Der Center zeigt in Portland seine beste Saisonleistung. Nowitzki ist leicht lädiert. Das Playoff-Wunder der Mavs ist noch drin.

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Von Eric Böhm

München/Portland - Die Dallas Mavericks haben die NBA-Saison noch nicht abgehakt.

Bei den Portland Trail Blazers setzte sich Dirk Nowitzkis Mannschaft mit 96:91 (56:32) durch und darf noch von den Playoffs träumen (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Der Superstar erwischte allerdings keinen guten Tag und brachte es nur auf sechs Pünktchen sowie fünf Rebounds. Im letzten Viertel blieb er gleich komplett draußen.

"Er hatte leichte Fußprobleme. Deshalb wollten wir ihn lieber für die verbleibenden Spiele schonen", sagte Coach Rick Carlisle.

"Es ist kein Problem"

Nowitzki selbst gab nach der Partie Entwarnung: "Ich bin wohl nach einem Rebound falsch aufgekommen. Es ist kein Problem. Im nächsten Spiel bin ich dabei."

Angesichts der schlechten Ausgangsposition im Kampf um das letzte Ticket für die K.o.-Runde in der Western Conference ließ sich der 34-Jährige aber diesbezüglich keine Prognose entlocken.

"Für uns ist es in erster Linie wichtig, die Saison positiv abzuschließen. Dafür haben wir noch fünf Spiele. Was dann dabei herauskommt, werden wir sehen" sagte Nowitzki (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Kaman mit Saisonrekord

Der Star des Abends in Portland war Kumpel Chris Kaman. Der Center sammelte bei seiner mit Abstand stärksten Leistung im Mavericks-Trikot 26 Zähler (persönlicher Saisonrekord) und elf Rebounds.

Die Mavs erspielten sich einen riesigen Vorsprung und führten im dritten Abschnitt schon mit 26 Punkten, ehe Portland einen furiosen Comeback-Versuch hinlegte (696095DIASHOW: Die Bilder der 23. Woche).

"Wir sind ein Team, dass die Tür für den Gegner immer offen lässt. Das ist frustrierend. Zum Glück war heute nicht mehr so viel Zeit auf der Uhr", bilanzierte Kaman.

Am Ende wird gezittert

Angeführt von Reservist Will Barton (22 Punkte, 13 Rebounds) verkürzten die längst aus dem Playoff-Rennen ausgeschiedenen Gastgeber in der Schlussminute sogar auf 91:94.

Rookie Damian Lillard verpasste kurz darauf den Anschluss und der starke Shawn Marion (20 Zähler) stellte mit der Sirene den Endstand zugunsten der Mavs her.

"Unsere erfahrenen Spieler wollen gewinnen. Wir sind es den Fans schuldig, zumindest wieder auf eine ausgeglichene Bilanz zu kommen. Solange es rechnerisch noch möglich ist, geben wir alles", sagte Carlisle.

Wunder muss her

Dallas (38 Siege - 39 Niederlagen) braucht bei noch fünf ausstehenden Partien allerdings ein mittleres Wunder, um die L.A. Lakers (40:37) und Utah Jazz (41:37) noch zu überholen.

Da gegen beide Kontrahenten der direkte Vergleich verloren wurde, ist gewaltige Schützenhilfe nötig (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Die eigenen Partien müssen ohnehin gewonnen werden. In der Nacht auf Donnerstag (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) kommen die Phoenix Suns nach Dallas.

Kaman grübelt über Rasur

Mit einem Sieg könnte dann immerhin der Bart-Pakt erfüllt werden. Die lange Zeit herbeigesehnte Rasur erscheint aber plötzlich keineswegs sicher.

"Ich weiß noch nicht, das ist ganz schön viel Arbeit. Vielleicht lasse ich ihn einfach dran", erzählte Kaman, der neben Nowitzki die beeindruckendste Gesichtsbehaarung kultiviert hat.

"Ich weiß nicht, wie begeistert die anderen Jungs darüber sind. Ich glaube nicht, dass ihnen gefällt, wie es aussieht", vermutete Kaman (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Brand fehlt weiter

Ein weiterer Routinier hat ganz andere Probleme: Beim dritten Saisonsieg über die Blazers musste Dallas nach wie vor auf Elton Brand verzichten, den seine Wadenverletzung plagt.

Für ihn sprang erneut Brandan Wright (12 Punkte, 9 Rebounds) wirkungsvoll ein. Sixth Man Vince Carter steuerte 14 Zähler bei. Darren Collison gab acht Assists.

Portland haderte dagegen mit dem schwachen Start. Erst die Ersatzleute und Lillard fanden einen Rhythmus, konnten das Blatt aber nicht mehr wenden.

"Jeder hier sagt, ich hätte ein besonderes Talent, aber manchmal musst du auf deine Chance warten", sagte Barton, der auch von Wesley Matthews' Knöchelverletzung im zweiten Viertel profitierte.

In Zukunft wird der ungeheuer athletische Shooting Guard wohl noch mehr Gelegenheiten bekommen.

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