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Der zweimalige MVP Steve Nash und Terry Porter gehen fortan wohl getrennte Wege © getty

Terry Porter erhält in Phoenix seine Papiere. Nun soll einer seiner Assistent übernehmen - das stellt eine Rolle rückwärts dar.

Von Michael Spandern

München - Die Phoenix Suns haben am Tag des All-Star Games 69123(zu den Bildern des Spiels) in ihrer Stadt den Trainer getauscht.

Terry Porter wurde am Sontagabend gefeuert, obwohl er erst zu Saisonanfang einen Drei-Jahres-Vertrag über sechs Millionen Dollar unterschrieben hatte.

Der Nachfolger ist schon gefunden: Assistenzscoach Alvin Gentry, der seit 20 Jahren auf NBA-Trainerbänken sitzt und zwischen 2000 und 2003 Head Coach der L.A. Clippers war, übernimmt bis zum Sommer das Zepter.

In Richtung Tempobasketball

Gentry, als Spieler eine Legende und nach wie vor äußerst beliebt bei den Suns, war zudem in Miami und Detroit jeweils Cheftrainer, allerdings als Interimslösung.

"Ich meine, Alvin ist ein großartiger Coach für die Spieler", sagte Amare Stoudemire nach dem All-Star Game, in dem er den Westen als zweitbester Scorer mit 19 Punkten zum Sieg geführt hatte.

"Er wird sportlich gesehen eine klasse Strategie mitbringen, in Richtung Tempobasketball." Ob der Wechsel nötig war, werde die Zeit zeigen, sagte Stoudemire.

Stoudemire gedanklich schon weg

Womöglich wird den Power Forward das alles aber nicht mehr betreffen. Schließlich wird er seit rund einer Woche quer durch die Liga feilgeboten.

Und an einem Verbleib bei den Suns liegt dem 26-Jährigen nichts mehr: "Wenn mein letztes Heimspiel hier das All-Star Game, in dem ich in der Startfünf stand, gewesen sein sollte, wäre es ein großartiger Abschied."

Das Team, das mit einer Bilanz von 28 Siegen und 23 Niederlagen auf den neunten Platz und aus den Playoff-Rängen gerutscht ist, hat angeblich auch den Co-MVP des All-Star Games, Shaquille O'Neal, zum Tausch freigegeben. (Shaq und Stoudemire auf der Ladentheke)

Der Letzte aus D'Antonis Trainerstab

Porter, der den nach dem frühen Playoff-Aus im Vorjahr entlassenen Mike D'Antoni ersetzt hatte, war auch wegen der langsameren Spielweise der Suns kritisiert worden. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

Allerdings war O'Neal unter dem Trainerneuling nochmals aufgeblüht. Nun bricht die Zeit des Alvin Gentry an, dem einzigen, der aus D'Antonis Trainerstab noch in Phoenix übrig ist.

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