vergrößernverkleinern
Zach Randolph wurde im November von den New York Knicks zu den Clippers getradet © getty

Zach Randolph sorgt bei der Clippers-Klatsche in Phoenix für einen Skandal - und liefert eine kuriose Rechtfertigung ab.

Von Martin Hoffmann

München - Es gibt Tage, an denen muss der deutsche Nationalspieler Chris Kaman fast froh sein, bei den Los Angeles Clippers gerade nur zuschauen zu können.

Der Dienstag war so ein Tag: Mit 100:140 gingen die Clippers bei den Phoenix Suns unter (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen) - und damit nicht genug.

Zach Randolph, der Top-Scorer der Clippers, sorgte noch für einen im wahrsten Sinne des Wortes handfesten Skandal.

Randolph streckte Phoenix' Louis Amundson nach einem Duell um einen Rebound mit einem Faustschlag nieder, flog vom Platz und hat sich auch einen Garantieschein für eine Sperre erboxt.

"Er hätte mich fast geküsst"

Ersatzspieler Amundson bekam bei dem Zweikampf am Ende des ersten Viertels einen Ellbogenschlag ab und ging zu Boden. Als Amundson wiederaufstand und Randolph konfrontierte, traf ihn dessen linke Faust.

Randolphs kuriose Rechtfertigung: "Er ist aufgesprungen und mir so nahegekommen, dass er mich fast auf den Mund geküsst hätte."

Er hätte ihn nicht geschlagen, sondern vielmehr nur aus seinem Gesichtsfeld weggeschubst: "Wenn ich ihn geschlagen hatte, wäre er nicht mehr aufgestanden."

Amundsons Version der Geschichte: "Ich bin nahe an sein Gesicht gekommen, aber ich habe sicher nicht versucht ihn zu küssen."

Erfolgreiches Debüt für Gentry

Randolphs Teamkameraden, denen auch noch Marcus Camby mit einer Ohrinfektion fehlte, waren ohne den Power Forward noch chancenloser gegen die Steve Nash, Shaquille O'Neal, Amare Stoudemire und Co 69941(DIASHOW: Die Bilder der NBA-Woche).

Diese lieferten gleich beim Debüt ihres neuen, offensivfreudigeren Coachs Alvin Gentry ein Spiel ganz nach dessen Geschmack ab.

Der Nachfolger des geschassten Terry Porter bemühte sich aber gleich, eventuell aufkommende Euphorie zu bremsen: "Wir sind jetzt nicht gleich bereit, uns zum Meister zu krönen, okay?"

Zunächst einmal muss Phoenix wieder auf einen Playoff-Platz. Sie haben in der Western Conference immer noch zwei Siege Rückstand auf die dort achtplatzierten Utah Jazz - allerdings auch zwei Spiele weniger als der Konkurrent.

Los Angeles Lakers - Atlanta Hawks 96:83

Ein Minusrekord von Kobe Bryant hat die Los Angeles Lakers nicht von ihrem 43. Saisonsieg abgehalten.

Die Lakers bezwangen die Atlanta Hawks mit 96:83, obwohl ihr Superstar nur zehn Punkte schaffte - so wenige wie noch nie in dieser Saison.

Bryants Teamkollegen machten das jedoch problemlos wett. Am meisten überzeugte Pau Gasol, der mit 12 Punkten, 13 Rebounds und 10 Assists ein Triple-Double hinlegte.

Oklahoma City Thunder - New Orleans Hornets 98:100

Es ist Kevin Durants Schicksal, ein überragender Spieler in einem weniger überragenden Team zu sein. Am Dienstagabend hat der Starakteur der Oklahoma City Thunder das wieder schmerzlich zu spüren bekommen.

47 Punkte, ein Karriere-Bestwert des Rookie of the Year 2008 (STATISTIK: Die Tagesbesten), reichten seiner Mannschaft nicht, um die New Orleans Hornets zu bezwingen.

Die Hornets siegten mit 100:98 in der Stadt, die nach dem Hurrikan Katrina selbst eine Weile ihre Heimat war. Chris Paul verwandelte 2,7 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Korbleger für sein Team.

Die weiteren Ergebnisse:

Utah - Memphis 117:99Beste Werfer: C.J. Miles 24 - O.J. Mayo, Rudy Gay je 18

Houston - New Jersey 114:88Beste Werfer: Yao Ming 20 - Vince Carter 30

New York - San Antonio 112:107 n.V.Beste Werfer: Nate Robinson 32 - Tim Duncan 26

Detroit - Milwaukee 86:92Beste Werfer: Antonio McDyess 24 - Richard Jefferson 29

Washington - Minnesota 111:103Beste Werfer: Antawn Jamison 29 - Randy Foye 23

Indiana - Philadelphia 100:91Beste Werfer: Danny Granger 20 - Andre Iguodala 20

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel