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Tom Bensons New Orleans Saints gewannen 2009 den Super Bowl © getty

Hornets-Eigner Tom Benson will in New Orleans ein NBA-Abbild der Saints schaffen. Das Wappentier verweist auf Katastrophen.

Aus New Orleans berichtet Eric Böhm

New Orleans - Wirklich geliebt haben sich die Hornets in New Orleans nie gefühlt. Ein neuer Name soll nun den Umschwung bringen.

Zur kommenden Saison der NBA werden die Pelicans - der Wappenvogel Louisianas - im "Big Easy" einfliegen und eine glorreiche Zukunft einläuten.

"Der Name Hornets hat den Leuten hier nie etwas bedeutet. Wir hoffen, dass die Pelicans ein starkes Band zwischen Team und Stadt schmieden - ähnlich wie die Saints", sagt Eigentümer Tom Benson.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Nur ein Lichtblick

Abgesehen von der magischen Saison 2007/2008, als sie den einzigen Divisionstitel der Teamgeschichte holten und Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks aus den Playoffs schmissen, gab es in den vergangenen Jahren nur selten positive Schlagzeilen.

Die NBA musste im Dezember 2010 als Eigentümer einspringen, in Chris Paul wurde der größte Star an die L.A. Clippers abgegeben und sportlich ging es immer weiter bergab.

Neuanfang erforderlich

"Wir brauchten hier einen Neuanfang. Die Situation war trotz einiger Playoff-Teilnahmen festgefahren. Jetzt sind wir hier verwurzelt und greifen an", sagt Teampräsident Mickey Loomis, der auch General Manager der Saints in der NFL ist.

Trotz der momentan sportlich katastrophalen Lage in der starken Western Conference hat das bald in einer Mischung aus rot, blau und gelb antretende Team große Pläne.

"Es ist unser Ziel, hier eine Mannschaft mit Perspektive aufzubauen, die eine Meisterschaft gewinnen kann. Mit der Aufbruchsstimmung um den neuen Namen kann uns das gelingen", hofft Benson. (SERVICE: Die Tagesbesten)

Saints als Vorbild

Mit den Saints ist dem ortsansässigen Geschäftsmann dieses Kunststück bereits gelungen. Mit seinem Football-Team gewann er nach Jahren sportlicher Bedeutungslosigkeit bereits einen Super Bowl.

Sein Benson-Tower steht direkt neben dem Mercedes-Benz Superdome und der 2002 nah dem Umzug aus Charlotte eröffneten New Orleans Arena. (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)

Talente machen Hoffnung

Der sehr junge Kader lässt zumindest auf eine bessere Zukunft hoffen. Angeführt von dem endlich fitten Weltmeister Eric Gordon und Top-Draftpick Anthony Davis gibt es viele talentierte Spieler.

In Roger Mason und dem ehemaligen Bamberger Brian Roberts sind nur zwei Akteure älter als 26 Jahre. Umso öfter zahlen die Youngster aber aktuell Lehrgeld.

Coach Monty Williams ist dennoch optimistisch und mag das Logo: "Ich denke, wir haben eine große Zukunft vor uns. Ich habe auf einen dynamischen Look gehofft. Das ist absolut gelungen."

Erinnerungen an Katrina

Der Pelikan hat noch eine weitere interessante Bedeutung. Viele Tiere litten unter dem schrecklichen Einfluss von Hurrikan Katrina und der BP-Ölkatastrophe 2010.

"Eine ganze Generation wächst hoffentlich mit der tieferen Bedeutung auf. Unsere Küsten bedürfen Pflege.

Der Name steht als auch für einen größeren Zweck", bestätigt Benson Enkelin Rita Benson Leblanc.

Jazz auf dem Einkaufszettel

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Ursprünglich wollte Benson Utah den Namen Jazz abkaufen - das Team verließ 1979 "Nola". In Salt Lake city bestand jedoch kein Interesse. (668542DIASHOW: Die Bilder der 14. Woche)

Das kann von den Hornets nicht behauptet werden. In North Carolina gibt es Bestrebungen, die Bobcats umzubenennen. Eine Marktforschungsfirma wurde bereits beauftragt, das Interesse auszuloten.

Schlechtes Image der Hornets

Hornets wurden schließlich im Bürgerkrieg die Milizen genannt, die den Soldaten der Nordstaaten immer wieder schmerzhafte Stiche versetzten.(663580DIASHOW: Die All-Stars 2013)

"Wir haben die Änderung in New Orleans natürlich mitbekommen und stehen bereits mit der NBA in Kontakt und wägen unsere nächsten Schritte ab", bestätigte Bobcats-Teampräsident Fred Whtifield.

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