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Dirk Nowitzki (l.) spielte mit den Mavericks seit 2001 immer in den NBA-Playoffs © getty

Dirk Nowitzkis Team rangelt mit den Lakers und Utah um das letzte Playoff-Ticket. SPORT1 analysiert die Chancen der Kontrahenten.

Von Eric Böhm

München - Der Kampfgeist ist geweckt: Die Dallas Mavericks haben sich durch einen erfolgreichen März ins Geschäft gebracht.

Um doch noch die 13. Playoff-Teilnahme in Folge zu schaffen, braucht es einen furiosen Endspurt. Der Dreikampf mit den Los Angeles Lakers und Utah Jazz verspricht Spannung bis zum letzten Spieltag der regulären Saison.

Rechtzeitig vor dem Kracher bei den Lakers (Mi., ab 4.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM) präsentiert sich vor allem Dirk Nowitzki in der alten All-Star-Verfassung und ist heiß auf die neun Endspiele.

"Es macht Spaß, für etwas zu kämpfen. Wenn wir nur um den zwölften Platz spielen würden, wäre das sicher anders", sagt der 34-Jährige.

Doch wie stehen eigentlich die Chancen im Vergleich zum ramponierten Starensemble aus Los Angeles und den außerhalb Utahs weitesgehend unbekannten Jazz?

SPORT1 vergleicht die drei Kontrahenten um das achte und letzte Playoff-Ticket der Western Conference (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Dallas Mavericks (36 Siege - 37 Niederlagen): Der Jäger

Nach einem desaströsen Saisonstart und Nowitzkis quälend langem Ausfall hechelten die völlig umgekrempelten Mavericks von Beginn an der Musik hinterher.

Abgeschrieben war Coach Rick Carlisles Mannschaft mindestens einmal pro Monat.

Doch seit der 103:136-Abfuhr in Houston am 3. März läuft es. Die alteingesessenen Mavs und die auf ein Jahr verpflichteten Söldner fühlten sich an der Ehre gepackt.

Die Chancen auf ein Happy End stehen angesichts der aktuellen Form gar nicht so schlecht. Mit einem Sieg in L.A. könnten die Texaner mit den Lakers nach Niederlagen gleichziehen.

Danach folgt zwar der schwere Gang nach Denver, aber die folgenden Aufgaben Sacramento, Phoenix, Portland und New Orleans - alles Teams, die hinter den Mavericks rangieren - sind lösbar.

Die bisherige Saisonbilanz gegen das Quartett steht bei 7:1. Einzig die Heimspiele gegen Denver und Memphis könnten noch knifflig werden. Selbst wenn diese Begegnungen verloren würden, stünden am Ende eventuell 42 Erfolge 40 Niederlagen gegenüber.

Gegen Dallas sprechen die Schulterprobleme des zweitbesten Scorers O.J. Mayo und der direkte Vergleich mit Utah (1:2). Mit den Lakers könnte es noch zum 2:2-Ausgleich kommen.

Der nächste Tie-Breaker bei Gleichstand wäre die Divisionsbilanz, um diese noch auf 8:8 auszugleichen, müssten Erfolge gegen Memphis und New Orleans (zweimal) her.

Playoff-Wahrscheinlichkeit: 40 Prozent

L.A. Lakers (38 Siege - 36 Niederlagen): Das Schwergewicht

Die Saison der Lakers als eine Achterbahnfahrt zu beschreiben, wäre maßlos untertrieben. Mit namhaften Verstärkungen und großen Erwartungen gestartet, musste nach einem kapitalen Fehlstart Trainer Mike Brown gehen.

Im Februar ging es dann plötzlich bergauf. Kobe Bryant wirkte frisch wie eh und je, Dwight Howard fand seine Form und traf sogar den einen oder anderen Freiwurf.

In Oklahoma City oder San Antonio wurde hinter vorgehaltener Hand schon vor einem Erstrundenduell gezittert, doch seit gut zwei Wochen ist der Trend kein Friend mehr.

Bryants anhaltende Fußprobleme und die neuerlichen Probleme Steve Nashs führten zu vier Pleiten in den vergangenen sechs Spielen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Zudem stehen nach Dallas noch schwere Brocken an. Memphis, Lokalrivale Clippers, Golden State, San Antonio und Houston - alles Teams, die in der Tabelle vor den Lakers positioniert sind - stehen den vermeintlich machbaren Aufgaben New Orleans und Portland gegenüber.

Mehr als drei Siege wären schon ein Erfolg. Die Divsionsbilanz für etwaige Gleichstände steht aktuell bei je sieben Siegen und Niederlagen. Eine Pleite gegen die Clippers wäre demnach doppelt teuer.

Playoff-Wahrscheinlichkeit: 30 Prozent

Utah Jazz (39 Siege - 36 Niederlagen): Der Außenseiter

Auch aufgrund ihrer geografischen Lage stehen die Jazz nur selten im medialen Mittelpunkt. Im Gegensatz zu Mavericks und Lakers rangieren sie aber schon über die gesamte Saison zwischen Platz sieben und neun.

Statistisch gesehen kann Utah nichts wirklich gut, hat aber auch kaum grobe Schwächen. Mit einem Wort zusammengefasst: Durchschnitt.

Das Team setzt vor allem auf seine Big Men mit den Double-Double-Maschinen Al Jefferson und Paul Millsap sowie den jungen Derrick Favors und das türkische Toptalent Enes Kanter.

Dazu kommen die Rollenspieler Gordon Hayward, Randy Foye oder Spielmacher Mo Williams. Ein echter Go-to-Guy fehlt jedoch.

Die Truppe von Coach Tyrone Corbin gibt als einziger der drei Bewerber im Schnitt weniger als 100 Punkte pro Partie ab und hat gegen beide Kontrahenten den direkten Vergleich auf ihrer Seite.

Mit zuletzt vier Siegen wurde der gewaltige Negativtrend - zwölf Pleiten aus 15 Spielen - gestoppt. Das Programm ist freilich auch nicht ohne.

Heimspielen gegen Denver und Oklahoma City stehen noch Gastspiele bei Golden State und Memphis gegenüber - alles Gegner mit einer besseren Bilanz. Zudem wartet ein Gastspiel in Minnesota auf die auswärtsschwachen Jazz. Mehr als vier Siege wären daher ein Erfolg.

Die aktuelle Divisionsbilanz steht bei 6:5, es folgen aber noch fünf Spiele gegen Northwest-Kontrahenten.

Playoff-Wahrscheinlichkeit: 30 Prozent

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