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Dirk Nowitzki (l., gegen Ray Allen) spielt seit 1998 für die Dallas Mavericks © getty

Beim All-Star Game steht Dirk Nowitzki vor einem neuen Team-Rekord. Der "Pate" Shaq O'Neal feiert in Phoenix ein Comeback.

Phoenix - Von den Trainern geliebt, von den Fans verschmäht: Wenn sich Amerikas Basketball-Stars am Sonntag in Phoenix zum 58. Mal beim All-Star Game 68007(zu den Bildern des Slam Dunk Contests) duellieren, muss sich Dirk Nowitzki einmal mehr mit der Rolle des Edelreservisten abfinden.

Trotz einer erneut guten Saison mit durchschnittlich 25,9 Punkten pro Spiel wurde der gebürtige Franke wie im Vorjahr bei der Internet-Wahl nicht in die Startformation der West-Auswahl berufen.

Nowitzki nahm die Degradierung allerdings als der gewohnt bescheidene Gentleman zur Kenntnis: "Bei diesem Ereignis dabei zu sein, ist immer eine Ehre. Außerdem trifft man an diesem Wochenende immer viele alte Freunde. Ich werde ein bisschen Spaß haben." ad

Achte All-Star-Nominierung

Fast auf den Tag genau zehn Jahre nach seinem ersten Auftritt in der NBA darf das einstige "German Wunderkind" mit berechtigtem Stolz auf das US-Abenteuer zurückblicken.

Dank Talent und Disziplin gehört Nowitzki, der von seinem Ausrüster für das sonntägliche Gipfeltreffen mit zu den Trikots passendem roten Schuhwerk versorgt wurde, heute zu den wohlklingendsten Namen der Liga und stellt an diesem Wochenende mit acht All-Star-Berufungen in Folge bei den Mavericks einen Teamrekord auf.

Gunst der Fans ist ausschlaggebend

Dass es auch in diesem Jahr nur dank einer Wildcard der Coaches für den Trip zum Klassiker reichte, dürfte auch daran liegen, dass die Fans in Phoenix zunächst den dort beheimateten Amare Stoudemire auf der Forward-Position spielen sehen wollen.

Eine Wahl, die zumindest bei einem Blick auf die Statistiken nicht unbedingt Sinn macht. Nowitzki liegt als viertbester Werfer der NBA sowohl bei den Punkten (Stoudemire: 21,0), als auch bei den Rebounds (8,3 zu 8,1) und Assists (2,3 zu 2,1) im direkten Vergleich vorne.

Shaq ist wieder dabei

Beim All-Star-Wochenende reiht sich Nowitzki in die Schar der NBA-Superstars ein - überraschenderweise auch noch einmal mit Megastar Shaquille O'Neal.

Der mittlerweile 36-Jährige erlebt im Dress der Phoenix Suns seinen zweiten Frühling und verdoppelte mit bisher zwölf Spielen mit mindestens 20 Punkten und zehn Rebounds bereits zur Saisonhalbzeit seine Vorjahresquote. Und das, obwohl die Suns ihm bei zwei Spielen ohne Ruhetag automatisch eine Spielpause gönnen.

Sein 15. Allstar-Spiel wollte "Shaq" derweil um keinen Preis verpassen. "Ich bin der 'Pate' der NBA und einer der letzten Dinosaurier. In Phoenix stehe ich als Kapitän am Ruder. Wir werden eine großartige Zeit haben."

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