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Jason Terry wurde 1999 als 10. Pick von den Atlanta Hawks gedraftet © getty

Bostons Jason Terry spricht bei SPORT1 über Sehnsucht nach und Trash-Talk mit Nowitzki sowie die Titelchancen der Celtics.

Von Dean Walle

Los Angeles - Von 2004 bis 2012 war Jason Terry der kongeniale Partner an der Seite von Dirk Nowitzki. Als hätte er es geahnt, ließ sich der Shooting Guard vor der Meisterschaftssaison 2010/11 die Larry O'Brien Trophäe für den NBA-Champion auf seinen linken Bizeps tätowieren.

Im vorigen Sommer wechselte der "Jet" von den Dallas Mavericks etwas überraschend zu den Boston Celtics. Passend zu seinem Wechsel ließ er sich dieses Mal das Celtics-Maskottchen mit Trophäe im Arm stechen.

Im SPORT1-Interview spricht der 35-Jährige über Dirk Nowitzki, die Titelchancen seines neuen Teams und Rivalität mit den Lakers. (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)

SPORT1: Wie ist es für Sie seit dem Wechsel von Dallas nach Boston bisher gelaufen?

Jason Terry: Der Übergang war fantastisch. Mit KG, Rondo und Pierce zusammen zu spielen, ist einfach toll. Durch sie fiel mir die Integration ins Team der Celtics sehr leicht. Und Doc Rivers ist ein hervorragender Coach. Vermisse ich meinen Kumpel Dirk Nowitzki? Natürlich! Aber ich muss jetzt nach vorne schauen - ein neues Kapitel hat begonnen (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

SPORT1: Sprechen Sie noch ab und zu mit Nowitzki?

Terry: Ja, wir reden noch von Zeit zu Zeit. Als er verletzt war und wir gegen Dallas gespielt haben, hat er eine Menge Müll von der Bank aus geredet. Aber es war alles im Spaß. Ich freue mich immer wieder, ihn zu sehen. Und besonders freut es mich, dass er endlich wieder auf dem Feld steht.

SPORT1: Wie fit ist er ihrer Meinung nach derzeit?

Terry: Ich glaube, er ist noch in der Reha-Phase. Es ist echt schwierig, wenn du schon wieder spielst, während du noch in der Reha bist. Du bekommst nicht genug Pausen. Nächste Saison wird er meines Erachtens wieder der Alte sein. Ich hoffe, sie werden ihm ein paar neue Spieler an die Seite stellen, damit sie wieder ein besseres Team haben. (690605DIASHOW: Die Bilder der 21. Woche)

SPORT1: Sie haben sich nach dem Wechsel das Celtics-Maskottchen "Lucky the Leprechaun" mit einer Titel-Trophäe auf den linken Arm tätowieren lassen. Ist der Titel denn überhaupt realistisch in dieser Saison?

Terry: Immer wenn du zwei Hall-of-Famer im Team hast, ist der Titel drin. Wir hatten diese Saison extremes Verletzungspech. Aber ich glaube noch an uns. Coach Doc Rivers stellt uns immer wieder hervorragend ein. Mit unserer Erfahrung und unserem Coach - ich nenne ihn den Guru - können wir mit jedem Team in der Eastern Conference mithalten. Wenn wir erst einmal in den Playoffs stehen, haben wir auch eine Chance auf den Titel.

SPORT1: Was können Sie persönlich dem Team geben?

Terry: Ich bringe dem Team Energie und bin die treibende Kraft von der Bank. Ich bin sozusagen der Anführer unserer Bank. Und diese Rolle liebe ich. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

SPORT1: Wie hat Ihre Meisterschaft mit den Mavericks Sie als Spieler verändert? Haben Sie jetzt mehr Selbstbewusstsein?

Terry: Keine Frage. Ich war schon immer sehr selbstbewusst. Doch der Titel hat noch mal einen drauf gesetzt. Jedes Mal, wenn ich auf dem Feld stehe und in einer schwierigen Situation stecke, hilft mir meine Meisterschaftserfahrung. Ich erinnere mich daran, wie schwer es damals war und zack ist das Selbstvertrauen wieder da.

SPORT1: Haben Sie das Gefühl, dass Sie durch den Titel auch von den anderen Spielern der NBA mehr respektiert werden?

Terry: Einen Titel kann einem keiner mehr nehmen. Man hat dann sofort den Respekt seiner Kollegen.

SPORT1: Es gab zuletzt einige Trade-Gerüchte rund um die Celtics. Welchen Einfluss hat das aufs Team gehabt?

Terry: Unsere Leistung hat das ganz sicher nicht beeinflusst. Immer wenn man den Fernseher einschaltet, sieht man natürlich immer nur uns und die Lakers, aber am Ende war es wieder mal viel Rauch um nichts.

SPORT1: Inwiefern ist die Rivalität zwischen den Lakers und Celtics anders als alle anderen in der NBA?

Terry: Es ist einfach anders. Es erinnert mich ein bisschen an Dallas gegen San Antonio, wo man einfach nie weiß, was passieren wird. Diese Saison haben die Lakers uns einmal weggehauen, und einmal haben wir sie weggefegt. Es fängt mit den Fans an. Überall drehen sie durch, auf den Straßen, in der Lobby und in der Arena. Es macht tierisch Spaß, ein Teil davon zu sein.

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