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Vince Carters (l.) aktueller Punkteschnitt liegt in dieser Saison bei 20,8 © getty

New Jersey will Vince Carter offenbar noch vor der Deadline abgeben. Nowitzkis Mavericks gehören zum potenziellen Abnehmer-Kreis.

Von Martin Hoffmann

München - Glaubt man dem Betroffenen selbst, dann ist das heißeste Thema auf dem NBA-Transfermarkt gar keines.

"Ich will nicht darüber reden", wies Vince Carter am Dienstag Fragen nach den Trade-Gerüchten, die ihn umschwirren, ab: "Es gibt auch wirklich nichts zu bereden."

Eine kühne Behauptung von New Jerseys Star-Forward. Denn hinter den Kulissen glühen im Planspiel Carter die Telefondrähte.

Die Nets arbeiten nämlich offenbar mit Hochdruck daran, ihren besten Scorer vor Ablauf der Trade-Deadline in der Nacht zum Freitag noch loszuwerden.

Auch Mavericks interessiert

Das einstige Slamdunk-Monster Carter hat bei New Jersey zuletzt zwar einen zweiten Frühling erlebt, ist Leistungsträger und Führungsspieler 69941(DIASHOW: Die Bilder der NBA-Woche).

Aber er belastet die Salary Cap des Teams auch mit einem noch zwei Jahre laufenden und 33 Millionen Dollar teuren Vertrag.

Eine Last, die sich die Nets nicht leisten können, wenn sie im kommenden Jahr - wie überall gemunkelt wird - Superstar LeBron James unter Vertrag nehmen wollen, der dann Free Agent ist.

Darum ist New Jersey seit Wochen mit diversen Carter-Interessenten im Gespräch - unter anderem auch Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks.

Zwei heiße Kandidaten

Dem Sport-Netzwerk "ESPN" zufolge läuft es aber auf eine Entscheidung zwischen zwei anderen Teams hinaus: den Houston Rockets und den Portland Trail Blazers.

Die Rockets, gegen die New Jersey am Dienstag verloren, sollen am Montag darauf hingearbeitet haben, Carter und Small Forward Trenton Hassell im Tausch für Tracy McGrady zu ergattern.

Rockets-Besitzer Leslie Alexander bestritt dann jedoch, McGrady abgeben zu wollen, wenn auch nicht kategorisch.

Allerdings zerschlug sich das Szenario einen Tag später, als McGrady bekanntgab, sich einer Operation an seinem chronisch angeschlagenen linken Knie zu unterziehen, womit seine Saison beendet ist.

New Jerseys Gegenangebot

New Jersey hat Houston nun laut "ESPN" ein anderes Angebot gemacht: Carter und Center Josh Boone gegen ein Quartett aus den Forwards Ron Artest, Shane Battier und Carl Landry sowie Spielmacher Luther Head.

Artest und Head sind hierbei Verhandlungs- und Einsparmasse: Ihre Verträge laufen im Sommer aus, mit Battier und Landry würde man längerfristig planen.

Die Frage allerdings ist, ob Houston Carter so viel wert ist - zumal sie ihn nun zusätzlich zum verletzten McGrady bezahlen müssten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Portland bietet ein Trio

New Jersey ist aber auch nicht von Houstons gutem Willen abhängig, denn die Trail Blazers haben von sich aus ein Angebot für Carter abgegeben, das womöglich attraktiver ist.

Portland bietet Small Forward und Dreier-Spezialist Travis Outlaw, Spielmacher Sergio Rodriguez und Center Raef LaFrentz.

Der von Verletzungen zerschundene LaFrentz, der in dieser Saison 12,7 Millionen Dollar für durchschnittlich acht Einsatzminuten erhält, ist ab Sommer Free Agent - was bestens in New Jerseys finanzielle Planungen passen würde.

Chandler nach Oklahoma

Ein anderer Trade ist derweil in trockenen Tüchern. Tyson Chandler geht von den New Orlans Hornets zu den Oklahoma City Thunder.

Im Tausch für den abwehrstarken Center erhält New Orleans von seinem Dienstags-Gegner die Forwards Joe Smith and Chris Wilcox sowie die Rechte an DeVon Hardin, den die Thunder an 50. Position im Draft 2008 ausgewählt hatten.

Den Hornets dürfte es bei dem Deal vor allem ums Geldsparen gehen: Die Verträge von Smith und Wilcox laufen im Sommer aus.

General Manager Jeff Bower beteuert allerdings, dass die Beiden bis dahin ein sportlicher Gewinn wären: "Wir haben mit diesem Trade viel an Tiefe, Führungsqualität und Erfahrung gewonnen."

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