Die Lakers bezahlen den Sieg über Golden State teuer. Der Topstar reißt sich die Achillessehne. "Miami Thrice" sind zurück.

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Von Eric Böhm

München - Die Los Angeles Lakers haben einen knappen Sieg im Playoff-Rennen wahrscheinlich sehr teuer bezahlt.

Der 16-malige Champion schlug die Golden State Warriors mit 118:116 (57:57), verlor aber Superstar Kobe Bryant, der sich einen Achillessehnenriss zuzog (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Trotz großer Schmerzen hatte Bryant bis drei Minuten vor Schluss durchgehalten und 34 Punkte markiert. Am Samstag soll eine Untersuchung endgültige Klarheit bringen.

"Den Move habe ich schon eine Million Mal gemacht. Dann gab es ein Pop-Geräusch. Ich kann nicht laufen und die Ferse nicht belasten", sagte der 34-Jährige.

"Es ist schlimm für die Stadt"

Die Saison ist für den Routinier aber höchstwahrscheinlich beendet. Wenn sich die Diagnose bestätigt, würde Bryant auch die ersten Monate der kommenden Saison verpassen. Selbst das Karriereende wäre vermutlich nicht ausgeschlossen.

Gegen die Warriors hatte er sich schon zu Beginn der zweiten Hälfte am Knie verletzt, wollte aber angesichts der Wichtigkeit des Spiels nicht raus. Im Duell mit Harrison Barnes folgte dann bei einem leichten Foul die schwere Verletzung. Selbst danach verwandelte er noch seine beiden Freiwürfe.

"Es ist schlimm für Kobe, es ist schlimm für uns und die ganze Stadt. Er ist ein unglaublicher Spieler mit einem großen Herz, aber wir können es nicht rückgängig machen", sagte Coach Mike D'Antoni (696578DIASHOW: Bilder der 24. Woche).

Curry brilliert

Die Lakers (43 Siege - 37 Niederlagen) liegen knapp vor Utah (42:38) auf dem achten und letzten Playoff-Platz der Western Conference (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Der hochklassige Shootout gegen die sechstplatzierten Warriors (45:35) geriet naturgemäß in den Hintergrund. Steph Curry erzielte für die Gäste herausragende 47 Zähler (SERVICE: Die Tagesbesten).

"Das passiert mir jetzt schon zum zweiten Mal. Ich muss einen Weg finden, diese Spiele nach Hause zu bringen", haderte Curry.

Allen auf den Fersen

Vor einigen Wochen hatte der Scharfschütze bei einer Pleite in New York sogar 54 Punkte markiert und die Saisonbestmarke der NBA aufgestellt.

In L.A. verwandelte er neun Dreier und nähert sich dem Rekord für eine Spielzeit. Ray Allen traf 2005/2006 unglaubliche 269 Distanzwürfe - Curry steht bei 261.

"Das ist natürlich bitter. Wir haben am Ende die Chance wieder nicht genutzt", ärgerte sich Trainer Mark Jackson (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Gasol mit Triple-Double

Die Lakers brachten die Partie auch dank Pau Gasols sechsten NBA-Triple-Double (26 Punkte, 11 Rebounds, 10 Assists) und Dwight Howard (28 Zähler) nach Hause.

Forward Carl Landry verpasste zwei Sekunden vor dem Ende den möglichen Siegtreffer für die Warriors.

"Es war ein wichtiger Erfolg. Kobe war für uns über das gesamte Jahr an riesiges Vorbild an Einsatz und Charakter. Das müssen wir jetzt auch zeigen", forderte Gasol von den Lakers.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

Utah Jazz - Minnesota Timberwolves 107:100

Die Utah Jazz blieben dank der persönlichen Bestleistung Al Jeffersons durch das 107:100 (53:53) über die Minnesota Timberwolves an den Lakers dran.

Der Center sammelte 40 Punkte (zum ersten Mal seit 2008) und verbuchte zusätzlich 13 Rebounds sowie sechs Assists.

"Ich war schon ein paar Mal richtig heiß, aber heute ging es nur um die Playoffs. Ich habe mich immer wieder gepusht und wollte vorangehen", sagte Jefferson. J.J. Barea (23 Zähler) war bester Wolves-Schütze.

Miami Heat - Boston Celtics 109:101

Mit ihrem von kleineren Blessuren zurückgekehrten Dreigestirn bezwangen die Miami Heat die Boston Celtics souverän 109:101 (58:50).

LeBron James (20 Punkte, 9 Assists) und Chris Bosh (17 Zähler, 7 Rebounds) bewiesen gute Form. Dwyane Wade war mit elf Punkten und fünf Rebounds noch etwas eingerostet.

"Es hat sich gut angefühlt, mit den beiden Jungs wieder auf dem Court zu stehen. Wir müssen jetzt wieder Konstanz reinbringen", sagte James.

Celtics schonen KG und Pierce

Durch das fantastische zweite Viertel (41:23) übernahm der für die Playoffs topgesetzte Titelverteidiger die Kontrolle.

Die Celtics schonten Kapitän Paul Pierce und Kevin Garnett (beide Knöchelprobleme). Jeff Green markierte für den Siebten der Eastern Conference 25 Zähler.

"Wir brauchen noch einen Sieg, um den Platz zu sichern. Der muss jetzt her. Ich will Orlando keine Munition liefern, aber sie sind furchtbar", blickte Jason Terry auf die nächste Partie.

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