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Russell Westbrook (M.) holte mit den USA 2012 in London den Olympiasieg © getty

Dank Durant und Westbrook schiebt sich Oklahoma City an die Spurs heran. Parker verletzt sich. Boozer macht Brooklyn unsicher.

Von Eric Böhm

München - Die Oklahoma City Thunder haben den Kampf um Rang eins in der Western Conference wieder spannend gemacht.

Der Tabellenzweite schlug Spitzenreiter San Antonio Spurs mit 100:88 (52:44) und liegt nach dem 55 Saisonsieg bei je 20 Niederlagen nur noch einen Erfolg hinter den Texanern.

Wenn beide Mannschaften am Ende die gleiche Bilanz aufweisen würden, hätten die Thunder durch die bessere Conference-Bilanz die Nase vorn (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

"Wir wissen, worum es geht. Wir waren in den Finals. Wir wollen so viele Spiele wie möglich, hier in Oklahoma City machen. Das ist in den Playoffs extrem wichtig", sagte Kevin Durant.

Traum-Lauf in der ersten Hälfte

Das starke Duo Russell Westbrook (27 Punkte) und Durant (25) war einmal mehr hauptverantwortlich für die überzeugende Vorstellung des Vizemeisters.

Mit einem famosen 26:5-Lauf setzten sich die Thunder in der ersten Hälfte ab und hielten später jedem Comeback-Versuch San Antonios stand (696095DIASHOW: Die Bilder der 23. Woche).

"Sie haben es etwas leichter, weil sie nicht so viele Verletzungsprobleme haben. Trotzdem ist es noch nicht entschieden. Wir hoffen auf ein Wiedersehen in den Playoffs", erklärte Tim Duncan.

Parker mit Schienbeinprellung

Der Center (24 Punkte, 11 Rebounds) spielte auf die Ausfälle von Manu Ginobili (Oberschenkelzerrung) und Stephen Jackson (Knöchelprobleme) an.

Auch der gerade erst wieder einsatzbereite Tony Parker bekam erneut Probleme. Nach einer enttäuschenden Leistung und nur zwei Pünktchen musste er in der Schlussphase mit einer Schienbeinprellung passen.

"Ich will gar nicht groß über meine vielen Schwierigkeiten reden. Ich muss einfach wieder fit werden", meinte der Franzose.

Spekuliert Popovich auf Rang zwei?

Das Timing könnte für die Spurs kurz vor der K.o.-Runde nicht ungünstiger sein. Vielleicht erweist sich Rang zwei aber auch als Segen (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Immerhin würde man so möglicherweise den unberechenbaren L.A. Lakers aus dem Weg gehen und auf Tim Ohlbrechts Houston Rockets treffen.

Drei von vier Saisonduellen wurden gegen den Lokalrivalen gewonnen. Ein taktisches Manöver von Coach Gregg Popovich ist im Endspurt also nicht auszuschließen.

Durant macht den Sack zu

Die Moral stimmt sowieso. Wegen Duncan und Flügelspieler Kawhi Leonard (24 Zähler, 14 Rebounds) kam San Antonio im Schlussviertel auf 84:87 heran (SERVICE: Die Tagesbesten).

Nach Durants Dreier zum 94:86 der Thunder gelang den Gästen in den finalen viereinhalb Minuten allerdings kein Treffer aus dem Feld mehr.

"Ohne Tony und Manu ist es natürlich schwierig. Trotzdem können wir uns solche Durststrecken nicht leisten", ärgerte sich Duncan.

Fisher trifft

Die Thunder sind nach fünf Siegen aus sechs Partien rechtzeitig wieder in Topform. Westbrook und Durant kamen gemeinsam zusätzlich auf 13 Assists.

Profiteur war vor allem Routinier Derek Fisher, der fünf Dreier und 17 Zähler beisteuerte. Serge Ibaka gelang mit je elf Punkten und Rebounds ein Double-Double.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Brooklyn Nets - Chicago Bulls 90:92

Die Chicago Bulls (41 Siege - 33 Niederlagen) verbesserten sich durch das 92:90 (36:47) bei den viertplatzierten Brooklyn Nets (43:32) auf Rang fünf in der Eastern Conference (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Der überragende Carlos Boozer (29 Punkte, 18 Rebounds) führte den sechsmaligen Champion in der starken zweiten Hälfte zu dem Erfolg.

"Die Ausfälle sind nicht zu ändern. Wir kämpfen bis zum Schluss. Wir haben die Typen dafür", sagte Boozer.

Lopez frustriert

Die Bulls traten ohne Derrick Rose, Center Joakim Noah, Big Man Taj Gibson, sowie die Guards Marco Belinelli und Rip Hamilton an. Nate Robinson gelang 22 Sekunden vor Schluss der entscheidende Treffer.

Bei den Nets war Point Guard Deron Williams mit 30 Zählern und zehn Assists der beste Akteur.

"Es ist bitter. Wir haben über weite Strecken gut gespielt, aber das Endergebnis spiegelt das nicht wieder", ärgerte sich Center Brook Lopez (28 Punkte).

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