Shawn Marion beschert Dallas einen Erfolg bei den Kings und hält das Fünkchen Playoff-Hoffnung am Leben. Nowitzki spielt solide.

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Von Eric Böhm

München/Sacramento - Die Dallas Mavericks haben in ihrem fast aussichtslosen Kampf um den letzten Playoff-Platz in der Western Conference einen Pflichtsieg eingefahren.

Bei den Sacramento Kings kam Dirk Nowitzkis Mannschaft zu einem 117:108 (59:53)-Erfolg und behält das kleine Fünkchen Hoffnung (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Der Würzburger zeigte mit 16 Punkten und sechs Rebounds in Kaliforniens Hauptstadt eine durchschnittliche Leistung, leistete sich aber keinen Ballverlust.

"Das tut schon gut. Wir haben in den letzten drei Vierteln 99 Punkte gemacht. Viel besser geht es nicht", jubelte der starke Reserve-Center Brandan Wright (20 Zähler).

Marion ganz stark

In der Tat gab es einen Tag nach der unglücklichen Pleite in Denver (Bericht) nur das schwache erste Viertel (18:27) zu bemängeln.

Danach wachte der Meister von 2011 in der Sleep Train Arena auf. Nowitzki steuerte zum furiosen zweiten Abschnitt (41:26) neun Punkte bei (696095DIASHOW: Die Bilder der 23. Woche).

Überragender Akteur war jedoch Forward Shawn Marion. "The Matrix" verbuchte 25 Zähler sowie zwölf Rebounds.

"Wir mussten das Spiel von gestern schnell verdrängen. Darum geht es in der NBA. Ab dem zweiten Viertel lief der Ball wieder sehr gut", bilanzierte der Routinier.

Ausgeglichene Leistung

Die Bank lieferte vor allem dank Wright und Spielmacher Darren Collison (18 Zähler, 8 Assists) eine gewohnt gute Vorstellung ab.

Der deutsche Center Chris Kaman schnappte sich immerhin neun Rebounds. Auch O.J. Mayo deutete mit 13 Punkten sowie sechs Assists einen leichten Aufwärtstrend an.

"Wenn du gegen Dallas spielst, weißt du, dass sie dir mit vielen Jungs wehtun können. Das haben wir über die gesamte Saison erlebt", sagte Sacramentos Trainer Keith Smart.

Konkurrenten siegen

Nach der Pause dominierten die Mavericks scheinbar nach Belieben und gerieten nicht mehr in Gefahr.

Zu Beginn des letzten Viertel kamen die Kings zwar auf 90:94 heran, aber Dallas konterte über Collison und Mayo sofort mit einem 9:0-Lauf, der den 4:0-Sweep über die Kings in dieser Spielzeit absicherte.

Die zehntplatzierten Texaner (37 Siege - 39 Niederlagen) machten allerdings keinen Boden gut, da auch die L.A. Lakers (40:36) und Utah Jazz (40:37) Erfolge feierten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Wir wollen alle ausstehenden Spiele gewinnen und uns eine Chance geben. Wir haben viele stolze Jungs, die mit einem positiven Gefühl abschließen wollen", betonte Coach Rick Carlisle.

Carter gelingt Meilenstein

Sechs Partien stehen noch auf dem Programm. In der Nacht auf Montag (ab 3 Uhr LIVESCORES) geht es zur nächsten Pflichtaufgabe nach Portland.

Ein persönliches Highlight gelang Vince Carter. In der ersten Hälfte schaffte "Vinsanity" seinen 4000. NBA-Assist.

Nur 14 Spieler hatten vorm ihm neben dieser Menge an Vorlagen auch 22.000 Punkte und 5000 Rebounds angehäuft.

"Es ist eine Ehre und ein Schock. Ich weiß nicht, wer sonst noch zu dieser Gruppe gehört, aber es sind bestimmt einige Hall-of-Famer", sagte Carter.

In Jordans Gesellschaft

Unter anderem bilden Michael Jordan, Kareem Abdul-Jabbar, Kobe Bryant oder Kevin Garnett den elitären Kreis (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Vielleicht schafft das eines Tages auch Tyreke Evans. Der Guard war für Sacramento an diesem Abend der einzige Lichtblick. Er kam auf 26 Punkte, neun Rebound sechs Assists.

Krach um Cousins

Ärger gab es dagegen einmal mehr zwischen Kings-Trainer Keith Smart und Skandalnudel DeMarcus Cousins.

Der Center blieb im ersten Viertel auf der Bank und brachte es insgesamt auf ganze neun Minuten und sechs Zähler.

"Ob ich überrascht bin? Überhaupt nicht! Er muss mir dafür keinen Grund nennen. Er ist der Coach", meinte Cousins. Seine Disziplinprobleme führten schon häufiger zu Krach und Suspendierungen.

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