötige Qualität sowohl in der Offensive als auch in der Defensive sorgen.

Dafür müssten Stackhouse und Dampier nach Miami ziehen. Im Gegenzug käme als Ersatz für Dampier Jamaal Magloire - der schon in der Saison 07/08 bei den Mavericks aktiv war, allerdings mit mäßigem Erfolg. Für die Heat sicherlich ein reizvoller Transfer, um für den Super-Sommer 2010 genug Raum unter der Gehaltsgrenze zu haben.

Dirk Nowitzki abzugeben, würde die Probleme für die Mavericks nur vergrößern. Ein Trade des Deutschen scheint zumindest in dieser Saison in weiter Ferne.

Wie die Mavericks nach der All-Star-Pause aussehen werden, bleibt abzuwarten. Genug Möglichkeiten etwas oder gar nichts zu tun, haben Nelson und Carlisle sicherlich.

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