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James erzielte 2005/06 in seiner dritten NBA- Saison die meisten Punkte (31,4 pro Partie) © getty

Der MVP trotzt in New York Schmerzen und sichert Miami den 14. Sieg in Folge. Die Thunder erteilen den Clippers eine Lektion.

Von Michael Spandern und Florian Pertsch

Im Duell der besten Ost-Teams haben die Miami Heat ihren 14. Sieg in Folge gefeiert und damit den Klubrekord aus der Saison 2004/05 eingestellt.

Der Meister setzte sich dank einer deutlichen Steigerung nach der Halbzeit und eines schmerzfesten LeBron James mit 99:93 (45:59) bei den New York Knicks durch, die dadurch ihren zweiten Platz in der Eastern Conference vorläufig an die Indiana Pacers verloren. (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)

Gleichzeitig nahm Miami Revanche für die Pleiten in den vorangegangenen beiden Aufeinandertreffen.

Oldie Kidd wieder erstarkt

Die drei All-Stars der Heat trugen im Madison Square Garden zwei Drittel der Offensivlast ihres Teams: Chris Bosh kam auf 16, Dwyane Wade auf 20 und MVP LeBron James neben 29 Punkten auf elf Rebounds und sieben Assists.

Bei den Gastgebern, die zuvor dreimal nacheinander gewonnen hatten, baute Carmelo Anthony nach 24 Punkten vor der Halbzeit ab und ließ nur noch acht folgen. (680723DIASHOW: Die Bilder der 18. Woche)

Kidd zurück aus dem Tief

"Am Ende haben wir zu viele Fehler gemacht, zu oft den Ball verloren", erklärte Melo geknickt.

Point Guard Jason Kidd, der mit Dirk Nowitzki 2011 im Mavericks-Trikot den Titel holte (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop), meldete sich mit 14 Zählern, acht Rebounds, sechs Vorlagen und drei Ballgewinnen aus seinem Tief zurück.

Der 39-Jährige hatte seine 14 vorherigen Dreier-Versuche verfehlt und war seit Freitag zum Reservisten degradiert.

James hat das letzte Wort

Die Knicks setzten sich mit einem 17:5-Zwischenspurt vor der Pause ab, doch Miami kämpfte sich bis zehn Minuten vor Schluss zum Ausgleich.

Knapp vier Minuten später brachte ein Dreier von J.R. Smith (13 Punkte, 12 Rebounds) die New Yorker letztmals in Führung (87:85), für alle folgenden Heat-Punkte und Assists zeichneten "Miami Thrice" verantwortlich.

Behandlung im dritten Viertel

Allen voran James, der sich im dritten Viertel das linke Bein vertreten hatte, als er einen Lob-Pass zu fangen versuchte, aber gefoult wurde und schief landete. Er schüttelte sich, ließ sich mit einem Thera-Band behandeln und legte in der Crunch Time noch mal zu.

LBJ blockte Knicks-Center Tyson Chandler, attackierte wiederholt erfolgreich den Korb und stellte per Dunking den Endstand her.

Heat-Coach Erik Spoelstra wagte es nicht seinen Star im letzten Viertel herauszunehmen: "Ich glaube er hätte mich erwürgt, wenn ich ihn auf die Bank gesetzt hätte. Seine Energie ist unbegrenzt, aber ich sehe es nicht als Selbstverständlichkeit."

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Los Angeles Clippers - Oklahoma City Thunder 104:108

Der NBA-Vizemeister Oklahoma City Thunder hat sich im Spitzenduell der Western Conference gegen die Los Angeles Clippers mit 108:104 (54:41) durchgesetzt.

Die Thunder verteidigten ihren zweiten Platz im Westen (Bilanz: 43 Siege, 16 Niederlagen) dank der 35 Punkte von Kevin Durant gegen die Clippers (43:19) und machten die Last-Second-Pleite gegen Denver (103:105) schnell vergessen.

"Das war ein wichtiger Sieg in Playoff-Atmosphäre. Wir sind nicht nervös geworden und haben ihre Fans gut aus dem Spiel gehalten", erklärte Westbrook.

Aufholjagd wird nicht belohnt

Unterstützung bekam "Durantula" von Aufbauspieler Russell Westbrook, der 29 Punkte, zehn Assists und sechs Rebounds ablieferte.

Los Angeles, das im heimischen Staples Center in der zweiten Hälfte zur Aufholjagd ansetzte (32:28, 31:26) wurde von All-Star Chris Paul angeführt, der es auf 26 Punkte, acht Assists und sechs Rebounds brachte.

"Das war peinlich und verrückt. Das waren nicht wir", ärgerte sich "CP3" über die Leistung der ersten Hälfte: "Immer wenn ich in die Zone dribbelte, stand ich vor einer Spielerwand."

Blake Griffin und Reservist Jamal Crawford kamen jeweils auf 20 Zähler.

Los Angeles Lakers - Atlanta Hawks 99:98

Schlechte Nachrichten gab es für die Dallas Mavericks aus dem Lager der Los Angeles Lakers.

Das Team um Superstar Kobe Bryant besiegte die Atlanta Hawks mit 99:98 (52:45) und ist mit einer ausgeglichenen Bilanz (30:30) auf Platz neun der Western Conference der heißeste Verfolger der Houston Rockets (33:28).

Bryant, der den Lakers-Fans vor kurzem eine Playoff-Garantie gab, erzielte 34 Punkte und besorgte den Sieg im Schlussabschnitt quasi im Alleingang.

Elf Zähler lieferte er in den letzten zwölf Minuten ab, darunter auch der siegbringende Korbleger neun Sekunden vor dem Ende.

"Das war auch eine Botschaft an mein eigenes Team. Wir müssen hungrig sein und die Herausforderung annehmen. Koste es, was es wolle", nahm Bryant die Lakers-Kollegen in die Pflicht.

Steve Nash kam auf 15 Punkte und verteilte zehn Assists, und auch Center Dwight Howard brachte es auf ein Double-Double. Superman lieferte elf Punkte und 15 Rebounds ab.

Topscorer der Hawks war Center Al Horford mit 24 Zählern. Josh Smith kam auf 19 Punkte, sieben Assists und sieben Rebounds, vergab aber nach Bryants Treffer zur Führung mit einem Fehlpass die Chance zum letzten Wurf für Atlanta.

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