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Nach zwei Spielen Verletzungspause kam Dirk Nowitzki (l.) auf zehn Punkte gegen OKC © getty

Nach zwei Spielen Pause kehrt "Dirkules" zurück, kommt aber nur langsam in Fahrt. Coach Carlisle lässt keine Ausreden gelten.

Von Florian Pertsch

München/Oklahoma City - Auch im dritten Duell der Saison haben die Dallas Mavericks keinen Sieg gegen die Oklahoma City Thunder einfahren können (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Nach zwei Overtime-Pleiten verlor das Team von Dirk Nowitzki, der bei seinem Comeback nach zwei Spielen Pause zehn Punkte erzielte, in der regulären Spielzeit mit 91:112 (44:68).

Zusätzlich gelangen dem Deutschen in 27 Minuten Einsatzzeit drei Rebounds, drei Assists und ein Block. Insgesamt wirkte Nowitzki nach seiner Leistenzerrung aber noch nicht voll genesen.

Spiel in der Verteidigung verloren

Der Würzburger schimpfte vor allem über die Verteidigung nach Ballverlusten.

"Wir kamen nach jedem Turnover in große Probleme. Wir verteidigen mies, wenn wir unsere Verteidigung nicht aufstellen. Das ist unser Rezept für das absolute Desaster", ärgerte sich Nowitzki und legte direkt nach:

"Selbst wenn wir in der Verteidigung eigentlich gut standen, haben sie mit uns gemacht, was sie wollten. Sie bekamen Dreier, Backdoor-Anspiele und Korbleger, wir haben einfach nur zugesehen. Das war ein übles Spiel."

Houston zieht davon

Mit einer Bilanz von 20 Siegen bei bereits 28 Niederlagen rückten die Playoffs für die elftplatzierten Texaner in immer weitere Ferne, denn auf Platz acht der Western Conference hat Houston (26:23) einen deutlichen Vorsprung (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Bester Werfer bei den Mavericks war Shawn Marion mit 23 Punkten, Dominique Jones kam als Bankspieler auf 15 Zähler.

Aus der Distanz lief für das Team von Trainer Rick Carlisle, der durch die Niederlage weiter auf seinen 500. NBA-Sieg warten muss, gar nichts. Nur drei der 16 Distanzwürfe fanden gegen den NBA-Vizemeister ihr Ziel ( 668542 DIASHOW: Die Bilder der 14. Woche ).

Partie zur Halbzeit entschieden

Bereits zur Halbzeit war die Partie für Dallas bei 24 Punkten Rückstand gelaufen, gewonnen wurde lediglich das letzte Viertel mit 24:20.

"Es gibt keine Entschuldigung. Zu diesem Zeitpunkt der Saison wäre es arm, irgendeinen Grund zu suchen. Wir haben jetzt zwei Tage frei und bleiben in Phoenix. Vielleicht tut uns die Luft in Arizona ganz gut", wetterte der Meister-Coach von 2011.

Dallas musste auf Vince Carter verzichten, der krank auf der Bank Platz nahm. Center Chris Kaman stand nach seiner Gehirnerschütterung erst gar nicht auf dem Spielberichtsbogen und ließ sich in Texas weiter behandeln.

Turnover nicht akzeptabel

Carlisle wollte auch das nicht als Ausrede gelten lassen und kritisierte die 14 Turnover: "Natürlich war das Fehlen von Carter ein Faktor, aber wir müssen einfach besser spielen. Wenn man sich gegen OKC solche Turnover leistet, dann lassen sie einen ziemlich schlecht aussehen."

Für die Thunder drehte Russell Westbrook auf, der beim 36. Sieg der Saison 24 Punkte und sieben Assists ablieferte ( 663580 DIASHOW: Die All-Stars 2013 ).

Durant ermahnt die Kollegen

Kevin Durant kam auf 19 Zähler und griff sich zehn Rebounds. Bankspieler Kevin Martin unterstützte Oklahoma wie gewohnt zweistellig und steuerte 17 Punkte zum ungefährdeten Sieg bei.

"Ich habe die Teamkollegen daran erinnert, dass Dallas uns im letzten Spiel gleich am Anfang heftig eingeschenkt hat. Ich wollte, dass wir es diesmal sind, die als Erste austeilen. Das hat ganz gut funktioniert", erklärte ein zufriedener Durant.

Nowitzki hielt sich nach seiner Brandrede über die Defense nicht mehr lange mit der Partie auf und richtete einen Appell an die Mannschaftskollegen.

Nowitzki-Appell

"Gute Teams liefern auf eine solche Niederlage immer eine Antwort. Ich kann mich erinnern, dass wir das auch mal konnten", nahm der die Mavericks in die Pflicht.

Nächste Beweis-Möglichkeit für Dallas: die wichtige Partie gegen den Neunten des Westens aus Portland. In der Nacht auf Donnerstag empfangen die Mavericks (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) die Trail Blazers in der heimischen American Airline Arena.

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