Die Retourkutsche der Heat ohne die offiziell verletzten James und Wade geht auf. Bosh entscheidet den NBA-Gipfel per Dreier.

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Von Eric Böhm

München/San Antonio - Wer braucht LeBron James und Dwyane Wade? Die Miami Heat haben auch ohne ihre beiden Superstars das Gipfeltreffen der NBA gewonnen.

Der Spitzenreiter der Eastern Conference setzte sich mit 88:86 (40:45) bei den San Antonio Spurs durch, obwohl das Top-Duo geschont wurde (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Co-Star Chris Bosh nutzte mit 23 Punkten, neun Rebounds und vier Blocks die Gunst der Stunde. Der Power Forward versenkte 1,9 Sekunden vor Schluss auch den siegbringenden Dreier.

"Wir sind der Titelverteidiger, egal wer aufläuft. Wir sind die Miami Heat. Einige von uns haben hier Nebenrollen akzeptiert, aber wir können auch Hauptrollen übernehmen", sagte Bosh.

Beste Bilanz der NBA

Boshs vollmundige Aussage belegt ein Blick auf die Statistik. Wenn nur einer der drei "Miami Thrice" auflief, gewannen die Heat sechs von sieben Partien.

Die beste Bilanz nach der regulären Saison ist den Heat (58 Siege - 15 Niederlagen) so kaum noch zu nehmen. Zudem ging die riskante Retourkutsche für "Restgate" auf (693493DIASHOW: Die Bilder der 22. Woche).

Beim Hinspiel im November hatte San Antonio auf seine Topspieler Tim Duncan, Tony Parker, Manu Ginobili und Danny Green verzichtet.

Lob von James

Daraufhin hatte die NBA eine empfindliche Geldstrafe in Höhe von 250.000 Dollar verhängt. "Wer könnte sich so etwas vorstellen, Das ist unter der Gürtellinie", machte sich Spurs-Coach Gregg Popovich nun über die damaligen Aussagen des Commissioners David Stern lustig.

Bei der Vorschau auf ein mögliches NBA-Finale pausierten James (Oberschenkelprobleme) und Wade (Knöchelblessur) daher offiziell verletzungsbedingt.

"Ich liebe meine Teamkollegen. Das war ein großer Sieg und ein großer Wurf von Chris Bosh", twitterte James im Anschluss (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Bosh netzt ein

Ray Allen steuerte für Miami 14 Zähler bei. Flügelspieler Mike Miller versenkte vier Dreier, aber der Abend gehörte Bosh.

Der häufig nur durch seine Störaktionen bei Interviews von Mitspielern für Aufsehen sorgende All-Star trumpfte große auf und traf drei seiner fünf Distanzwürfe.

"Er ist zunächst einmal ein großartiger Spieler, aber auch ein großartiger Werfer. Timmy war nahe an ihm dran, aber er hat den Siegtreffer gesetzt", lobte Popovich.

Parker gedoppelt

Beim Topteam der Western Conference (55:18) ragte Duncan (17 Punkte, 12 Rebounds) mit einem Double-Double heraus (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Miami nahm aber mit effektivem Doppeln Tony Parker über weite Strecken aus dem Spiel. Der französische Spielmacher markierte zwölf Zähler, traf aber nur vier von 14 Würfen.

"Sie haben mich immer wieder mit zwei Spielen in die Falle gelockt. Bei jeder Aktion waren sie sofort um mich herum zur Stelle", haderte Parker.

Spoelstra feiert Heat-Stolz

Durch ein starkes drittes Viertel (31:18) übernahm Miami die Kontrolle über das Spiel. Der junge Norris Cole (13 Punkte, 5 Assists) glänzte als Vertreter des ebenfalls nicht aufgebotenen Point Guards Mario Chalmers.

Duncan wendete in der Schlussphase mit zwei Treffern noch einmal das Blatt zum zwischenzeitlichen 86:83 für die Gastgeber.

Nach Coles zwei Freiwürfen vergab Duncan jedoch aus der Mitteldistanz und ermöglichte Boshs Heldentat.

"Keine Frage, das ist ein erfreulicher Sieg gegen ein Top-Team. Wir wollten hier mit Heat-Stolz antreten. Egal wer das Trikot trägt, es kommt auf den Namen an, der vorn draufsteht", betonte Trainer Erik Spoelstra.

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