Der Guard beschert den Spurs die nächste Last-Minute-Pleite und hievt Memphis auf Rang drei. Seine Jordan-würdige Serie reißt.

[kaltura id="0_m460p6t8" class="full_size" title=""]

Von Eric Böhm

München/Memphis - Die Memphis Grizzlies haben mit einem historischen Jubiläum ein Ausrufezeichen gesetzt.

Durch den 92:90 (37:44)-Erfolg über die San Antonio Spurs gelang ihnen erst zum zweiten Mal in ihrer NBA-Geschichte der 50. Saisonsieg (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Point Guard Mike Conley Jr. (23 Punkte) war der Matchwinner der Grizzlies. Zunächst schaffte er per Dreier den 90:90-Ausgleich, dann sorgte er mit seinem Korbleger für den zwölften Heimsieg in Folge.

"Wir haben höhere Ziele. 50 Siege sind gut und schön, aber es gibt noch mehr zu tun. Ich erinnere nur an das letzte Mal", sagte Coach Lionel Hollins.

Siege gegen Spitzenteams

In der Saison 2003/2004 schaffte Memphis erstmals 50 Siege in einer Spielzeit. Danach verloren sie jedoch ihre restlichen Partien und scheiterten in der ersten Playoff-Runde mit 0:4 an den Spurs.

In dieser Saison tritt die Truppe wesentlich stabiler auf und bezwang San Antonio zum zweiten Mal. Auch gegen Oklahoma City und Miami gelangen bereits Siege (696095DIASHOW: Die Bilder der 23. Woche).

"Wir wollen uns weiter verbessern, den Heimvorteil für die erste Playoff-Runde sichern und das nächste Level erreichen", betonte Zach Randolph (11 Zähler, 10 Rebounds), der sein 42. Double-Double schaffte.

Keine Panik trotz Rückstand

Dank ihrer herausragenden Verteidigung gelten die Grizzlies in der Western Conference als aussichtsreicher Geheimtipp.

Nach dem Trade ihres Topscorers Rudy Gay nach Toronto sind sie sogar noch schwerer ausrechenbar und verfügen mit Marc Gasol (16 Punkte) und Randolph über ein starkes Duo unter den Körben.

Auch durch einen Rückstand von elf Zählern im dritten Viertel ließen sich die Gastgeber gegen San Antonio nicht aus der Ruhe bringen (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Popovich ist wortkarg

Conley und Jerryd Bayliss übernahmen im letzten Viertel die Kontrolle. Der Reservist brachte es in den finalen zwölf Minuten auf acht seiner insgesamt 17 Punkte.

Die Spurs, die aufgrund leichter Knieprobleme einen Tag nach der knappen Pleite gegen Miami (Bericht) auf Tim Duncan und Kawhi Leonard verzichteten, hatten noch eine Chance.

Der bis dahin gut aufgelegte Tony Parker (25 Zähler) vergab jedoch mit der Schlusssirene. "Sie haben den wichtigsten Wurf getroffen", fasste sich San Antonios Trainer Gregg Popovich kurz.

Ginobili fällt aus

Somit schmolz auch San Antonios (55 Siege - 19 Niederlagen) Vorsprung an der Spitze der Western Conference vor Oklahoma City (54:20).

"Es sind immer gute Spiele zwischen uns. Memphis gehört zu den besten Teams der Liga. Wir müssen uns jetzt durchbeißen", forderte Parker.

Das wird allerdings ohne Manu Ginobili gehen müssen. Der Argentinier fällt wegen einer Oberschenkelzerrung drei bis vier Wochen aus und wird auch den Playoff-Start verpassen.

Diebesserie beendet

Memphis (50:24) zog dagegen mit den drittplatzierten Denver Nuggets gleich. Seit Gays Abgang wurden 21 von 29 Partien gewonnen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Angesichts seiner Heldentat konnte Conley sogar das Ende einer Mega-Serie verschmerzen. Erstmals seit 64 Partien gelang "Money Mike" kein Steal.

Zu Conleys Lebzeiten hatten einzig Michael Jordan und Chris Paul einen ähnlichen Lauf. "Ich bin damit zufrieden, das Spiel geklaut zu haben", jubelte der 25-Jährige.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel