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Jason Kidd (l.) von den Dallas Mavericks ist neunmaliger All-Star © getty

Kurz vor Ende des Transferfensters: Sport1.de stellt fünf Kandidaten vor, die aus einem Team einen echten Titelanwärter machen.

Von Rainer Nachtwey

München - Am 6. Februar brachten die Phoenix Suns das Transferkarussell in Schwung: Der Klub aus Arizona gab bekannt, Amare Stoudemire und Shaquille O'Neal traden zu wollen.

Nun brodelt es in der Gerüchteküche. Wer holt wen? Und was sind die Klubs bereit, für einen der beiden Stars abzugeben?

Sport1.de stellt zwei weitere Kandidaten vor, die diese Voraussetzungen erfüllen und zugleich aus einem Playoff-Teilnehmer einen echten Meisterschaftsanwärter machen.

David Lee (New York Knicks), Center:

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Der 25-Jährige ist der konstanteste Spieler der Knicks und hat sich prächtig entwickelt. Mit 17 Double-Doubles in Serie hat er seine Klasse unter Beweis gestellt. Die Knicks würden ihn liebend gern behalten. Nur läuft Lees Vertrag (1,8 Millionen Dollar) aus und die Knicks können es sich im Hinblick auf 2010 nicht leisten, Lee einen angemessenen Vertrag anzubieten, wenn sie "King James" einen zweiten Starspieler zur Seite stellen wollen.

Warum New York Lee traden wird: Die Playoffchancen sind nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie dramatisch gesunken und wie sooft bei auslaufenden Verträgen, könnten sie jetzt noch einen Gegenwert erzielen. Außerdem ist Lee wegen seines derzeit noch geringen Gehalts sehr begehrt. Zudem könnten die Knicks Stephon Marbury oder Eddy Curry im Paket mit Lee um einiges leichter loswerden, wenn sie es denn wollen.

Warum New York Lee nicht traden wird: Wollen die Knicks ihre geringe Chance auf die K.o.-Runde noch waren, benötigen sie Lee unter dem Korb. Kein Spieler bringt für das geringe Gehalt so viele Rebounds und Punkte.

Tradechancen der Mavericks: Ein mögliches Paket wäre Lee und Point Guard Nate Robinson (auch bei ihm läuft wie bei Lee der Vertrag aus) gegen Stackhouse, einem Spieler mit auslaufendem Vertrag wie Brandon Bass und einem Draftpick.

Jason Kidd (Dallas Mavericks), Guard:

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Zwar hat Kidd seine Leistung in den letzten Spielen gesteigert, der Knalleffekt, den sich die Mavericks mit dem Trade letztes Jahr erhofft hatten, blieb allerdings aus. Nicht umsonst kamen Gerüchte auf, die Kidd im Gegenzug für Jerryd Bayless, Travis Outlaw Raef LaFrentz und Sergio Rodriguez oder Nicolas Batum nach Portland schickten.

Angeblich scheiterte der Deal nur daran, weil sich die Trail Blazers nicht von Bayless trennen wollten.

Warum Dallas Kidd traden wird: Dass Kidd über die Saison hinaus in Dallas bleibt, ist unwahrscheinlich. Vor allem nachdem der Point Guard öffentlich über seine Liebe zu New York plauderte. Daher besteht die Überlegung, Kidd für einen Kracher einzutauschen, der noch über das Jahr hinaus in Texas bleibt. Als eingespieltes Team könnten die Mavericks dann im kommenden Jahr einen erneuten Angriff auf den Titel unternehmen. Nicht umsonst kursieren Namen wie Bosh und Shaquille O?Neal im Blätterwald.

Warum Dallas Kidd nicht traden wird: General Manager Donnie Nelson würde mit einem Trade Kidds den größten Fehler seiner Amtszeit eingestehen, den Kidd-Harris-Trade. Außerdem zeigt die Leistungskurve von Kidd derzeit steil nach oben.

New York Knicks als möglicher Tradepartner: Sein auslaufender Vertrag machen ihn für die Knickerbockers interessant. Außerdem könnte er sich auf das Spiel der Knicks einstellen. Damit wäre er ein potentieller Partner an LeBron James' Seite für 2010.

Als Gegenleistung würden sich David Lee, Nate Robinson und Stephon Marbury anbieten. Mavericks-Besitzer Mark Cuban hatte sein Interesse an Marbury bereits geäußert und die New Yorks GM Walsh wäre wohl eher bereit, Marbury an einen Team aus der Western Conference abzugeben.

Der Trade: Jason Kidd und Brandon Bass für David Lee, Nate Robinson und Stephon Marbury.

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