Angeführt vom entfesselten "KryptoNate" beenden die Bulls in der Verlängerung New Yorks Erfolgslauf. Anthony verteidigt Rose.

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Von Eric Böhm

München/Chicago - Die Serienkiller haben wieder zugeschlagen.

Die Chicago Bulls beendeten beim 118:111 (105:105, 54:59)-Erfolg nach Verlängerung den 13 Spiele andauernden Lauf der New York Knicks (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Im März hatte der sechsmalige Meister bereits die 27-Siege-Serie der Miami Heat (die zweitlängste der NBA-Historie) gestoppt.

"Das ist nett, aber eigentlich nicht unser Fokus. Wir wollen in Richtung Playoffs ein besseres Team werden", betonte Nate Robinson.

Auf Gordons Spuren

Der kleine Point Guard war der überragende Mann auf dem Court und stellte mit 35 Punkten eine persönliche Saisonbestleistung auf.

Das war auch die beste Ausbeute eines Bankspielers der Bulls seit mehr als fünf Jahren. Im Februar 2008 hatte Ben Gordon Denver sogar 37 Zähler eingeschenkt (696578DIASHOW: Bilder der 24. Woche).

"Wir wissen, wie wertvoll Nate für uns ist. Er kann jederzeit explodieren und ist auch emotional ganz wichtig für uns", lobte Jimmy Butler.

Anthony nicht besorgt

Der junge Forward war so etwas wie der zweite MVP des Spiels. Er sammelte 22 Punkte, 14 Rebounds, drei Steals und drei Blocks.

Die Bulls hatten noch im dritten Viertel mit 15 Zählern hinten gelegen, ehe sie das Blatt wendeten und sogar 99:90 führten. Butler gab mit zwei Dunkings den Startschuss zur Aufholjagd.

Sie brachen nicht nur die längste Erfolgsserie der Knicks seit 19 Jahren, sondern schafften mit vierten Sieg auch den Sweep der regulären Saison.

"Den können sie gern haben. Den können sie gern haben. Sie haben einen guten Job gemacht und die Saisonsiege verdient. Wir machen uns wegen ihnen aber keine Sorge", tönte Carmelo Anthony.

"Du kannst nicht alle gewinnen"

Der NBA-Topscorer (36 Zähler, 19 Rebounds) bot eine starke Vorstellung, verfehlte am Ende des vierten Abschnitts jedoch den potenziellen Siegtreffer.

"Es wäre schön gewesen, wenn Melo den gemacht hätte, aber so ist es nun einmal. Die Serie ist vorbei. Du kannst nicht alle Spiele gewinnen", bilanzierte Knicks-Coach Mike Woodson.

Bei der letzten Aktion verteidigte Butler gegen Anthony. In diesem Duell traf der Knicks-Star außerhalb der Zone insgesamt nur zwei von zehn Würfen (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Robinson dreht auf

"Melo" und Sixth Man J.R. Smith (28 Punkte, 14 Rebounds) hatten New York in der Endphase überhaupt erst den Ausgleich beschert. In der Verlängerung trumpfte jedoch Robinson auf.

"KryptoNate" gab mit einem Drei-Punkte-Spiel die Richtung vor und erzielte fünf der letzten sechs Zähler der Gastgeber zum Überraschungssieg.

"Das ist ein wichtiger Sieg für uns, denn sie werden immer stärker. Je mehr Talent sie um Anthony bauen, desto stärker werden sie. Sie haben den Sprung aus dem Mittelmaß geschafft", lobte Bulls-Forward Carlos Boozer (13 Zähler, 15 Rebounds).

Heiße Playoff-Duelle winken

Chicago (43 Siege - 35 Niederlagen) bleibt in der Eastern Conference Fünfter vor Atlanta und träfe in der ersten Playoff-Runde auf die Brooklyn Nets (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Die Knicks (51:27) haben Rang zwei so gut wie sicher und bekommen es wohl mit den Boston Celtics zu tun.

Rückendeckung für Rose

Für Aufregung in der "Windy City" hatte Anthony schon zuvor gesorgt, indem er die wachsende Ungeduld mit dem Rekonvaleszenten Derrick Rose kritisierte.

"Ich wünschte, ihr würdet aufhören, Derrick zu drängen. Meiner Meinung nach sollte er erst wieder spielen, wenn er bei 110 Prozent und wirklich bereit ist", sagte Anthony.

Nach seinem Kreuzbandriss vor fast einem Jahr trainiert Rose seit Wochen mit dem Team und hat die Freigabe der Ärzte, fühlt sich aber noch nicht bereit.

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