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LeBron James (r.) setzte zuletzt drei Partien leicht angeschlagen aus © getty

Von Oberschenkelproblemen ist bei Miamis Star gegen die 76ers nichts zu spüren. Die Heat nähern sich einem Nowitzki-Rekord.

Von Eric Böhm

München/Miami - Nach seiner Verschnaufpause hat sich LeBron James topfit zurückgemeldet.

Der MVP führte die Miami Heat mit 27 Punkten zum lockeren 106:87 (50:46)-Erfolg über die Philadelphia 76ers. Durch den 60. Saisonsieg fehlt nur noch ein Erfolg, um den Teamrekord einzustellen (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Drei Spiele hatte James zuletzt wegen Oberschenkelproblemen ausgelassen, davon war bei der Rückkehr nichts zu sehen. In 31 Minuten versenkte er zwölf seiner 17 Würfe.

"Das ist ein besonderes Team. Das haben wir schon über die gesamte Saison hinweg betont. Nicht viele Mannschaften haben 60 Spiele gewonnen", jubelte James.

Allen blickt nach vorn

Genau genommen gelang diese Marke in der NBA-Geschichte bereits 65 Teams. Auch Oklahoma City und San Antonio können es in dieser Saison noch schaffen.

Dennoch gehört die Saison der Heat zu den außergewöhnlichsten. Eine Siegesserie von 27 Partien ging erst unlängst zu Ende. Seit dem 1. Februar setzte es ganze zwei Niederlagen.

Außerdem ist den Heat der Heimvorteil für die gesamten Playoffs kaum noch zu nehmen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Wir haben viel erreicht. 60 klingt schon, aber wenn die Playoffs losgehen, zählt das nicht mehr", sagte Ray Allen, der sechs Minuten vor Schluss per Dreier das 92:82 besorgte.

Spoelstra gibt freie Hand

Nach drei extrem ausgeglichenen Abschnitten dominierte Miami das letzte Viertel (29:11). Ein Steal und einen Dunking durch James zum 101:85 vertrieb letzte Zweifel am Ausgang und der Fitness desSuperstars.

"Wir wollten seine Minuten eigentlich genau im Blick behalten, aber er kennt seinen Körper besser und hat dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt", bilanzierte Coach Erik Spoelstra.

Weiterer Meilenstein

Trotz der Abwesenheit der wegen leichter Knieblessuren geschonten Dwyane Wade und Chris Bosh punkteten fünf weitere Akteure des Meisters zweistellig.

Rashard Lewis steuerte 14 Zähler bei, Chris "Birdman" Andersen schnappte sich 15 Rebounds (696095DIASHOW: Die Bilder der 23. Woche).

James durchbrach zudem im zweiten Viertel als 32. Spieler die Schallmauer von 21.000 Punkten.

Nowitzki noch besser

Selbst der Spielplan kann seine Truppe nicht stoppen: Zum 14. Mal musste Miami an aufeinanderfolgenden Tagen antreten. 13 der Partien am zweiten Abend wurden gewonnen.

Besser waren in der Historie nur Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks der Saison 2006/2007. Sie gewannen damals 15 von 16 solcher Spiele. Die Bestmarke könnten die Heat noch einstellen.

"Das ist ein meisterhaftes Team. Sie wissen, wie man Spiele nach Hause bringt. Trotzdem haben wir uns gut geschlagen", meinte Philadelphias Dorell Wright (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Bucks in den Playoffs

Durch die Pleite und Milwaukees 100:83-Erfolg über Toronto stand für Philadelphia das bereits erwartete Verpassen der Playoffs auch rechnerisch fest.

Die Bucks werden zum ersten Mal seit drei Jahren wieder in der K.o.-Runde mitmischen und in der ersten Runde wohl auf die Heat treffen.

Point Guard Jrue Holiday (18 Punkte) war bester Scorer der Sixers. Inklusive Playoffs konnte sein Team nur eines der vergangenen 20 Duelle mit Miami gewinnen.

"Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann wir sie einmal geschlagen haben", sagte Center Spencer Hawes (11 Zähler, 11 Rebounds).

Bynum-Deal rächt sich

Am 24. April 2011 gelang in der ersten Playoff-Runde ein 86:82-Heimsieg. Vor dieser Saison verpokerte sich Philly jedoch gewaltig.

Der Trade für den Dauerverletzten Andrew Bynum rentierte sich nicht. Der Center könnte im Sommer ohne einen einzigen Einsatz wieder weg sein.

Zudem trumpfen die abgegebenen Andre Iguodala und Nikola Vucevic nun anderswo auf. "Wir haben auf den Homerun spekuliert und es hat nicht geklappt. Trotzdem begrüße ich den Mut unserer Franchise", sagte Trainer Doug Collins.

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