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Nach nur einem Jahr verlässt Shawn Marion die Heat Richtung Kanada © getty

Der lang diskutierte Trade von Shawn Marion und Jermaine O'Neal ist fix. Dazu muss noch ein Starter wechseln und Bares fließen.

Von Michael Spandern

München - Nun haben sich die Miami Heat also doch durchgerungen, ihren Forward Shawn Marion nach zwölf Monaten wieder herzugeben und im Tausch für Jermaine O'Neal an die Toronto Raptors zu schicken.

Dieser Trade (Der Trade-Markt: Letzte Chance für Dallas) war schon seit rund vier Wochen im Gespräch, doch erst sechs Tage vor dem Ende der Wechselfrist einigten sich die Teams auf das komplizierte Paket, wie mehrere amerikanische Medien berichteten.

Mit dem viermaligen All-Star Shawn Marion wechselt der wenig eingesetzte Spielmacher Marcus Banks nach Kanada.

Die Heat bekommen einen Erstrunden-Draftpick. O'Neal, der sechsmal im All-Star Game auflief, nimmt Jamario Moon mit zu den Heat. Alle Spieler müssen noch medizinische Checks bestehen. ad

Moon unverhofft zum Starter

Der ungedraftete Small Forward Moon, Dritter des Dunking-Wettbewerbs 2008, war bei den Raptors unverhofft zum Starter und Leistungsträger geworden.

Während die Heat noch einen Erstrunden-Draftpick zwischen 2010 und 2015 erhalten, sobald die Raptors in diesem Zeitraum erstmals in die Playoffs einziehen, legt Miami noch Geld obendrauf - offenbar die von der NBA in einem Trade maximal gestatteten drei Millionen Dollar.

Wade ist traurig

Der Meister von 2006 wiederum darf bei einem kommenden Deal ausnahmsweise so tauschen, dass die Gehälter der Spieler sich nicht gleichen, sondern um bis zu 4,2 Millionen Dollar unterscheiden.

"Von diesem Trade profitieren sowohl Toronto als auch Miami", wertete der General Manager der Raptors, Bryan Colangelo.

Marions Teamkollege und Heat-Topscorer Dwyane Wade ist dagegen enttäuscht: "Ich habe eine unglaublich enge Beziehung zu Shawn entwickelt. Es stimmt einen traurig, einen Freund auf und abseits des Feldes zu verlieren."

Aus dem Rennen um Stoudemire

Miami hatte bis zuletzt versucht, mehr als O'Neal für Marion zu bekommen, dessen Vertrag über 17.8 Millionen im Sommer ausläuft.

Der 30-jährige O'Neal, der nicht recht mit Chris Bosh harmonierte, erzielte in dieser Spielzeit durchschnittlich 13,5 Punkte und sieben Rebounds für Toronto.

Der gleichaltrige Marion kam in Miami, wo "The Matrix" die ungeliebte Small-Forward-Position ausfüllen musste, auf zwölf Punkte und 8,7 Rebounds (Marion mit Dunk zum Sieg).

Die Heat sind nach diesem Tausch aus dem Rennen um All-Star-Forward Amare Stoudemire, den die Phoenix Suns feilbieten. Die Chicago Bulls dürften nun der chancenreichste Interessent sein.

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