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LeBron James (M.) verließ Cleveland im Sommer 2010 in Richtung Miami © getty

In Cleveland liegen die Heat mit 27 Punkten hinten, ehe der MVP den 24. Sieg in Folge rettet. Melo feiert eine starke Rückkehr.

Von Eric Böhm

München - Der Lauf geht weiter: LeBron James hat in seiner alten Heimat ein weiteres phänomenales Meisterstück vollbracht.

Der MVP führte die Miami Heat beim 98:95 (35:55) über die Cleveland Cavaliers mit einem Triple-Double zum 24. Sieg in Folge (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Die Jagd auf die Rekordserie der L.A. Lakers (33) geht also weiter. Dabei hatte der Meister im dritten Viertel schon mit 27 Punkten in Rückstand gelegen.

"Das war einer der bizarrsten Tage meines Lebens und eines der besten Comebacks", sagte James.

"Wir gerieten nie in Panik"

Wegen einer kaputten Anzeigetafel verschob sich der Tip-Off um 35 Minuten. Dann rannte auch noch ein Fan auf den Court. Das irre Spiel stand dem in nichts nach.

James verbuchte 25 Punkte, zwölf Rebounds und zehn Assists, den Großteil häufte er während des Wahnsinnscomebacks an (690605DIASHOW: Die Bilder der 21. Woche).

Bereits zum dritten Mal in dieser NBA-Saison holte eine Mannschaft einen solchen Rückstand auf. Das Kunststück war bereits Atlanta und Milwaukee gelungen.

"Ich wusste, wir hatten noch viel Zeit. Wir gerieten nicht in Panik. 18 Minuten sind im Basketball eine Ewigkeit", meinte James.

Cavs lange Zeit stark

Als Rookie Tyler Zeller sein Drei-Punkte-Spiel zum 67:40 abgeschlossen hatte, war die zweitlängste Siegesserie der NBA-Geschichte erneut höchst gefährdet.

Zuletzt hatte Miami in Boston (Bericht) schon ein deutliches Defizit auf den letzten Drücker wettgemacht (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Umso bemerkenswerter war die Führung der Cavaliers, da der im Osten weit abgeschlagenen Truppe die drei Topscorer Kyrie Irving, Anderson Varejao und Dion Waiters fehlten.

"Wir wussten, dass sie zurückkommen würden. Sie sind nicht umsonst der Champion. Sie lassen sich nicht hängen", sagte Clevelands Forward Tristan Thompson (18 Punkte).

James denkt nicht an die Serie

Als die Heat in Schwung kamen, gab es aber kein Halten mehr. "King" James verwandelte Sekunden vor dem Ende die Freiwürfe zum 98:95, ehe C.J. Miles die letzte Ausgleichschance vergab.

Damit verpassten die Cavs die große Chance dem Staatsfeind Nummer eins ihrer Fans eine bittere Niederlage beizubringen.

"Die Serie hatte ich nicht im Kopf. Ich habe daran gedacht, dass wir hier drauf und dran waren, abgeschossen zu werden", betonte James.

Bestmarke rückt näher

Da Dwyane Wade und Chris Bosh (je elf Punkte) nur durchschnittliche Leistungen ablieferten, musste Point Guard Mario Chalmers (17 Zähler) dem Superstar zur Seite springen.

Ray Allen steuerte drei eiskalte Dreier bei. Nun stehen für Miami gegen Detroit (Sa., ab 0.30 Uhr LIVESCORES) und Charlotte (So., ab 23 Uhr LIVESCORES) vermeintliche Pflichtaufgaben an.

Den Rekord der Lakers könnte der Spitzenreiter der Eastern Conference (53 Siege - 14 Niederlagen) am 6. April gegen Philadelphia einstellen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

New York Knicks - Orlando Magic 106:94

Carmelo Anthony feierte beim 106:94 (51:46) seiner New York Knicks gegen die Orlando Magic eine gelungene Rückkehr.

Nach hartnäckigen Knieproblemen wirkte der All-Star wieder spritzig und sammelte 21 Punkte. Er wurde nur von Sixth Man J.R. Smith (22) übertroffen.

"Ich fühle mich gut und gesund. Der Eingriff war die richtige Entscheidung", sagte "Melo", dem Flüssigkeit aus dem schmerzenden Knie entfernt worden war.

Chandler fehlt

New York (40:26) war der Sieg im Kampf um Rang drei in der Western Conference mindestens ebenso wichtig, wie die Rückkehr des Topscorers.

Tyson Chandler fällt dagegen mit einer Nackenverletzung noch circa eine Woche aus. Gegen Orlando wurde er nicht benötigt. Bester Spieler der Magic war Forward Kyle O'Quinn (12 Zähler, 14 Rebounds).

Memphis Grizzlies - Oklahoma City Thunder 90:89

Ein Tip-In von Marc Gasol bescherte den Memphis Grizzlies den 90:89 (83:83, 44:38)-Erfolg nach Verlängerung über die Oklahoma City Thunder.

Der spanische Center (14 Punkte, 15 Rebounds) entschied nach Zach Randolphs (15 Zähler, 18 Rebounds) Fehlwurf das Topspiel der Western Conference (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Ich sah, wie Zach hochging und wollte zum Rebound. Da hatte ich Glück", sagte Gasol. Jerryd Bayless hatte Memphis per Dreier überhaupt erst in die Verlängerung geschossen.

Schwache Quote

Kevin Durant markierte für die Gäste 32 Punkte. Allerdings trafen der NBA-Topscorer und Teamkollege Russell Westbrook (20 Zähler) nur 18 ihrer 53 Würfe.

Damit rügte Verfolger Memphis (46:21) dichter an die zweitplatzierten Thunder (50:19) heran.

"Wir hatten viele Chancen, das Spiel zu gewinnen. Am Ende haben sie die beiden wichtigsten Würfe getroffen", bilanzierte der enttäuschte Durant.

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