Der Meister eilt von Sieg zu Sieg. Auch die 76ers müssen sich beugen. Wade rettet James und eröffnet die Jagd auf Wilts Lakers.

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Von Eric Böhm

München/Philadelphia - Die Miami Heat haben ihre Siegesserie ausgedehnt und einen weiteren Meilenstein erreicht.

Der Titelverteidiger setzte sich bei den Philadelphia 76ers mit 98:94 (51:38) durch und feierte als erst vierte Mannschaft der NBA-Historie den 20. Erfolg hintereinander (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Den einsamen Rekord halten die Los Angeles Lakers der Saison 1971/1972. Sie gewannen damals angeführt von Legende Wilt Chamberlain sogar 33 Partien.

"20 ist schon eine besondere Zahl. Das ist fantastisch. Da muss man nicht lange drumherum reden. Jetzt wollen wir auch den nächsten Sieg", jubelte Dwyane Wade.

Yao Mings Rockets in Reichweite

Mit Kareem Abdul-Jabbars Milwaukee Bucks (70/71) haben die Heat bereits gleichgezogen. Zwischen ihnen und den Lakers stehen nur noch die Houston Rockets.

Die Mannschaft der Saison 2007/2008 um Yao Ming und Tracy McGrady war 22 Partien ungeschlagen geblieben ( 687271 DIASHOW: Die Bilder der 20. Woche ).

"Wir denken nur daran, das nächste Spiel zu gewinnen. Mal sehen, wohin uns das führt. Bei einer solchen Serie brauchst du natürlich auch Glück", sagte Lebron James.

Wade trifft

Der MVP meinte damit in erster Linie sich selbst. Er sammelte zwar 27 Punkte, sieben Rebounds und acht Assists, wäre durch zwei vergebene Korbleger in der Endphase aber fast noch zum tragischen Helden.

Dwyane Wade (21 Zähler) war es, der durch seinen Tip-In nach dem zweiten Patzer des "Kings" 29 Sekunden vor Schluss das 94:91 schaffte.

"Das waren zwei dumme Fehler von mir. D-Wade hatte die Aktion zum Glück noch nicht abgehakt und war rechtzeitig zur Stelle", lobte James.

Schwarze Serie für Philly

Danach behielt das Duo von der Freiwurflinie die Nerven. Zuvor hatten die tapferen 76ers mit einem 17:4-Lauf sogar kurzfristig die Führung übernommen, obwohl sie bis ins letzte Viertel hinein ständig hinten gelegen hatten.

Letztendlich holten sich aber dann doch noch die 14. Pleite in Serie gegen die Heat ab (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

"Das zeigt unsere besondere Qualität. Wir sind am Ende immer hellwach und nehmen nichts als selbstverständlich hin. Nur so ist dieser Lauf überhaupt möglich", meinte Miamis Trainer Erik Spoelstra.

Collins enttäuscht

Forward Thaddeus Young (24 Punkte, 15 Rebounds) war der beste Spieler der Gastgeber, die längst keine Playoff-Chance mehr haben, aber trotzdem einen großen Kampf lieferten.

"Wir haben viel Herz bewiesen. Am Ende hat uns nur ein Rebound gefehlt. Der letzte Schritt ist uns einfach nicht gelungen", haderte Philadelphias Coach Doug Collins.

Miami (49 Siege - 14 Niederlagen) vergrößerte dagegen seinen Vorsprung in der Eastern Conference. Routinier Ray Allen (12) war der drittbeste Scorer (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Bosh will schlafen

In der Nacht auf Samstag spielen die Heat in Milwaukee (ab 1.30 Uhr LIVESCORES) um den nächsten Erfolg. Wie gehen die Spieler mit der Situation um?

"Wenn du die Möglichkeit hast, schläfst du. Dann machst du deinen Job", lautete Chris Boshs (10 Zähler, 5 Rebounds) einfaches Rezept.

An Erfahrung in der sportlichen Führung mangelt es nicht. Teampräsident Pat Riley gehörte vor 41 Jahren zum Aufgebot der Rekord-Lakers.

"Ich habe mit ihm nicht darüber gesprochen. Du musst eine einzigartige Gruppe haben, um diese Ablenkungen auszublenden. Wir können damit umgehen", sagte Spoelstra.

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