vergrößernverkleinern
Ray Allen wechselte vor der letzten Saison aus Seattle nach Boston © getty

Nach zwei Niederlagen meldet sich der Meister mit einem Sieg über ein Topteam zurück. Ray Allen sorgt für ein Schockerlebnis.

Von Rainer Nachtwey

München/New Orleans - Nach zwei Niederlagen in Serie gegen die zwei Meisterschaftskonkurrenten Los Angeles Lakers und San Antonio Spurs hat sich Champion Boston Celtics mit einem Sieg bei einem Topteam zurückgemeldet.

Bei den New Orleans Hornets beendete die Mannschaft von Trainer Doc Rivers mit dem 89:77-Erfolg ihre Negativserie und fuhr den 43. Saisonsieg ein, was Ligabestwert bedeutet.

"Wir haben aus unseren Fehlern gelernt und die Angriffe abgeschlossen", sagte Matchwinner Paul Pierce, der mit 30 Punkten bester Werfer der Partie war.

"Vor allem im letzten Viertel haben wir es durchgezogen und auf einem höheren Niveau verteidigt. Bei Auswärtsspielen sind das die Voraussetzungen, sonst gewinnt man nicht", führte der Finals-MVP aus.

Daumenverletzung bei Allen

Dennoch endete nicht alles positiv für die Celtics. Starspieler Ray Allen musste die Partie vorzeitig beenden. Der All-Star verletzte sich im zweiten Viertel am Daumen als er bei einem Reboundversuch an Kendrick Perkins' Trikot hängen blieb und seinen Finger nach hinten bog.

Zwar blieb Allen zunächst in der Partie, gab es dann aber auf. "Ich habe versucht einen Ball zu fangen, aber ich konnte ihn nicht festhalten, weil ich solche Schmerzen hatte. Deswegen bin ich dann auch raus, weil ich gemerkt habe, das es keinen Sinn macht und ich dem Team nicht helfen konnte."

Gegen Dallas wohl dabei

Allerdings hatte der Shooting Guard Glück im Unglück. Die ersten Röntgenuntersuchungen waren negativ und bereits beim Auswärtsspiel in Dallas in der Nacht auf Freitag (3.30 Uhr LIVESCORES) wird er voraussichtlich wieder mit von der Partie sein.

"Ich habe vor, zu spielen", gab sich der Patient mit bandagiertem Daumen zuversichtlich, "ich werde es versuchen und dann werde ich sehen, wie es sich anfühlt."

Bis zu seinem Ausscheiden sammelte er in knapp 19 Minuten Spielzeit nur einen Punkt und nahm lediglich drei Würfe.

House mit Vorentscheidung

Für Allen sprang Eddie House in die Bresche. Der Guard erzielte zu Beginn des letzten Viertel acht seiner zwölf Punkte als die Celtics einen 15:3-Lauf nutzten um auf 79:67 davonzuziehen.

"Das war ein wichtiger Sieg für uns", unterstrich Rivers die Bedeutung der Partie nach den beiden Heimniederlagen. Für die Celtics war es der achte Auswärtssieg in Folge.

Paul kehrt zurück

New Orleans hingegen musste die sechste Niederlage in den letzten acht Spielen hinnehmen. Dabei war Hoffnungsträger Chris Paul nach verletzungsbedingter Pause zurückgekehrt.

Der Point Guard, der wegen Leistenproblemen fünf Spiele ausgesetzt hatte, kam in 32 Minuten auf 13 Punkte und fünf Assists.

Mit Negativerlebnis in die Pause

"Ich war etwas nervös, ob ich auch wirklich alles ohne Probleme machen kann. Es ist ein Unterschied, ob du es im Training versuchst oder im Spiel", sagte Paul, der mit seinem Befinden zufrieden war.

Allerdings missfiel dem Olympiasieger die 20. Niederlage im 50. Saisonspiel, zumal die Hornets nun mit einem Negativerlebnis in die All-Star-Pause gehen.

zum Forum - jetzt mitdiskutieren! zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel