Dallas knackt nach Dirk Nowitzkis Block beinahe die Nuggets-Festung, aber ein alter Meister lenkt den möglichen Siegtreffer ab.

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Von Eric Böhm

München/Denver - Die Dallas Mavericks haben einen wichtigen Sieg im Playoff-Rennen hauchdünn verpasst.

Bei den Denver Nuggets unterlag Dirk Nowitzkis Mannschaft mit 94:95 (47:47) und hat wohl nur bei sieben Siegen in den verbleibenden sieben Partien eine Chance auf das letzte Ticket der Western Conference (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Der deutsche Ausnahmespieler kam auf 13 Punkte, sechs Rebounds und drei Blocks, nahm jedoch nur zehn Würfe und erarbeitete sich keinen einzigen Freiwurf.

"Wir haben das Spiel verschenkt. Wir hatten die Chance, es nach Hause zu bringen", haderte Forward Shawn Marion.

Böser Turnover von Nowitzki

Fast hätte Nowitzkis Block gegen Andre Iguodala (8 Zähler, 9 Rebounds, 8 Assists) in der Schlussminute noch den 19. Heimsieg der Nuggets in Folge verhindert.

Danach unterlief ihm jedoch ein folgenschwerer Ballverlust im Duell mit Ex-Mitspieler Corey Brewer. Denvers überragender Forward Kenneth Faried (12 Zähler, 19 Rebounds) verfehlte nach einem Foul beide Freiwürfe, aber Iguodala war nach einem Offensiv-Rebound per Korbleger zur Stelle.

"Trotz einer schwachen Leistung gegen ein gutes Team zu gewinnen, ist normalerweise ein gutes Zeichen. Ich bin stolz auf die Jungs", lobte Nuggets-Coach George Karl (696095DIASHOW: Die Bilder der 23. Woche).

Brewer ist überall

Der selten eingesetzte Anthony Morrow brachte daraufhin kurz vor dem Ende den möglichen Siegtreffer der Mavs nicht im Korb unter.

Brewer bekam seine Hand noch an den Ball, er hatte sich vor Iguodalas Treffer auch den Abpraller geschnappt. Brewer, Dallas' Meisterspieler von 2011, war dank 23 Punkten zudem Denvers Topscorer.

"Als er nach rechts zog, wusste ich, dass er werfen würde. Da ich kein Foul riskieren wollte, kam ich von der Seite", beschrieb der Small Forward die entscheidende Aktion.

Drei gute Viertel

Dallas (36 Siege - 39 Niederlagen) blieb auf Rang zehn hängen und konnte sich nicht näher an die L.A. Lakers (39:36) und Utah (39:37) heranschieben (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Dabei zeigten die Texaner in der fast uneinnehmbaren Festung - Denver kassierte erst drei Heimpleiten - über weite Strecken eine gute Leistung.

Trotz Nowitzkis relativ unauffälliger Leistung und Elton Brands Ausfall (Wadenprobleme) führten sie nach drei Vierteln sogar 77:70 (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Speziell Topscorer Brandan Wright (16 Punkte) und der deutsche Center Chris Kaman (13 Zähler, 9 Rebounds) lieferten den agilen Big Men der Nuggets ein heißes Duell.

Scorer fehlen

Am Ende fehlte ohne Nowitzkis übliche Ausbeute und Zählbares durch den nach wie vor stark an der Schulter gehandicapten O.J. Mayo (4 Punkte, 6 Assists) die Feuerkraft.

Die Gastgeber kamen dank sechs Zählern durch Brewer wieder auf, Iguodala eröffnete mit seinem Dreier zum 86:85 die enge Schlussphase (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

"Wir haben den Ball sehr gut laufen lassen. Wenn wir so spielen, gehören wir zu den besten Teams der Liga. So gingen wir hier in Führung. Als wir damit aufhörten, kamen sie ran", ärgerte sich Marion.

Galinari verletzt

Am Ende hatte der Dritte der Conference (52:24) das Glück auf seiner Seite und steht einen Heimsieg vor dem Teamrekord aus der Saison 1984/1985.

Allerdings zog sich Danilo Galinari im zweiten Viertel eine Knieverletzung zu. Es besteht Verdacht auf einen Kreuzbandriss. Der Italiener ist nach dem ebenfalls verletzten Ty Lawson (Sehnenriss in der Ferse) zweitbester Scorer der Nuggets.

"Wir werden auch damit klarkommen. Wir sind tief und vielseitig besetzt. Unser Kampfgeist ist erstklassig", sagte Karl.

Neuer Spielmacher

Die Mavericks reisten dagegen unmittelbar nach Spielende nach Sacramento weiter. Bei den Kings (ab 4 Uhr LIVESCORES) muss nach zwei Niederlagen unbedingt ein Sieg her.

Der aus China geholte Neuzugang Josh Akognon hofft in Kalifornien auf sein Debüt. Der Point Guard erhielt einen Vertrag über zehn Tage und ersetzt den nicht weiter verpflichteten Justin Dentmon.

"Wir waren einen Rebound vom Sieg entfernt. Nach Farieds verworfenen Freiwurf hätten wir da sein müssen. Die Rebounds haben uns wieder um den Lohn gebracht", bilanzierte Trainer Rick Carlisle.

Sein Team schenkte Denver 18 Abpraller am eigenen Korb und hat die drittschlechteste Rebound-Bilanz der NBA - es bleibt die große Achillesferse der Saison.

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