vergrößernverkleinern
Kevin Durant (r.) war die letzten drei Spielzeiten der beste Scorer der NBA © getty

Utah kämpft verbissen um den achten Platz und empfängt Vizemeister Oklahoma City. Für Durant geht es um die Scorer-Krone.

Von Florian Pertsch

München/Salt Lake City - Ein Sieg Vorsprung, mehr hat Utah nicht zu bieten.

Aber eben auch nicht weniger.

Und im Vergleich zu Verfolger Los Angeles Lakers arbeiten die Jazz mit einem vergleichsweise niedrigen Budget - 65 Millionen Dollar gegenüber 100 Millionen der Lakers - und verfügen nicht über Superstars wie Kobe Bryant, Steve Nash oder Dwight Howard.

Das Kollektiv sorgt in Salt Lake City für den Erfolg und vielleicht, wenn am Ende ein Sieg gegen die Oklahoma City Thunder (ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM) herausspringt, sogar für die Playoffs im hartumkämpften Westen.

Williams dreht auf

Die Jazz (Bilanz: 41 Siege, 37 Niederlagen) scheinen gerade zur rechten Zeit heiß zu laufen, und haben sieben der letzten acht Spiele gewonnen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Besonders herausragend in dieser Phase die Dreierquote, die auch Dank Mo Williams auf 40,5 Prozent hochschnellte.

Der Guard kommt nach seiner Daumenverletzung, die ihn 32 Saisonspiele kostete, immer besser in Tritt und in den letzten fünf Spielen auf einen Schnitt von 15,4 Zählern.

Auswärts eigentlich keine Macht (12 Siege, 27 Niederlagen) bezwang Utah zuletzt sogar die Golden State Warriors in Oakland mit 97:90.

Williams bewies in der Partie sein wiedergewonnenes Selbstvertrauen und traf beim Stand von 93:90 für Utah Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Dreipunktwurf des Spiels.

Westbrook in starker Form

Gegen die Thunder bekommt er es mit einem nicht minder furchtlosen Point Guard zu tun.

Russell Westbrook, Oklahomas Überathlet, lieferte in den letzten fünf Spielen unmenschliche Statistiken ab.

27,8 Punkte, 9,5 Rebounds und 8,5 Assists schrieb sich der Aufbauspieler in den Statistikbogen und stellt Williams vor eine schwere Aufgabe.

Keine Panik bei Durant

Die Thunder dürften mit ordentlich Wut im Bauch anreisen, denn die 120:125-Heimpleite gegen die New York Knicks war beim Team von Scott Brooks sicher nicht eingeplant.

Zwar gab sich Thunder-Anführer Kevin Durant betont lässig, doch so ganz überzeugen die Worte nicht.

"Alles kein Problem. Wir haben noch fünf Spiele. Warum sollten wir also in Panik geraten. Alles ist gut", erklärte "Durantula" und deutete damit an, dass der Wille, die San Antonio Spurs als bestes Team der Western Conference abzufangen noch längst nicht gebrochen ist.

Fernduell um Platz 1

Wie bei Utah ist der Raum für Fehltritte auf der Zielgeraden der Saison extrem klein.

Noch liegen die Spurs mit einer Bilanz von 57 Siegen bei 20 Niederlagen vor den Thunder (56:21), doch bei den Texanern macht sich die lange Saison in Form von Verletzungen bemerkbar.

Manu Ginobili fällt aus, Tony Parker ist angeschlagen und auch Tim Duncan muss sich die Kräfte im dritten Herbst seiner Karriere gut einteilen.

Ganz anders die Thunder und Durant, die voll im Saft der Jugend stehen.

Melo noch vor Durant

Für den eleganten Forward geht es in den letzten Spielen aber noch um ein bisschen mehr, als um eine Playoff-Platzierung.

Im Fernduell mit Knickerbocker Carmelo Anthony liefert sich Durant ein Duell um den Scorer-Titel der Saison 2012/13.

Melo liegt mit 28,44 Punkten pro Spiel hauchdünn vor Durants 28,35.

Leise Hoffnung bei den Mavs

Beim Thema Fernduell treten unweigerlich auch Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks auf den Plan (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Es ist zwar eigentlich nicht mehr sehr wahrscheinlich, aber sollten sich die Jazz und die Lakers im Kampf um die Playoffs im Nervenkrieg aufreiben, dann könnten die aktuell zehntplatzierten Texaner (38:39) vielleicht doch noch auf Rang acht rutschen.

Erste Voraussetzung für dieses Wunder, Dallas muss seine verbleibenden fünf Spiele alle gewinnen.

[kaltura id="0_i8e7yr61" class="full_size" title="Lakers verlieren im Los-Angeles-Derby"]

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel