Dallas trifft in Denver auf das beste Heimteam der NBA. Nowitzki nennt bei SPORT1 seinen Favoriten auf den letzten Playoff-Platz.

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Von Florian Pertsch

München - Die Grenze zwischen Optimismus und Verblendung ist manchmal äußerst schmal und schwer zu erkennen (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Sie zu übertreten, geht oft sehr schnell.

Washingtons Coach Randy Wittman zum Beispiel sah seine Wizards nach dem letzten Sieg gegen Chicago wieder im Rennen um die Playoffs. Und das, obwohl sein Team acht Siege Rückstand auf die achtplatzierten Milwaukee Bucks aufweist.

Playoff-Hoffnungen schwinden

In Dallas herrscht dagegen eher ein gesunder Realismus, denn nach der bitteren Pleite gegen den direkten Konkurrenten Los Angeles Lakers (Bericht) sind sich alle Verantwortlichen in Texas der scheinbar aussichtlosen Lage bewusst.

Selbst Dirk Nowitzki, der seine Mavs lange und unnachgiebig motivierte, sieht im Exklusiv-Interview mit SPORT1 langsam ein, dass die Playoffs so gut wie nicht mehr zu schaffen sind.

Utah hat die besten Karten

"Es sind noch acht Spiele, mal schauen ob wir noch reinrutschen. Wenn nicht, ist das schade, dann ist unsere Serie nach zwölf Jahren vorbei", erklärte Nowitzki und verriet seinen Favoriten auf Platz acht im Westen:

"Utah hat die besten Chancen, die haben noch fünf Heimspiele. Gleichzeitig haben sie den direkten Vergleich gegen uns und gegen die Lakers in der Tasche."

Die Statistik unterstützt Dirkules' Worte und verdeutlich das Prinzip "letzter Strohhalm" der Mavericks (Bilanz: 36 Siege, 38 Niederlagen).

Wunder notwenig

Dallas müsste alle verbleibenden acht Spiele gewinnen und gleichzeitig dürften die Jazz (39:37) sowie L.A. (39:36) aus den letzten sieben Partien maximal vier gewinnen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Soll dieses Wunder wirklich eintreten, steht für Nowitzki und Co. gleich die erste Mammut-Aufgabe an: die Erstürmung der Nuggets-Festung.

In der Nacht auf Freitag gastieren die Mavs in Denver, dem besten Heimteam der gesamten Liga (696095DIASHOW: Die Bilder der 23. Woche).

Denver trotzt Lawsons Ausfall

In 36 Spielen ging die Truppe von Coach George Karl nur dreimal als Verlierer vom Platz, gegen Dallas könnte der 19. Triumph in Serie folgen.

Selbst die Verletzung des etatmäßigen Point Guards Ty Lawson (16,7Punkte und 6,9 Assists) vermag Denver nicht aus dem Tritt zu bringen.

Routnier Andre Miller und Evan Fournier vertreten Lawson prächtig und schenkten den Utah Jazz vergangene Nacht insgesamt 31 Punkte und elf Assists bei nur einem Ballverlust ein.

Schlechte Erinnerungen an Nuggets

Die einzige Begegnung der beiden Teams gab es kurz vor dem Jahreswechsel (28.12) in Dallas, als die Nuggets die Mavs mit 106:85 überrollten.

Danilo Gallinari lief für Denver heiß, traf sieben von elf Dreiern und stellte mit 39 Punkten eine Karrierebestleistung auf.

Nowitzki dagegen erlebte mit fünf Zählern einen grauenhaften Abend und verwandelte lediglich zwei seiner zehn Würfe (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Big Men gefordert

Abgesehen davon, dürfte es wie schon gegen die Lakers auf die Duelle unter den Körben ankommen.

Denver verfügt mit Kostas Koufos, Kenneth Faried und JaVale McGee über eine gefährliche Truppe an Big Men und dürfte Dallas vor eine schwere Aufgabe stellen.

Chris Kaman meldete sich gegen L.A. zwar mit 14 Punkten offensiv zurück, aber defensiv schwankte sein Spiel zwischen unterer Durchschnitt und Katastrophe: Gegenspieler Dwight Howard kam auf 24 Punkte und zwölf Rebounds.

Das macht wenig Hoffnung.

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