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Dwight Howard spielte von 2004 bis 2012 bei den Orlando Magic © getty

Dwight Howard absolviert den Spießrutenlauf in Orlando mit Bravour und führt die Lakers zum Sieg. Miami gelingt der 19. Erfolg.

Von Eric Böhm

München - Dwight Howard hat den erwarteten Spießrutenlauf mit Bravour gemeistert.

Bei seiner Rückkehr nach Orlando verhalf der Center den Los Angeles Lakers zum 106:97 (50:46)-Erfolg über die Magic.

Die heimischen Fans hatten nach dem Wechsel-Drama im Sommer für diesen Moment Schmähgesänge und Plakate vorbereitet, aber Howard gab mit 39 Punkten, 16 Rebounds und drei Blocks eine beeindruckende Antwort.

"Ich war nicht nervös und habe mich darauf gefreut. Es war eine feindselige Atmosphäre. Für meine Entwicklung habe ich das gebraucht", sagte "Superman".

Lob von Bryant

Magic- und Lakers-Vorgänger Shaquille O'Neal produzierte einst im Februar 2000 exakt die gleichen Statistiken bei einem Gastspiel in Orlando.

"Das war für ihn extrem wichtig. In dieser Atmosphäre so stark aufzutrumpfen, ist für sein Selbstvertrauen ausgezeichnet", lobte Kobe Bryant.

Die Lakers behaupten über die gesamte zweite Hälfte ihre Führung und brachten den Ball wie selten zuvor unter den Korb zu Howard (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Foul-Taktik geht schief

Unter ständigen Buhrufen glänzte er sogar von der Freiwurflinie. Die Magic foulten ihn absichtlich, um seine große Schwäche auszunutzen ( 687271 DIASHOW: Die Bilder der 20. Woche ).

Die "Hack-a-Howard-Taktik" ging aber gründlich in die Hose. Mit 39 Versuchen stellte Howard so seinen eigenen NBA-Rekord ein, verwandelte aber 25 davon.

In der zweiten Hälfte lag seine Quote (16 von 20) sogar noch höher.

Kobe im Schatten

Nach dem Dreier durch Reservist Jodie Meeks zum 102:88 war es Howard vorbehalten, die Schlusspunkte für L.A. zu setzen - die meisten Zuschauer waren da schon auf dem Heimweg.

Angesichts des großen Auftritts seines Kollegen hielt sich Bryant zurück und steuerte lediglich elf Zähler, sieben Rebounds und acht Assists zum vierten Sieg in Folge bei.

Durch den vierten Erfolg hintereinander behaupteten die Lakers (34 Siege - 31 Niederlagen) den achten und letzten Playoff-Platz im Westen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Sollten das abhaken"

Der einzige ehemalige Mitspieler Howards im Magic-Trikot war an diesem Abend Im Übrigen Jameer Nelson.

Der Point Guard schwang sich dank 21 Punkten und sieben Assists zum besten Akteur der Gastgeber auf. Tobias Harris - er trägt Howards ehemalige Nummer - gelang ein Double-Double (17 Zähler, 15 Rebounds).

"Wir sollten das jetzt abhaken. Dwight hat einen guten Job gemacht. Wir sollten jetzt nach vorn schauen", meinte Nelson (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Miami Heat - Atlanta Hawks 98:81

Die Miami Heat schafften beim 98:81 (57:44) gegen die Atlanta Hawks schon ihren 19. Erfolg hintereinander - die fünftlängste Serie der NBA-Historie.

Den Lakers gelangen 1971/1972 sogar 33 Siege. Dwyane Wade (23) und LeBron James (15) waren die besten Scorer. Der MVP vergab jedoch acht von elf Würfen.

"Mal ehrlich, das ist eine unglaubliche Serie. Wir spielen momentan als Team großartigen Basketball", jubelte James.

Teague verletzt sich

Die ersatzgeschwächten Hawks waren dem Titelverteidiger nie gewachsen. Mario Chalmers und Chris Bosh trugen bei den Heat je 14 Punkte bei.

"Coach Spoelstra macht einen tollen Job. Sie spielen auf einem sehr hohen Level, da können wir aktuell nicht mithalten", gab Atlantas Trainer Larry Drew zu.

Josh Smith sammelte 15 Zähler. Point Guard Jeff Teague vergrößerte mit einer Knöchelverletzung das Lazarett.

Die Hawks (34:29) schleppen sich derzeit als geteilter Sechster im Osten in Richtung Playoffs.

Minnesota Timberwolves - San Antonio Spurs 107:83

Ricky Rubio gelang beim überraschenden 107:83 (53:38) seiner Minnesota Timberwolves über die San Antonio Spurs das erste Triple-Double seiner NBA-Karriere.

Der spanische Spielmacher verbuchte 21 Punkte, 13 Rebounds und zwölf Assists. Der Spitzenreiter der Western Conference konnte das "Wunderkind" nicht bremsen (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Ich versuche einfach, immer aggressiv zu sein. Statistiken sind die letzte Sache, die mich interessiert. Mir geht es um Siege", betonte Rubio.

Spurs schonen

Zwei Tage vor dem Match gegen Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks (Fr., ab 1 Uhr LIVESCORES) schonten die Spurs beim abgeschlagenen Zwölften Tim Duncan und Kawhi Leonard.

Der beim Sieg über Oklahoma City (Bericht) noch so starke Tiago Splitter traf nur einen von zehn Versuchen aus dem Feld. Guard Cory Joseph (15 Zähler) war bester Schütze.

"Sie haben in Angriff und Abwehr deutlich besser gespielt und uns in den Hintern getreten", bilanzierte Coach Gregg Popovich.

[kaltura id="0_rgeeujrt" class="full_size" title="Spurs siegen im Gipfeltreffen"]

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