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Dirk Nowitzki verpasste 2013 erstmals nach elf Berufungen in Folge das All-Star Game © getty

Nowitzki garantiert seinen Einsatz gegen Phoenix. Carlisle adelt "The Matrix". Suns-Guard Dragic spielt im illustren Kreis.

Von Florian Pertsch

München/Dallas - Es ist mal wieder so weit: der Bart ist in akuter Gefahr.

Dirk Nowitzki und seine Räuberbande aus Dallas haben sich erneut in Reichweite der ausgeglichenen Bilanz gekämpft und könnten nach einem Sieg über Phoenix (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) zur großen Rasur ansetzen.

Die Chancen auf den 39. Saisonsieg stehen äußerst gut, denn gegen die Suns gewannen die Mavericks die vergangenen elf Duelle. (696095DIASHOW: Bilder der 23. Woche)

Die Zielvorgabe für die restlichen fünf Spiele in Dallas sind klar: Fünf Siege müssen her.

Nowitzkis Fuß "geht es gut"

Ist diese Aufgabe mit Gegnern wie den Denver Nuggets und den Memphis Grizzlies nicht schon schwer genug, müssen die Mavericks auch auf Patzer der Konkurrenz hoffen.

Die achtplatzierten Lakers (41 Siege, 37 Niederlagen), sowie die Utah Jazz (41 - 38) liegen zwischen Dallas und dem begehrten letzten Playoff-Platz der Western Conference. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Auch Dirk Nowitzki dürfte gegen die Suns auf dem Parkett stehen. Im letzten Spiel gegen die Portland Trail Blazers verpasste er das komplette letzte Viertel wegen einer Fußverletzung. (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

"Mir geht es gut", gab "Dirkules" Entwarnung und verwies auf die Chance, endlich die ausgeglichene Bilanz zu schaffen: "Es sind noch fünf Spiele, und wir haben seit Dezember die wohl beste Möglichkeit, die 50 Prozent zu knacken. Ich spiele auf jeden Fall."

"The Matrix" erlebt nächsten Frühling

Die 15 Jahre in der NBA machen sich bei Nowitzki bemerkbar, doch die Demütigung einer negativen Bilanz treibt den 34-Jährigen weiter an. Ein NBA-Jahr weniger auf dem Buckel hat Kollege Shawn Marion.

Der Routinier läuft in der entscheidenden Phase zur Hochform auf. In den letzten beiden Spielen erzielte "The Matrix" 22,5 Punkte und 9,5 Rebounds im Schnitt.

Coach Rick Carlisle nahm dies zum Anlass, um seinem Allrounder ein Loblied zu widmen. "Gäbe es eine Liste mit den meistunterschätzten Spielern in der NBA, sein Name wäre drauf", erklärt Carlisle: "Er ist ein Profi unter den Profis. Seine Leistungen sind atemberaubend. Er ist ein Gewinner, ein Champion, und er ist ein sensationeller Verteidiger."

Ein Wurf wie von T-Rex

Auch sein etwas gewöhnungsbedürftiger Wurf, der an einen basketballspielenden Tyrannosaurus Rex erinnert, bringt den Coach immer wieder zum Staunen. "Er meistert die Offense auf eine sehr einzigartige Weise. Seine unkonventionelle Art hat etwas Geniales für mich", schwärmt Carlisle.

Mehr als die Hälfte seiner Karriere verbrachte Marion beim Gegner aus Phoenix.

Zusammen mit Nowitzki-Kumpel Steve Nash sorgten die Suns in der D'Antoni-Ära mit ihrem spektakulären Hochgeschwindigkeitsbasketball für Furore.

O'Neal beschert Gegner den Sieg

Das aktuelle Suns-Team ist von Furore so weit entfernt wie Mavs-Center Chris Kaman vom Titel des besten Verteidiger des Jahres.

Im Tabellenkeller der Western Conference (23 Siege, 55 Niederlagen) besticht Phoenix eher durch kuriose Pannen. Die jüngste Episode gab es im letzten Spiel gegen die Houston Rockets.

Jermaine O'Neal fegte beim Stand von 98:98 James Hardens Wurf mit der Sirene vom Ring und bescherte den Suns die zehnte Niederlage in Folge.

Dragic mit dicken Statistiken

"Noch nie habe ich ein Spiel verrückter zu Ende gehen sehen als dieses Mal", umschrieb O'Neal seinen Bock gnädig.

Jared Dudley nahm die Pleite schon fast gelassen hin: "Mit solchen Niederlagen können wir umgehen. Die Klatschen und die eigensinnigen Spiele frustrieren uns viel mehr."

Das das Teamplay am Laufen gehalten wird, ist die Aufgabe von Point Guard Goran Dragic, der mit Ex-Bamberg-Profi P.J. Tucker und Luis Scola einer der wenigen Lichtblicke in Phoenix ist.

Der slowenische Nationalspieler ist momentan einer von vier NBA-Spielern, der 14 Punkte, sieben Assists und 1,5 Steals im Schnitt abliefert.

Die restlichen drei Kandidaten: LeBron James, Russell Westbrook und Jrue Holiday.

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