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LeBron James (r.) foult Danny Granger in der spielentscheidenden Szene © getty

Eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung bringt Indiana den Sieg. In Golden State und L. A. wird ein Punkterekord aufgestellt.

Von Dustin Werk

München - Am Ende des Spiels der Cleveland Cavaliers gegen die Indiana Pacers standen bei LeBron James 47 Punkte, sieben Rebounds, vier Assists und ein Foul zu Buche.

Und genau dieses eine Foul war ausschlaggebend bei der 95:96-Niederlage der Cavs.

"King" James spielte überragend.

Selbst die gegnerischen Fans in Indiana hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen, als James mit seinen Dunks, No-Look-Pässen, spektakulären Dribblings und akrobatischen Bewegungen die Cavaliers im Spiel hielt.

Sieg scheint sicher

Erst zu Beginn des letztes Viertels zog Indiana auf sieben Punkte weg. Nach einem Pass von James glich Wally Szczerbiak erst 20 Sekunden vor Schluss zum 93:93 aus.

Danach wird es dramatisch. Indianas T.J Ford schießt die Pacers mit noch 0,8 Sekunden zu spielen mit 95:93 in Führung.

Granger der Matchwinner

Nach einer Auszeit versuchen die Cavaliers einen Alley-Oop-Pass direkt von der Seitenlinie auf James. Dieser wird beim Dunken von Danny Granger gefoult und versenkt beide Freiwürfe mit 0,2 Sekunden auf der Uhr zum Ausgleich.

Auf der anderen Seite versuchen die Pacers exakt den gleichen Spielzug - mit dem gleichen Resultat.

James begeht ein vermeintliches Foul an Granger und dieser kann einen seiner zwei Freiwürfe zum 96:95-Sieg verwandeln.

Pfiff regt Coach auf

Der Pfiff des Schiedsrichters ließ Cavaliers-Coach Mike Brown ausrasten: "Der letzte Pfiff war der schlechteste, den ich je erlebt habe. Ich kann mir keinen schlechteren vorstellen", polterte Brown und schimpfte weiter:

"Es war eine schreckliche Entscheidung des Schiedsrichters. 0,4 Sekunden vor Schluss einer Mannschaft auf diese Weise den Sieg wegnehmen, halte ich für verantwortungslos."

Für Cleveland war es die zweite Niederlage in Folge. Mit nun 39 Siegen und elf Pleiten rangieren die Cavs weiter auf Platz zwei im Osten.

Golden State Warriors ? New York Knicks 144:127

127 Punkte erzielt und dennoch verloren. Was die New York Knicks defensiv bei den Golden State Warriors ablieferten, darf sich nicht Verteidigung nennen.

Das Endergebnis von 144:127 war mit 271 Zählern das punktreichste Spiel der Saison.

Warrior Stephen Jackson traf vier seiner sechs Dreier, alle seine 13 Freiwurfversuche und gab neben seinen 35 Punkten zehn Assists. Unterstützt wurde er dabei von Kelenna Azubuike mit 22 und Jamal Crawford mit 21 Punkten.

Acht der neun von Coach Don Nelson eingesetzten Spieler punkteten zweistellig.

Für die Knicks waren Nate Robinson (30 Punkte), David Lee (27) und Al Harrington (24) offensiv noch die Besten.

Los Angeles Lakers ? Oklahoma City Thunder 105:98

Mit einem Freiwurf im zweiten Viertel hat Kobe Bryant wieder für einen Rekord gesorgt. Der MVP ist der jüngste Spieler, der je die 23.000-Punktemarke geknackt hat.

Bei dem knappen Sieg über Oklahoma erzielte Bryant 34 Punkte. Ihm zur Seite stand Pau Gasol mit 22 Zählern. Lamar Odom fing 18 Rebounds und kam auf zwölf Punkte.

Kevin Durant von den Thunder legte mit 31 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double hin.

Die Lakers sind seit jetzt sieben Spielen ungeschlagen und belegen Platz eins im Westen.

Die weiteren Ergebnisse:

Atlanta Hawks - Washington Wizards 111:90

Beste Werfer: Joe Johnson, 22 Punkte ? Caron Butler, 22 Punkte

Miami Heat - Denver Nuggets 82:99

Beste Werfer: Dwyane Wade, 33 Punkte ? Chauncey Billups, 23 Punkte

New Jersey Nets - San Antonio Spurs 93:108

Beste Werfer: Vince Carter, 25 Punkte ? Tim Duncan, 27 Punkte

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