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O'Neal behielt den Korb in Phoenix in jeder Lage im Auge © getty

Fehde? Ach was. Bryant und O'Neal geht es auch beim 58. All-Star Game ums Gewinnen - und die Show. Shaq tritt als Maskenmann auf.

Von Michael Spandern

München - Die guten alten Zeiten lebten noch einmal auf.

Topscorer Kobe Bryant und Spaßvogel Shaquille O'Neal bei seinem wohl letzten All-Star Game führten den Westen in Phoenix zum klaren 146:119 (72:67)-Erfolg über den Osten 69123(zu den Bildern des Spiels) .

Vieles erinnerte an die kurze Dynastie der Los Angeles Lakers, als Bryant und Shaq 2000, 2001 und 2002 dem Glamourteam drei Titel nacheinander bescherten. "Es fühlte sich wie Rückblenden an", bemerkte O'Neal, der sich den MVP-Titel des 58. All-Star Games mit Kobe teilte.

Der Sieg und die Show

Auf dem Parkett, das Shaq bei seiner Einwechslung erst nach einem Hip-Hop-Tänzchen mit einer weißen Maske enterte, waren die Beiden so unfassbar wie ihre Fehde, die sie vermeintlich auseinander gebracht hatte.

Lokalmatador O'Neal, der von den Lakers zunächst zu den Miami Heat und dann zu den Phoenix Suns verschoben wurde, hatte die Streitereien jüngst wiederholt als Marketing-Maßnahme abgetan. 68007(zu den Bildern des Slam Dunk Contests)

In der Nacht auf Montag konzentrierten sich Shaq (17 Punkte, fünf Rebounds in nur elf Minuten) und Bryant (27 Punkte, vier Assists, vier Rebounds) wieder aufs Siegen und auf die Show.

Keine "Magnolien aus Stahl"

Shaq - nie um große Namen für sich selbst verlegen - schloss diesmal Kobe mit ein und schwärmte vom den "großartigen Legenden".

Bryant stellte jedoch rasch klar: "Wir gehen jetzt nicht in ein Zimmer und schauen uns 'Magnolien aus Stahl' an, heulen heraum und so weiter. Wir hatten unseren Spaß. Das ist alles."

In ihrem Schatten stand LeBron James von den Cleveland Cavaliers, der es als erfolgreichster Korbjäger des Ostens auf 20 Punkte brachte. Paul Pierce und Dwyane Wade steuerten jeweils 18 Punkte bei.

Kurzarbeit für Nowitzki

Shaq kam Mitte des Anfangsviertels aufs Feld und steuerte drei Körbe und einen Assist zum 19:0-Lauf bei, mit dem der Westen einen 8:20-Rückstand umbog. Der "Diesel" kehrte erst im dritten Abschnitt zurück, und half dem Westen, vorentscheidend auf 110:89 (36.) davonzuziehen.

Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki durfte in seinem achten All-Star Game nur 14 Minuten aufs Parkett und erzielte acht Punkte.

Die West-Auswahl feierte im 58. Vergleich mit den Stars der Eastern Conference den 23. Erfolg und revanchierte sich für die 128:134-Schlappe aus dem Vorjahr.

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