Das Starensemble aus L.A. erleidet in Milwaukee einen Rückschlag im Playoff-Rennen. Nash muss raus. Bryant geht an Krücken.

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Von Eric Böhm

München - Die Los Angeles Lakers haben eine besonders schmerzhafte Niederlage erlitten.

Bei den Milwaukee Bucks setzte es beim 103:113 (56:53) die vierte Niederlage innerhalb der vergangenen fünf Partien (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Zu allem Überfluss machen Kobe Bryant und Steve Nash Sorgen. Vor allem ein längerer Ausfall Bryants würde den Playoff-Hoffnungen wohl den Todesstroß versetzen.

"Es ist eine Entzündung. Das wird mich nicht aufhalten", spielte der Superstar seine Fußprobleme bei "Yahoo Sports" herunter. Ihm fehlen nur vier Zähler, um Wilt Chamberlain (31.419) vom vierten Rang der ewigen NBA-Scorerliste zu verdrängen.

Bryant und Nash angeschlagen

Bryant biss sich in Milwaukee zwar durch und markierte 30 Punkte, musste die Arena aber sogar auf Krücken verlassen. Eine Absplitterung im linken Fuß machte ihm Probleme.

Die Blessur hat aber nichts mit der schweren Verstauchung vor einigen Wochen zu tun. Vor dem Spiel in Sacramento (So., ab 4 Uhr LIVESCORES) wird "Black Mamba" einen Spezialisten aufsuchen.

Außerdem kam Point Guard Steve Nash im letzten Viertel aufgrund einer Hüftverletzung, die auf Rücken und Oberschenkel ausstrahlte, nicht mehr zum Einsatz ( 693493 DIASHOW: Die Bilder der 22. Woche ).

"Es ist zu Wochenanfang in Golden State passiert. Die Oberschenkel haben zugemacht, dann bekam ich schon in Minnesota wegen der Fehlbelastung Hüftprobleme", sagte Nash (16 Zähler, 6 Assists).

Kritik von Howard

Die ohnehin schon nicht besonders starke Abwehr litt durch die angeschlagenen Stars gegen die Bucks noch mehr. Metta World Peace fällt nach seiner Meniskus-OP eh aus.

Milwaukee nutzte die Chance nach der Pause. Center Larry Sanders gelang mit 21 Punkten eine persönliche Bestleistung. 13 Rebounds legte er auch noch drauf.

"Wir müssen gegen solche Jungs besser zusammenarbeiten. Verteidigung ist Einstellungssache und Teamarbeit. Das hat heute nicht gestimmt", kritisierte Dwight Howard (15 Punkte, 15 Rebounds).

Enger Dreikampf

Doch nicht nur die Big Men um Sanders und den Türken Ersan Ilyasova (20 Zähler) trumpften auf, auch die Guards der Gastgeber durften unbehelligt glänzen.

Monta Ellis gelangen 18 Zähler sowie neun Assists für den Achten der Eastern Conference, der seinen Playoff-Platz sicher hat.

Das sieht bei den Lakers (37 Siege - 36 Niederlagen) im Westen ganz anders aus. Nach dem erneuten Dämpfer sitzen ihnen Utah (36:36) und Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks (35:37) weiter im Nacken (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

D'Antoni bleibt positiv

Wenigstens stimmt die Moral. Antawn Jamison (13 Zähler) und Howard sorgten zu Beginn des Schlussviertels für eine knappe Führung.

Brandon Jennings (20 Punkte) initiierte dann jedoch einen 15:4-Zwischenspurt der Bucks, den die Kalifornier nicht mehr kontern konnten (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

"Wir müssen weiter kämpfen. Wir haben schon mehr Rückschläge weggesteckt", meinte Lakers-Coach Mike D'Antoni.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Phoenix Suns - Sacramento Kings 103:117

Die Sacramento Kings gewannen das Kellerduell bei den Phoenix Suns 117:103 (64:50) und schafften den ersten achten Auswärtssieg der Saison.

DeMarcus Cousins zeigte mit 34 Punkten und 14 Rebounds eine überragende Leistung und konnte im vierten Abschnitt sogar geschont werden (SERVICE: Die Tagesbesten).

In der ersten Hälfte markierte er 17 Kings-Zähler in Folge. "Das habe ich gar nicht mitbekommen. Ich habe auf meine Stärken vertraut", sagte der Center.

Tuckers Bestleistung

Wenn er sich auf seine sportlichen Qualitäten konzentriert, ist Cousins einer der besten jungen Big Men der NBA, oftmals bringt er sich jedoch mit dummen Fouls und anderen Aktivitäten in Schwierigkeiten.

Die Suns bekommen dagegen seit dem All-Star Game gar nichts mehr auf die Reihe. Von 20 Spielen wurden nur sechs gewonnen.

Luis Scola (25 Punkte) war gegen Sacramento ihr bester Schütze. Der ehemalige Bamberger P.J. Tucker stellte mit 18 Zählern eine persönliche Bestleistung auf.

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