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LeBron James (l.) erzielt in den letzten fünf Spielen einen Schnitt von 29,4 Punkten © getty

LBJ und Ray Allen überrollen Orlando und jagen den Lakers-Rekord. Denver verspielt seine Serie, Wall spielt Memphis schwindelig.

Von Florian Pertsch

München - Die Miami Heat haben ihre beeindruckende Siegesserie auch gegen die Orlando Magic aufrecht erhalten (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Der NBA-Champion gewann ohne den weiter verletzten Dwyane Wade gegen den Nachbarn aus Florida mit 108:94 (55:46) und feierte den 27. Sieg in Folge.

Damit fehlen den Heat noch sechs Siege, um die 33-Spiele-Serie der Los Angeles Lakers (1971/72) einzustellen.

"King James" bleibt weiter bescheiden

"Wir nehmen dieses Team und die Serie nicht als selbstverständlich. Ich werde es auch weiterhin wiederholen: Die Siege werden nicht von alleine kommen", blieb LeBron James hartnäckig bei seiner Meinung.

Durch den Triumph über Orlando sicherte sich Miami zumindest die zweitlängste Serie in der Geschichte der vier Major Leagues, nachdem das Baseball-Team der New York Giants (26 Siege im Jahr 1919) überholt wurde (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Fünf Minuten Feuerwerk

Lange Zeit sah es aber nicht danach aus, dass Miami im Rekordrennen bleiben würde. 2:59 Minuten vor Ende des dritten Viertels geriet die Heat-Maschine aber doch ins Laufen und fegte Orlando in weniger als fünf Minuten mit einem 20:2-Lauf vom Platz.

"Als sie ins Laufen kamen, haben wir noch versucht, sie aufzuhalten. Aber es ging alles so schnell", erklärte Orlandos Kyle O'Quinn.

James, der mit 24 Punkten, elf Assists und neun Rebounds nur knapp ein Triple Double verpasste, eröffnete den Lauf mit einem krachenden Dunk ( 690605 DIASHOW: Die Bilder der 21. Woche ).

Allen eiskalt von der Dreierlinie

Im Anschluss hagelte es aus der Distanz Dreipunktwürfe von Ray Allen (12 Punkte), der vier von sechs Dreiern verwandelte.

Mario Chalmers steuerte 17 Zähler bei und verhalf Coach Erick Spoelstra zu seinem 250. Sieg als Trainer.

"In der Schlussphase haben wir genug gemacht, um dieses Spiel zu gewinnen. Das war eines der besten Viertel, die wir bisher gezeigt haben. Der Teil davor war etwas schläfrig", analysierte Spoelstra die Leistung seines Star-Ensembles.

Ohne Vucevic machtlos

Auf Seiten der Magic hielt lange Zeit Jameer Nelson dagegen, der auf 27 Punkte und zwölf Rebounds kam (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Tobias Harris erzielte 20 Zähler, doch ohne den verletzten Center Nikola Vucevic hatte Orlando am Ende zu wenig entgegenzusetzen.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

New Orleans Hornets - Denver Nuggets 110:86

Die Serie der Denver Nuggets hingegen riss äußerst unsanft gegen das West-Kellerkind New Orleans Hornets.

Ohne den weiter verletzten Point Guard Ty Lawson blieb Denver durch das 86:110 (38:59) der 16. Sieg in Folge verwehrt.

Beim Team von Trainer George Karl erreichte lediglich der Italiener Danilo Gallinari mit 24 Punkten Normalform. Neben "Galo" punkteten nur Kenneth Faried (13) und Wilson Chandler (11) zweistellig.

Karl verzichtet auf Wutrede

Karl ging mit seinen Spielern aber nicht zu hart ins Gericht: "Tyson ist sehr wichtig für uns. Er macht alle anderen besser. In den letzten drei Spielen haben wir uns für besser gehalten, als wir sind. So etwas liegt in der Natur des Menschen."

"Wir haben ein sehr schlechtes Spiel gemacht, sie ein sehr gutes", stellte Nuggets-Guard Andre Miller nüchtern fest: "Unser Plan war es, sie in Fallen zu locken, doch ihre Aufbauspieler fanden immer den freien Mann. Den Ball ständig aus dem Korb zu holen, hat uns sehr frustriert."

Ex-Bamberger dreht auf

Für New Orleans, das ohne Aufbauspieler Greivis Vasquez sowie Eric Gordon antreten musste, sprang Ex-Bamberg-Profi Brian Roberts in die Bresche.

Roberts erzielte 13 Punkte und fütterte seine Kollegen mit 18 Assists.

"Es ist schwer zu begreifen, 18 Assists gespielt zu haben", erklärte ein verblüffter Roberts, der mehr Vorlagen gab, als der Rest des Teams zusammen: "Andere Spieler schaffen das in ihrer gesamten Karriere nicht."

Ryan Anderson steuerte als Reservist 23 Punkte bei und traf fünf seiner elf Dreipunktwürfe.

Washington Wizards - Memphis Grizzlies 107:94

Die Memphis Grizzlies, Denvers direkte Verfolger in der Western Conference, stolperten unterdessen bei den Washington Wizards.

Washingtons John Wall erwischte einen Gala-Abend und schickte die Grizzlies im Alleingang wieder nach Hause.

Wall erzielte 47 Punkte (drittbester Wert der Saison), acht Assists und sieben Rebounds und sicherte den Wizards den 26. Saisonsieg. Emeka Okafor unterstützte den Guard mit 21 Zählern (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Ich war 'in the zone'. Als ich die ersten Würfe traf, wusste ich, dass der Rhythmus stimmt", freute sich Wall über die Leistung und bekam sogar von Washingtons Quarteback Robert Griffin III Twitter-Glückwünsche.

Bei den Grizzlies, die ohne ihren verletzten Center Marc Gasol antraten, überzeugte nur Mike Conley, der auf 23 Punkte und sieben Assists kam.

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