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Dwight Howard wurde 2004 an erster Stelle von den Orlando Magic gedraftet © getty

Dwight Howard legt für Orlando Magic das Spiel seines Lebens hin - und trotzdem fängt sich sein Team fast noch eine Pleite ein.

Von Martin Hoffmann

München - Dwight Howard wird "Superman" genannt, seit er sich beim Slam-Dunk-Contest des All-Star Games vor einem Jahr das Kostüm des Comichelden überstreifte.

Nie jedoch ist der Center der Orlando Magic dem Spitznamen so gerecht geworden wie in der Nacht zum Mittwoch.

Howard hat das Spiel seines Lebens hingelegt und die Magic praktisch im Alleingang zu einem 107:102-Overtime-Sieg über die Charlotte Bobcats geführt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen) .

Nicht nur, dass er mit 45 Punkten einen Karriere-Bestwert aufstellte - er pflückte auch noch 19 Rebounds und blockte acht gegnerische Würfe (STATISTIK: Die Tagesbesten).

Einzigartige Performance

Es war eine einzigartige Performance in der NBA-Geschichte.

Seit die statistikwütige Liga in der Saison 1973/74 über die Blocked Shots Buch führt, hat noch kein Spieler zugleich so viele Punkte, Rebounds und Blocks in einem Spiel gesammelt.

Und als Sahnehäubchen war es für Howard auch noch das 18. Double-Double in Folge - womit er den Klubrekord von Shaquille O'Neal einstellte.

Effektive Bobcats-Taktik

Das Verrückte an Howards Husarenstück war jedoch: es hätte seinem Team beinahe nicht zum Sieg gereicht 69941(DIASHOW: Die Bilder der NBA-Woche).

Da die Bobcats sich entschieden, Howard trotz allem nicht in Doppeldeckung zu nehmen, konnten sie seine Teamkollegen umso effektiver kontrollieren - und waren so fast das gesamte Spiel über in Führung.

Redick-Dreier rettet die Magic

Die Bobcats, die von den Comebacks der zuletzt verletzten Gerald Wallace und Raja Bell profitierten, hätten so auch fast gesiegt.

Doch Orlandos Shooting Guard J.J. Redick versenkte acht Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit einen Dreier zum 95:95-Ausgleich.

In der Overtime ging Orlando dann früh in Führung und gab sie nicht mehr her - so dass die Howard-Show letztlich doch ungetrübt blieb.

"Er hat uns auf seinen Schultern getragen"

"Dwight war unglaublich", schwärmte sein Trainer Stan Van Gundy: "Unglaublich. Ich meine phänomenal. Er hat uns auf seinen Schultern getragen. So etwas nennt man Führungsqualität. Er hat die Motivation von allen anderen aufrechterhalten."

Auch Howard selbst unterstrich, wie gut seine Leistung der seiner Teamkollegen tat: "Wenn meine Mitspieler sehen, wie ich jeden Abend meine Leistung bringe, tun sie es mir gleich."

Und Howards glückloser Gegenspieler Emeka Okafor konnte sich nur noch verneigen: "Ich muss meinen Hut ziehen. Das war toll, er hat einfach dominiert."

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