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Dirk Nowitzki (r., gegen Garnett) macht im Schnitt knapp 26 Punkte © getty

Gegen Boston brechen die Mavericks im Schlussviertel auseinander, auch weil Nowitzki die Unterstützung von der Bank fehlt.

Von Jessica Pulter

München - An Dirk Nowitzki hat es wahrlich nicht gelegen.

Der Deutsche in Reihen der Dallas Mavericks machte 37 Punkte, schnappte sich 8 Rebounds und blieb mit einer Wurfausbeute von 13 von 28 nur knapp unter seinem Schnitt von rund 47 Prozent. (Zum Nowitzki-Watch)

Doch gegen die Boston Celtics reichte es trotzdem nicht, denn Paul Pierce nahm die Texaner im Schlussviertel praktisch im Alleingang auseinander.

Dallas verlor sein Heimspiel mit 92:99.

18 Zähler im Schlussviertel

Mit seinen 31 Punkten war Pierce nicht bester Werfer auf dem Platz, doch 18 dieser 31 Zähler erzielte der Forward vom amtierenden Meister im Schlussabschnitt.

Die Mavericks gaben ihre Führung, die sie die gesamte Spielzeit über hatten, aus den Händen, und die Celtics nahmen das Geschenk dankend an.

"Ich kam einfach in einen Rhythmus", erklärte Pierce. "Unsere Spielzüge haben einfach funktioniert. Ich bekam meine Lieblingsposition zum Werfen, und hab das dann auch gemacht."

Carlisle übernimmt die Schuld

Dallas erwischte den besseren Start in die Partie und hielt die Celtics im ersten Viertel bei nur 17 Zählern (21:17).

Durch einen Zwischenspurt von Nowitzki und Teamkollege Josh Howard bauten die Gastgeber im zweiten Abschnitt den Vorsprung sogar auf 51:40 aus.

Doch Boston blieb dran. Dank ihres Dreigestirns um Pierce, Kevin Garnett und Ray Allen verkürzten sie im dritten Viertel auf 69:75, bevor Pierce im Schlussabschnitt den Turbo zündete.

"Ich übernehme für die Niederlage die Verantwortung", meinte Dallas-Coach Rick Carlisle. "Wir haben ein paar unserer besten Spieler gegen Pierce gestellt, doch wir hätten ihn eher in die Doppeldeckung nehmen sollen."

Wenig Hilfe für Nowitzki

Boston überzeugte vor allem durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, denn gleich vier Spieler der ersten Fünf erzielten 16 Punkte und mehr. Hinzu kam eine beachtliche Wurfquote von 48,6 Prozent - und das auswärts.

Ganz anders bei den Mavericks, bei denen das Fehlen vom verletzten Jason Terry deutlich bemerkbar war.

Neben Nowitzki punkteten noch Howard (17) und Antoine Wright (10) zweistellig, von der Bank kamen auch nur 21 Punkte und die Wurfquote blieb trotz des starken Nowitzki-Auftritts bei 38,5 Prozent.

Günstige Gelegenheit verpasst

Durch die Niederlage verpassten die Mavericks es, sich deutlicher in den Playoff-Rängen zu etablieren.

Mit einer Bilanz von 31:21 stehen sie auf Platz sieben der Western Conference.

Boston (44:11) setzte sich wieder etwas von den Cleveland Cavaliers (40:11) ab und bleibt Spitzenreiter im Osten.

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