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Vince Carter (r.) spielt seit 15 Jahren in der NBA - Karriereschnitt: 20,9 Punkte © getty

Die Mavericks enttäuschen und können die Playoffs fast schon abschreiben. Nowitzki bleibt blass, Bryant glänzt mit Triple-Double.

Von Florian Pertsch

München/Los Angeles - Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks haben das direkte Duell um den achten Platz in der Western Conference gegen die Los Angeles Lakers mit 81:101 (40:55) verloren (ab 20:35 Uhr Wiederholung im TV auf SPORT1+).

Durch die Pleite hängen die Mavericks mit 36 Siegen bei 38 Niederlagen auf Platz zehn im Westen fest und müssen die Konkurrenten aus Utah (39:36) und L.A. (39:36) im Kampf um die NBA-Playoffs davon ziehen lassen.

Führung nur im ersten Viertel

Im Staples Center lag Dallas nur im ersten Viertel gegen die Hausherren vorn und ließ über weite Strecken die letzte Konsequenz im so wichtigen Spiel vermissen.

Nowitzki erlebte einen wechselhaften Abend und kam auf lediglich elf Punkte. An die Kollegen verteilte er aber sechs Assists und griff sich fünf Rebounds (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Topscorer der Mavs war Center Chris Kaman, der auf 14 Zähler (6 Rebounds) kam.

Bei den Lakers übernahm Kobe Bryant ohne den verletzten Point Guard Steve Nash die Verantwortung und lieferte mit 23 Zählern, elf Rebounds und elf Assists ein Triple Double ab.

Howard früh im Spiel

Los Angeles wollte von Beginn an die Schwächen der Mavs ausnutzen und ließ die ersten Angriffe über Center Dwight Howard laufen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Superman bestätigte das Vertrauen und erzielte die ersten vier Punkte gegen Kaman, doch der viel gescholtene Center aus Dallas antwortete mit zwei eigenen Treffern.

Bryant hielt sich ganze sechs Minuten mit seinem ersten Wurf zurück, doch dann holte er das Lakers Publikum aus seinen Sitzen.

Mavs-Guard Mike James diente nur noch als Slalomstange auf dem Weg zum Korb, und die Black Mamba jagte den Ball per wuchtigem Dunk zum 11:10 durch den Ring (696095DIASHOW: Die Bilder der 23. Woche).

Für das letzte Highlight im ersten Abschnitt sorgten allerdings die Mavs.

Crowder trifft mit der Sirene

Darren Collison bediente Jae Crowder zum Dreier mit der Viertel-Sirene und hielt den Rückstand bei machbaren drei Punkten (21:24).

Mitte des zweiten Viertels schlichen sich zu viele Fehler ins Spiel der Mavs ein und sorgten für einen erneuten Zwischenspurt der Lakers.

Mit 5:48 Minuten verbleibender Spielzeit verwandelte Earl Clark einen langen Mitteldistanzwurf zum 40:31 für die Lakers.

Los Angeles verstand es, Howard erneut ins Spiel zu bringen und verhalf dem Center zu 13 Punkten bis zur Halbzeit.

Bryant war noch etwas besser (15 Punkte, 7 Assists, 5 Rebounds) und sorgte für die 55:40-Pausenführung.

Ruhige Hälfte für Nowitzki

Nowitzki erlebte eine relativ ruhige erste Hälfte und brachte es auf sechs Punkte. Dallas' Topscorer war Kaman, der auf zehn Punkte kam.

Im dritten Viertel gab es spielerisch wenig ansehnliches, doch aus Sicht der Mavericks war es die Möglichkeit sich mit schnörkellosem Arbeitsbasketball wieder an die Lakers heran zu kämpfen.

O.J. Mayo (12 Punkte) verkürzte drei Minuten vor der Viertelpause per Dreipunktwurf auf 58:65 (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Doch Dallas wäre nicht Dallas, wenn es im dritten Abschnitt nicht jeden Hoffnungsschimmer in kürzester Zeit zu Nichte machen könnte.

Dallas erneut mit Konzentrationsschwächen

Innerhalb von 60 Sekunden kassierten die Mavs sieben Zähler in Folge und lagen wieder mit 58:70 zurück.

Carter setzte im dritten Viertel mit einem Distanzwurf den Schlusspunkt und verkürzte den Rückstand der Mavs vor dem Schlussabschnitt auf 61:72.

Gut acht Minuten vor dem Ende hatte Dallas die Chance, den Vorsprung unter zehn Punkte zu zwingen, doch Brandan Wright verdunkte sich ohne Mithilfe des Gegners.

Im direkten Gegenzug bewies Pau Gasol (14 Punkte, 10 Rebounds, 6 Assists) wie es besser geht und stopfte den Ball zum 80:68 für die Lakers durch den Ring.

In der Schlussphase platzte Nowitzki der Kragen, nachdem ein unfassbar offensichtlicher Schrittfehler von Howard nicht geahndet wurde.

Technisches Foul gegen Dirk

Die Quittung sollte prompt folgen: technisches Foul für den Würzburger.

Drei Minuten vor dem Ende griff Dallas zum letzten Mittel und leistete den basketballerischen Offenbarungseid.

In jedem Angriff wurde Howard, der am Ende auf 24 Punkte und zwölf Rebounds kam, auf die Brust geschlagen, um den schwachen Freiwerfer an die Line zu bringen.

90 Sekunden vor dem Ende war der Wille der Mavs gebrochen, die 50-Prozent-Marke erneut verpasst und die Bärte bleiben weiter dran.

[kaltura id="0_m460p6t8" class="full_size" title="Parker der tragische Held"]

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